Review: Mutz & Gäste in der CD-Kaserne (03.01.2015, Celle)

Foto: Torsten Volkmer

Einmal mehr hat Moritz Hempel alias Mutz bewiesen das es nicht einfach ist ihn musikalisch in eine Schublade zu stecken. Kennt man ihn sonst eher mit härteren Tönen aus seiner Metal-Combo Drone durfte man sich bei dem mittlerweile 2. Konzert dieser Art seines Soloprojekts wieder über etwas ruhigere Töne freuen.

Foto: Torsten Volkmer
Foto: Torsten Volkmer

Auch dieses Jahr gab es wieder viel Unterstützung von zahlreichen Musikern wie Tony Mulkes (Dynamite Roadkill), Martin Connell (Sexy Chocolate), Florian Knigge (Fire in Fairyland), Stunnah, Mutz Geschwister Wiebke & Fleury uvm.. Davon ausgehend dass das Konzert dieses Mal schon im Voraus ausverkauft war kann man wohl behaupten dass der ruhigere Mutz bei seinem Publikum 2014 ordentlich Eindruck geschindet hat.

Um 19 Uhr an der Kaserne angekommen hieß es erstmal Plätze suchen. Nachdem wir die optimalen Plätze eingenommen hatten blieb noch genug Zeit ganz in Ruhe die Bühnendeko zu begutachten. Dieser lässt sich in diesem Jahr wohl am besten als dezent & Elegant beschreiben. Dann geht’s los. Ein sichtbar aufgeregter aber durchaus gut gelaunter Mutz betritt die Bühne und begrüßt sein Publikum bevor er mit „This flight tonight“ von Nazareth die ca. 2h Programm eröffnet. Für den besonderen Flair sorgt dieses Jahr der Bühnenkellner mit Rufnamen Woodkock, der die Musiker bestens versorgt und dem Publikum hier und da einen Lacher entlockt.

Zwei weitere Songs später kommt einer meiner persönlichen Lieblingstracks. Mutz singt „Family“ im Original von Noah Gunderson. Kurz darauf folgt ein weiterer besonderer Song, bei dem Mutz allerdings Unterstützung durch die unglaublich große Stimme von Bettina Schoch bekommt. Als Bettina die ersten Töne des Klassikers „Sweet Child of mine“ anstimmt, jubelt der komplette Saal. Und weil Frauenpower bekanntlich super ist gab es mit „Bang Bang“ einen weiteren Song mit eben dieser gesungen von Kim Daberkov.

Nach einer kurzen Pause ging es direkt mit Volldampf weiter. Mutz präsentiert uns seine Version von Metallicas „Turn the Page“, dem Beifall um mich herum entnehme ich, dass diese Version nicht nur mir bestens gefällt. Mit „Out in the Rain“ beweist Mutz auch in dieser Hälfte des Abends, dass er als Singer/Songwriter so einiges drauf hat und unter der harten Schale doch ein unvermutet weicher Kern schlummert.

Foto: Torsten Volkmer
Foto: Torsten Volkmer

Zum Ende des Abends dürfen wir uns unter anderem noch über zwei Jonny Cash Songs freuen bei der es stimmlich Unterstützung von Sandra Eike gibt. Wie schon im letzten Jahr schließt Mutz den Abend mit „I do it My Way“ was rückblickend betrachtet auch Thema des Abends gewesen sein dürfte. Denn bei all den Songs die es an diesem Abend zu hören gab hat jeder einzelne Gast genauso wie Mutz selber seine ganz eigene Note hinterlassen.

Abschließend lässt sich sagen: Es war ein Abend bei dem es sich lohnt dabei gewesen zu sein. Es gab großes Programm mit hochgradig talentierten Musikern zum fairen Preis. Der Vorverkauf für 2016 läuft mittlerweile und eins ist sicher: Spätestens mit Konzert Nummer drei im folgenden Jahr wird dieses Konzert aus dem alljährlichen Eventkalender der Kaserne kaum noch wegzudenken sein.

 

 

Foto: Torsten Volkmer
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