Asphyx: Necroceros (2021)

Asphyx: Necroceros (2021) Book Cover Asphyx: Necroceros (2021)
Death Metal/Death Doom
Century Media/Sony
22.01.2021
www.asphyx.nl

Tracklist:

  1. The Sole Cure Is Death
  2. Molten Black Earth
  3. Mount Skull
  4. Knights Templar Stand
  5. Three Years Of Famine
  6. Botox Implosion
  7. In Blazing Oceans
  8. The Nameless Elite
  9. Yield Or Die
  10. Necroceros

 

 

Wir schreiben das Jahr 2021. Und obwohl es noch relativ „jungfräulich“ ist, rollt von der holländischen Grenze her eine allesniederwalzende Panzerdivision heran, die (musikalisch) Fäulnis, Krieg und Zerstörung mit sich bringt. Die Rede ist von der Death Metal-Legende Asphyx, die mit ihrem zehnten Album „Necroceros“ ein richtig fettes Kaliber über unsere Häupter abfeuern und damit eindrucksvoll dieses Jahr einläuten.

„Bedrohlich“ ist ein Begriff, der mir beim Hören immer wieder in den Sinn kommt, denn, (davon sollte man sich nicht irreführen lassen), die zweite Genrebezeichnung „Death-Doom“ ist nicht im rein klassischen Sinne zu betrachten. Asphyx standen schon immer für Death Metal im herkömmlichen Stil, den sie aber stets mit einer Prise Doom mischten. Zwar immer in Nuancen, aber auf „Necroceros“ noch etwas mehr. Diese Mischung ist ein perfekter Nährboden für Sänger Martin Van Drunens zerstörerische Stimme (die so markant klingt, dass man ihn sofort daran erkennt). Man höre sich nur mal den Titeltrack oder „Mount Skull“ an. Was noch mehr beeindruckt, sind die feinen Gitarrenmelodien die sich hier und da „eingeschlichen“ haben und mit einer „Heavy Metal-Note“ den Songs noch mehr Stärke verleihen („Three Years Of Famine“, das hymnenhafte „The Nameless Elite“ oder „In Blazings Oceans“). Die Holländer sind bzw. können nach wie vor kompromisslos zur Sache gehen, wie man es im Opener „The Sole Cure Is Death“ oder „Botox Implosion“ unter Beweis gestellt bekommt. Aber die Krone setzt in meinen Augen „Molten Black Earth“ auf, denn die Bezeichnung „Panzerdivision“ meinerseits ist nur aufgrund dieses Songs zurückzuführen und auch gerechtfertigt. Eine absolut brutale Granate, die in genau dieser Form auch von den britischen Death Metal-Kings Bolt Thrower hätte stammen können und nichts als verbrannte Erde hinterlässt. Liebes Death Metal-Herz, was möchtest du mehr?

Ob „Necroceros“ in einem Atemzug mit den großen Klassikern „The Rack“ oder „Last One On Earth“ genannt werden kann, denke ich eher weniger. Aber das ist hier auch gar nicht wichtig, denn es zählt einzig und allein, dass die Holländer eine sehr starke Death Metal-Platte vorgelegt haben, die zum einen die Messlatte bereits jetzt sehr hochgelegt hat und zum anderen herrlich in die aktuelle Situation zum Dampf ablassen passt. Da fällt mir ein, dass ich meine Wohnung wieder in Ordnung bringen sollte. Hier sieht es aus wie auf einem Schlachtfeld…

Michael Gerlinger
Michael Gerlingerhttps://www.be-subjective.de/
Bei Mike handelt es sich im Einzelnen um allerhand mittelfränkische Verhandlungsmasse, ein wahrer Gentleman, ein wahrer Poet Den Löwenanteil seiner irdischen Sternzeit fristet Metalmike, wie wir ihn nennen, auf 49°17`60" N, 10°33`34" O in der Multi Media Abteilung eines Glücksgefühl-Sortimentas. In den 90ern war Gentlemicha der erste, der sich “Musik ist (mein) Leben!” auf die Pommesgabel hat tätowieren lassen, deswegen reichte das Taschengeld auch nicht für ‘ne Baumpatenschaft. Weil Metalmike jeden Tag einen Clown frühstückt, sperren wir ihn in der Regel statt Jack in die Box und füttern ihn für den Rest des Tages hauptsächlich mit Rock- und Metalscheiben, von Weichspülern bis hin zum richtig steilen Zeug à la Mgla, Lifelover und Co.

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