Review: Blind Guardian, Astral Doors (12.09.2006, Hannover)

Foto: Torsten Volkmer
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Passend zum aktuellen Album “A Twist In The Myth” betourt eine der wohl berühmtesten deutschen Metalbands derzeit die Lande. Auf ihrer Tour machen Blind Guardian auch im Hannover Capitol Halt, um zu beweisen dass sie nach wie vor Quali- als auch Quantität liefern und es immer noch drauf haben.

Die schwedische Supportband Astral Doors wusste das Publikum an diesem Abend jedoch nicht so ganz aus der Reserve zu locken. Über Mangel an Applaus konnte sich das Sextett wohl nicht beschweren, doch rührte dieser mehr von Anstand anstatt von loderndem Feuer von Seiten der Zuschauer.

Nach der Vorgruppe wurde natürlich ungeduldig mit den Füßen gescharrt, denn der Hauptact wurde sehnlichst erwartet. Nachdem die anfeuernden Chöre des Publikums immer stärker wurden, erschienen Blind Guardian ziemlich pünktlich gegen 21.20 Uhr im Rampenlicht.

Foto: Torsten Volkmer

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Die Band wusste auch sogleich das Publikum auf seine Seite zu schlagen. Mit „War Of Wrath“ waren die Anwesenden sofort gefangen und bei „Into The Storm“ (Song Nummer zwei auf der Setlist, wohlgemerkt!) stimmten die ersten bereits mit ein.

Trotz leichter Krankheit, die Sänger Hansi Kürsch befallen hatte, wurde die umfangreiche Setlist mit Klassikern wie „Lost In A Twilight Hall“ und „Valhalla“ als auch neuen Songs wie „This Will Never End“ gespielt. Ob alte oder neue Songs, beides wurde herzlich von Mitsängern und Headbangern begrüßt. Der Tee begleitete Hansis Stimme durch die Songs und sorgte dafür, dass seine angegriffenen Stimmbänder bis zum Ende einwandfrei durchhielten und auch die Zugaben „Another Stranger In Me“ oder „Imaginations“ nicht gekürzt werden mussten.

Foto: Torsten Volkmer

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Bei einer Bandlaufbahn von über 20 Jahren ist es klar, dass vielleicht so manch ein Fan das ein oder andere Liedchen auf der Setlist vermisste, doch bei einem Programm von über zwei Stunden Länge kann man sich bei weitem nicht beschweren. Zumal die Qualität als auch die Stimmung genial waren.