Preview: Death-Metal Package vom Feinsten mit Cannibal Corpse, Krisiun und Hideous Divinity (12.05.2016, Hannover)

Cannibal Corpse (Foto: Pressefreigabe, hfr.)

Zu behaupten „Cannibal Corpse sind die größte Death-Metal-Band der Welt“ klingt vermessen, doch so schrieb es der Metal Hammer UK 2009 in einem Artikel. Seitdem hat die Band „Evisceration Plague“ und „Torture“ veröffentlicht – beide voller zukünftiger Corpse-Klassiker, von Presse wie Fans weltweit gefeiert und mit Verkaufszahlen gesegnet wie man sie selten im Death Metal sieht. George Fisher, Alex Webster, Pat O’Brien, Rob Barrett und Paul Mazurkiewicz planen auch weiterhin, Legionen von Metal-Fans zu ihrem hyper-brutalen Death Metal zu bekehren. Ihr aktuelles Album „A Skeletal Domain“ ist das 13. ihrer Bandgeschichte. Die zwölf fiesen Tracks in 44 zermürbenden Minuten sind zusammengenommen ein massiver, aggressiver und bewusster Angriff auf die Ohren, der die Band am Zenit ihrer bekanntermaßen minutiös demonstrierten, hyperkinetischen Brutalität zeigt.

Obituary (Foto: Pressefreigabe, hfr.)
Obituary (Foto: Pressefreigabe, hfr.)

Webster, O’Brien, Barrett und Mazurkiewicz sind erfahrene Songwriter, das ist kein Geheimnis. Zu „A Skeletal Domain“ leistete jedes Mitglied einen wichtigen Beitrag beim Komponieren. Webster beschreibt die Philosophie der Band beim Songwriting wie die Leistung eines Fußballteams im Verbund „Jeder von uns ist in der Lage, ein ganzes Album zu schreiben, aber zusammen bringen wir unseren stärksten Stoff zustande, und das gesamte Ergebnis ist umso besser.“ Diese Stärke erkennt man offensichtlich, und sie führte zu einer besonders beeindruckenden Performance von O’Brien. Mark Lewis lobt den Gitarristen: „Ich glaube nicht, dass er je verrücktere Musik geschrieben hat als für diese Scheibe, etwa das Solo zu „The Murderer’s Pact“. Einfach gesagt ist das überragendes Gitarrenspiel.“ Seine Solos verweisen auf seinen oft vergessenen neoklassischen Hintergrund, bleiben aber finster genug, um sich dem Stil der Band zu fügen. Von Pats Beitrag abgesehen ging Paul Mazurkiewicz besser vorbereitet denn je ins Studio. Mark Lewis sagt: „Paul kam perfekt gefasst ins Studio und prügelte die Hölle aus jedem Song. Wir haben das Schlagzeug auf dieser Scheibe kaum bearbeitet – die Toms wurden nicht gesampelt, Paul schlug wirklich so fest zu!“ Von seinem Spiel abgesehen führt Mazurkiewicz seine textliche Tradition weiter fort und spinnt detaillierte Geschichten über Tod und Ekel. Der Drummer schrieb die Hälfte der Lyrics für das Album. Das Songwriting- und Texter-Team legte den Grundstein für die Gesangsleistung von Urviech und Frontmann George Fisher. Zeugnis davon legen das gewaltige „Headlong into Carnage“ ab, der Titelsong, der Opener „High Velocity Impact Splatter“ und weitere Stücke. Seine typischen Vocals sind das letzte Teil des todesmetallischen Puzzles „A Skeletal Domain“.

Cannibal Corpse haben immer wieder bewiesen, dass ihr Tank noch lange nicht leer ist, dass sie mehr Riffs in der Hinterhand haben und Gore noch blumiger beschreiben können, als je irgendjemand gedacht hätte. Ihr 13. Album wird sich als ebenso wichtiger Meilenstein in ihrer Karriere erweisen wie alle anderen. Cannibal Corpse sind der Inbegriff von Beständigkeit.

Krisiun (Foto: Pressefreigabe, hfr.)
Krisiun (Foto: Pressefreigabe, hfr.)

Die brasilianischen Death Metal Brüder Krisiun servieren mit „Forged In Fury“ das wohl variabelste Album ihrer 25-jährigen Bandgeschichte. Es bietet eine massive, wuchtig und organisch tönende Mischung aus Blastbeat-Gewalt und mächtigen Midtempo-Walzen, die sogar an die berühmtesten brasilianischen Metaller Sepultura erinnern.

Hideous Divinity wurden 2007 gegründet und benötigten nur ein einfaches Demo mit zwei Songs, um die Aufmerksamkeit des legendären US-Labels Unique Leader zu erregen, das ihre zwei Alben „Obeisance Rising“ 2012 und „Cobra Verde“ 2014 veröffentlichte. Ein Mix aus Death Metal Einflüssen wie Nile, Hate Eternal und Immolation.

Die Dates:

Cannibal Corpse tour dates Obituary, Cryptopsy, Abysmal Dawn

  • Apr 15 Roxy Flensburg, Germany
  • May 04 Hellraiser Leipzig, Germany
  • May 05 Mau Rostock, Germany
  • May 06 Airport Obertraubling Obertraubling, Germany
  • May 07 Alter Schlachthof Lingen (Ems), Germany
  • May 08 Schlachthof Wiesbaden, Germany
  • May 12 Musikzentrum Hannover , DE
    Einlass: 19:00h Beginn: 20:00h VVK: 25 € zzgl. aller Gebühren
  • May 13 Substage Karlsruhe, Germany
  • May 14 Rock Hard Festival Gelsenkirchen, Germany

Links:
www.cannibalcorpse.net
www.krisiun.com.br
www.facebook.com/hideousdivinity