Manche Bands werden mit den Jahren nostalgisch. Andere versuchen krampfhaft, Trends hinterherzulaufen. Und dann gibt es Madsen.
Seit über zwanzig Jahren stehen die Brüder aus dem Wendland für etwas, das im deutschsprachigen Rock inzwischen fast selten geworden ist: Haltung, Herz und Hymnen. Mit ihrem zehnten Studioalbum „Smile“, das Ende Mai erschienen ist, geht die Band nun auf ihre bislang wohl bedeutendste Tour. Nicht nur, weil ein neues Album vorgestellt wird, sondern weil Madsen inzwischen eine jener Bands sind, die Generationen von Konzertgängern miteinander verbinden.
Zwischen Aufbruch und Rückblick
Wer Madsen in den vergangenen Jahren verfolgt hat, weiß: Die Band hat nie aufgehört, sich weiterzuentwickeln. Vom rauen Indie-Rock der frühen Tage über politische Punkrock-Momente bis hin zu den großen Melodien von „Hollywood“ haben sie ihren Sound stetig erweitert, ohne ihre Identität zu verlieren. Das Album erreichte 2023 erstmals Platz eins der deutschen Charts – ein später, aber verdienter Triumph.

„Smile“ knüpft genau dort an. Die neuen Songs verbinden Optimismus mit Nachdenklichkeit, ohne kitschig zu wirken. Es sind Lieder für Menschen, die wissen, dass das Leben kompliziert ist und trotzdem weitermachen.
Live noch immer eine Macht
Was Madsen allerdings wirklich auszeichnet, lässt sich nicht auf Platte konservieren. Die Band gehört seit Jahren zu den stärksten Live-Acts Deutschlands. Ihre Konzerte schaffen den Spagat zwischen ausgelassener Festivalstimmung und emotionalen Momenten, bei denen plötzlich hunderte Menschen dieselbe Zeile mitsingen.
Dass die Tour direkt nach den ausverkauften Jubiläumskonzerten zum Debütalbum angekündigt wurde, wirkt deshalb wie eine logische Fortsetzung einer außergewöhnlichen Karriere. Statt sich auf Vergangenem auszuruhen, präsentiert die Band ein neues Kapitel.
Zwischen Clubs, Hallen und Sommernächten
Die „Smile“-Tour führt Madsen zunächst durch zahlreiche Open-Air-Locations und Festivals, bevor im Herbst die große Hallentour startet. Vom Release-Konzert im Hamburger Stadtpark über Sommertermine in Chemnitz, Bremen oder Würzburg bis zu den großen Hallenshows in Berlin, Köln, Hannover und München zeigt die Route eindrucksvoll, wie breit die Band mittlerweile aufgestellt ist.

Wer Madsen schon einmal live erlebt hat, weiß, dass die Setlist weit mehr sein wird als eine Präsentation neuer Songs. Klassiker wie „Vielleicht“, „Nachtbaden“, „Du schreibst Geschichte“ oder „Lass die Musik an“ gehören mittlerweile zum festen Inventar deutscher Rockkonzerte und dürften auch 2026 für kollektive Gänsehautmomente sorgen. Die Begeisterung der Fans bei den ersten Konzerten der neuen Tour bestätigt diesen Eindruck bereits.
Fazit: Die „Smile“-Tour ist mehr als die Präsentation eines neuen Albums. Sie zeigt eine Band, die auch nach zwei Jahrzehnten nicht zum eigenen Denkmal geworden ist. Madsen bleiben laut, ehrlich und nahbar – und genau deshalb gehören ihre Konzerte auch 2026 zu den Pflichtterminen für alle, die Gitarrenmusik nicht nur hören, sondern fühlen wollen.
Die Dates:
- 03.06.2026 Hamburg, Stadtpark Open Air (Release-Show)
- 10.07.2026 Würzburg, Gut Wöllried
- 17.07.2026 Bremen, Seebühne
- 18.07.2026 Odensachsen, Haune-Rock Festival
- 24.07.2026 Chemnitz, Wasserschloss Klaffenbach
- 01.08.2026 Zürich, Dynamo
- 25.09.2026 Ulm, Roxy
- 26.09.2026 München, Tonhalle
- 02.10.2026 Leipzig, Haus Auensee
- 03.10.2026 Rostock, Moya
- 09.10.2026 Nürnberg, Löwensaal
- 10.10.2026 Berlin, Tempodrom
- 16.10.2026 Stuttgart, LKA Longhorn
- 17.10.2026 Saarbrücken, Garage
- 30.10.2026 Lingen, EmslandArena
- 31.10.2026 Köln, Palladium
- 13.11.2026 Hannover, Swiss Life Hall
- 14.11.2026 Wiesbaden, Schlachthof
Links:
Madsen
Veranstalter:
In Move (Lokal Konzert in Chemnitz)


