Atrocity: Atlantis (2004) Book Cover Atrocity: Atlantis (2004)
Napalm Records
26.04.2004

Tracklist:

  1. Reich of phenomena
  2. Superior race
  3. Gods of nations
  4. Ichor
  5. Enigma
  6. Morbid mind
  7. Omen
  8. Cold black days
  9. Atlantean empire
  10. Clash of the titans
  11. Apocalypse
  12. Lost eden
  13. The sunken paradise
  14. Aeon
  15. Ein Volk
  16. Multimedia part incl. Cold black days Video

 

Oh mein Gott, was hat Herr Krull denn auf Atlantis verbrochen? Oder sagen wir es anders, damit es nicht ganz sooo negativ klingt: wen will er damit ansprechen?

Man legt die neue Scheibe in den Player, die ersten Töne erklingen und ich hätte fast mein letztes Hemd darauf verwettet das es eine Fehlpressung ist, und ich da die neue Cradle Of Filth in den Händen halte. Denn es geht sofort verdammt hart in Richtung Death Metal. Reich Of Phenomena ist ein knüppelharter Song, mit vereinzelt ruhigen Parts die an alles, nur nicht Atrocity erinnern. Mir gefällt der Song gut, jedoch ist es gewöhnungsbedürftig das von Atrocity zu hören.

Und das was sich im ersten Song andeutet zieht sich durch die gesamte Scheibe. Irgendwie klingen die Songs alle wie die von anderen Bands. Gods Of Nations hätte auch gut von Creamtory sein können. Alles scheint darauf ausgelegt zu sein zu gefallen. Der Death Metal a la CoF, klare vocals vs. Grunz-Vocals? Alles bekannte Sachen die zwar gut gemacht sind, jedoch nichts neues zeigen.

Eins muss jedoch mal gesagt werden:
Langweilig ist das Album bestimmt nicht! Jeder Song klingt anders, nie langweilig und doch nicht wie eine Einheit.

Alex Krull selber über seine Songs:
Atlantis ist ein … musikalisch komplexes Album. Es steht für bombastische, epische Songs, in denen Härte, Atmosphäre und Melodie zusammenarbeiten…

Er hat es schon verdammt gut beschrieben, was er uns damit Atlantis geliefert hat. Es stellt sich jedoch die Frage was er damit erreichen wollte. Soviel verschiedene Einflüsse zusammen auf einem Album. Soviel verschiedene Songs auf ein Album gezwungen. Mir ist das Album zu undurchsichtig und zu vielschichtig. Gegen die super Produktion lässt sich wieder nichts sagen, doch lässt das einen über die gemischte Metal-Platte hinweg sehen? Es fällt schwer.

Pro:
Reich of Phenomena, Susperior Race und Morbid Minds sind sicherlich songs die gefallen. Außerdem sind auch die kleinen Zwischenspiele als durchaus gelungen zu bewerten. Omen - ein Intro / Zwischenspiel vor Cold Black Days ist einfach des beste Stück auf der Platte. Sehr gelungen.

Contra:
The Sunken Paradise - springt man unglücklich in diese Songs wird man förmlich von Linkin Park erschlagen. Das sind nicht Atrocity! Schade.

Fazit:
Mit Atlantis haben Atrocity ein Album gemacht welches vor Abwechslungsreichtum nur so strotzt. Gut produzierte Stücke die gerade jungen Genre-Anhängern (ob Death Metal, Nu-Metal oder Crossover) sehr gefallen werden. Mein Fall ists leider nicht so.