Epica: Consign To Oblivion (2005) Book Cover Epica: Consign To Oblivion (2005)
Paul-Eduard Rück
Transmission
24.04.2005

Tracklist:

  1. Hunab K'u "A new age dawns" (Prologue)
  2. Dance of fate
  3. The last crusade "A new age dawns" #1
  4. Solitary ground
  5. Black inginity
  6. Force of the shore
  7. Quietus
  8. Mother of light "A new age dawns" #2
  9. Trois vierges
  10. Another me "In Lack'ech"
  11. Consign to oblivion "A new age dawns" #3

Seit Nightwish und spätestens seit Within Temptation bin ich sehr skeptisch was Melodic Metal mit weiblichem Gesang betrifft - zu viele (billige) Nachahmer-Bands tauchten plötzlich aus dem Nichts auf. Genau das dachte ich, um ehrlich zu sein, auch von Epica, weswegen ich ihrem Debut-Album auch keine wirkliche Chance gab sich bei mir festzusetzen...

Mit diesem, ihrem zweiten Studioalbum, sollte ich jedoch nachträglich bestraft werden: Gleich beim Intro fiel mir nämlich bereits die Kinnlade herunter! Solche bombastische Chöre hatte ich nicht erwartet. Und dann der folgende Track “Dance Of Fate” - ein Hammer! Geile Riffs, ein klasse Orchester, super Melodien und eine unheimliche Gänsehaut-Atmosphäre, die nicht nur durch die genialen Chöre (die übrigens in nahezu jedem Song für die richtige Untermalung sorgen) sondern einfach durch den Songaufbau und die tollen Arrangements erzeugt wird. Mittendrin dann der zauberhafte Gesang von Sängerin Simone, der ab und zu von männlichem Death- Black-Metal-Growlings begleitet wird - und das ohne jedoch die Melodien oder den Aufbau zu stören! Traumhaft!!!

Epica machen ihrem Bandnamen alle Ehre: Was hier an epischem Metal präsentiert wird ist überwältigend - Unheimlich energische Songs mit Filmsoundtrack-Charakter! Allein der fast 10 Minuten lange Titeltrack ist ein episches Meisterwerk für sich!

Einen Punktabzug könnte die Tatsache mit sich bringen, dass nicht alle Songs im Ohr hängen bleiben, aber ich persönlich finde das belanglos, da die Songs dafür einfach mit ihrem epischen Aufbau überzeugen können! Man spürt in jeder Passage Dramatik und Leidenschaft, da ist es nicht wichtig dass die Melodie etwas zu kurz kommt...

FAZIT:
Nightwish? Wer ist das? EPICA spielt ohne Umschweife ganz oben in der ersten Liga des Bombast/Melodic-Metals. Absoluter Pflichkauf!