Review: Rock Hard Festival 2011 (10.6. – 12.6.2011, Gelsenkirchen)

Das Jahr ist so schnell vergangen, schon steht Pfingsten wieder vor der Tür. Voller Vorfreude begebe ich mit Dajana auf die Autobahn in Richtung Ruhrpott. Staufrei und in Null Komma Nichts sind wir in Gelsenkirchen. Der Check In Im Hotel verläuft reibungslos, so dass wir eine halbe Stunde später am Amphitheater ankommen. Noch schnell das Bändchen bei der freundlichen Dame abholen, dann kann das ROCK HARD FESTIVAL 2011 endlich losgehen!

Den Anfang machen CONTRADICTON, die nur einen kurzen Anfahrtsweg hatten. Die Wuppertaler Fangemeinde steht schon geschlossen in der ersten Reihe und feuert das Quartett fleißig an, während der Rest des Runds doch noch recht leer ist, da viele anscheinend noch mit Zeltaufbau beschäftig sind. Egal, CONTRADICTION sind auch schon zu so früher Stunde bestens aufgelegt. Der Bassist fegt über die Bühne und zieht wilde Grimassen, während Frontmann Oliver für stimmungsvolle Ansagen sorgt. Gut eingespielt zocken CONTRADICTION Midtempo Thrash Metal mit coolen Rhytmen,  bei dem man einfach mit muss. Allerdings scheint der Soundmann noch ein wenig zu schlafen, da er die Pausenmusik schon anmacht, obwohl CONTRADICTION noch 5 Minuten Zeit haben und den letzten Song als „Zugabe“ verpacken. Trotzdem toller Auftakt!

Setlist: Voice Of Hatred – The Warchitect – Your God – Spectator – The Essence Of Anger – Hate Patrol – Old Demon – Break The Oath

Weiter geht´s mit PROCESSION, die von Rock Hard Chefredakteur Götz äußerst lobend angekündigt werden. Die schwarze Plane haben die Jungs zwar nicht dabei, aber wer weiß – vielleicht als Gimmick beim nächsten Gig. Denn die hätte man beim darauf einsetzenden Schauer gut gebrauchen können. So wird es schnell eng vor der Bühne, so dass bei den teils überlangen Stücken der Doom Metaller schnell Kuschelstimmung aufkommt.

Setlist: Hyperion (Intro) – Destroyers Of The Faith – Raven Of Disease – Like A Plague Upon The Earth – Chants Of The Nameless – The Road To The Gravegarden/Funeral Of An Age

Auch über POSTMORTEM hat Götz nur Positives zu berichten. Und die Vorschusslorbeeren bekommen während des Gigs auch keinen bitteren Beigeschmack. Die Berliner rocken wirklich wie der Hölle. Eine Mixtur aus Thrash und Death Metal mit einer Prise Black wird auf die Menge losgelassen. Das steckt an, uns so sorgen POSTMORTEM für ordentlich Stimmung vor der Bühne, so dass man passend zum wieder einsetzenden Sonnenschein schnell trocken wird.

Setlist: Suffer – 25 – Give Us Hate – Ghost Of The Warship – Lobotomy – Way Of The Knive – Are You Dead – Totmacher – Meatballs – Hate Kill Destroy – Revolution

PRIMORDIAL agieren  wieder in der Besetzung, in der ich sie zum ersten Mal live gesehen habe. Das lässt doch schon ein paar nostalgische Gefühle aufkommen. Gleichzeitig haben die Iren einen extrem guten Tag erwischt, auch wenn der Sound anfangs ziemlich matschig klingt. Alan hat sein Grimassenspiel noch weiter perfektioniert und wirkt teilweise schon fast grotesk. Dennoch passt es bestens zu den neuen Songs, die sich quälend langsam in die Eingeweide fressen. Die Fans gehen begeistert mit, so dass sich die Frage „Are you with us?“ eigentlich erübrigt. Bei „Coffin Ships“ geht mir das Herz auf, und bei dem unglaublich intensiven „Gods To The Godless“, bei dem Alan jeden klaren Ton trifft, stellt sich dann auch die Gänsehaut ein.

Setlist: No Grave Deep Enough – Gallows Hymn – Lain With The Wolf – As Rome Burns – Bloodied Yet Unbowed – The Coffin Ships – Gods To The Godless – Empire Falls

Heute können sich ENSLAVED nicht in spärlichem Bühnenlicht verstecken. Es ist noch heller Tag, und so hat die holde Weiblichkeit einen netten Ausblick auf Ice Dales nackten Oberkörper. Aber auch der Rest der Anwesenden kommt auf seine Kosten, denn die Norweger demonstrieren bei gutem Sound ihr Können. „Ethica Odini“ stimmt auf einen technisch perfekten und dennoch von Spielfreude dominierten Auftritt ein. Hier bleibt Zeit zum Posen und zum Zuprosten. Neben Stücken jüngeren Datums, haben ENSLAVED natürlich auch ein paar Alltime-Klassiker aus den Anfangstagen dabei. Gleichzeitig wagen sie sich aber auch an neue Ufer und präsentieren mit Led Zeppelins „Immigrant Song“ ein Cover, bei dem sie sich progressiv voll ausleben. Schade nur, dass für “Isa” dann keine Zeit mehr bleibt.

Setlist: Ethica Odini – Raidho – Fusion Of Sense And Earth – Return To Yggdrasil – Giants – Lightening – Ruun – Allfadr Odhinn – Immigrant Song (Led Zeppelin Cover) II (Isa)

Auf den Headliner bin ich extremst gespannt. Würden TRYPTIKON genauso intensiv sein wie aus der Konserve? Es dunkelt als Tom Gabriel Warrior und seine Mannschaft die Bühne mit unbewegten Gesichtern Aufstellung nehmen. Die gespannte Erwartung vor der Bühne ist fast schon greifbar. Dann geht es endlich los. Wow! Langsam. Quälend. Exakt. Dem tiefen Sog der Stücke kann man sich unweigerlich entziehen. Zudem kommt die Ausstrahlung des Frontmanns, der natürlich aufgrund seiner musikalischen Vorgeschichte die meiste Aufmerksamkeit bekommt. Und diese Vorgeschichte wird dann auch mit drei alten Hellhammer-Stücken gewürdigt. Ultimative Düsternis – Dein Name ist TRYPTIKON.

Setlist: Crucifixus – Procreation (Of The Wicked) – Goetia – Circle Of The Tyrants – Babylon Fell (Jade Serpent) – Abyss Within My Soul – Third Of The Storms (Evoked Damnation) – Messiah – Triumph Of Death – Synagoga Satanae – The Prolonging // Winter

Insgesamt kann man über den ersten Tag überhaupt nicht meckern. Auf den Regen hätte ich gut verzichten können, zumal der Trick mit der pro forma-mit gebrachten Regenjacke nicht funktioniert hat.

Irgendwie fühle ich mich ziemlich zermatscht, obwohl ich in einem warmen und trockenen Bett nächtigen durfte. Und das erste Bier hat auch keinen Effekt. Werde ich alt? Keine Ahnung. DREAMSHADE kommen aus der Schweiz, sind ziemlich agil und haben eindeutig ganz viel Göteborg Metal gehört. Melodiös grooven sich die Jungs durch ihr Set. Zum Wachwerden nett, ansonsten bevorzuge ich dann doch lieber die Originale.

Mein erster Gedanke beim anblick von IN SOLITUDE ist „putzig“. Danach steigt mir allerdings gleich der weniger angenehme Duft des Räucherwerks in die Nase, das die Schweden überall platziert haben. Musikalisch wird hier eindeutig Merciful Fate nachgeeifert. Nicht schlecht!

Deutlich griffiger wird es dann mit DISBELIEF, die leider keinen guten Start erwischen. Beim Intro hakt die Technik, so dass den Hessen der Einstieg ziemlich schwer gemacht wird. Das scheint die Saitenfraktion dann mit mehr Action kompensieren zu wollen, denn die Haare fliegen gleich umso wilder. Frontmann Jagger bekundet, dass er das Rock Hard seit Ausgabe 14 liest und ist sichtlich bewegt, auf dieser Bühne stehen zu dürfen. So wird „Last Force: Attack“ dann auch dem Rock Hard gewidmet. Den Einstieg zu „Misery“ vermasseln die Death Metaller dann gleich zwei Mal, aber das tut der Stimmung keinen Abbruch, vor allem wenn man Schlagzeuger Corny ins Gesicht schaut, der einen Riesenspaß hinter seinem Drumkit hat. Der restliche Gig verläuft dann aber ohne Patzer, so dass DISBELIEF vielleicht nicht den optimalsten Auftritt ihrer Karriere hinlegen, aber dennoch wieder einen Riesenspaß gemacht haben.

Setlist: A Place To Hide – Sick, Rewind It All – The Last Force: Attack! – Misery -Hate/Aggression Schedule – Navigator – Room 309

Zeit für “Female Fronted Metal” mit EPICA. Ein Trümmer von drehbarem Keyboardständer, ein paar zusätzliche Podeste und die Ventilatoren sind schnell aufgebaut, so dass Marc und Simone zum Intro grinsend die Bühne entern. In den folgenden 45 Minuten wird dann auch fast jedes Klischee erfüllt, was die Metalszene zu bieten hat: Posing bis zum Abwinken, fliegende Haare, leicht peinliche Ansagen und mehr oder weniger laszive Bewegungen. Musikalisch können EPICA auf ein mittlerweile fünf volle Alben umfassendes Repertoire zurückgreifen. Von bombastisch bis rockend ist alles dabei. Mir persönlich gefällt es am besten, wenn Marc mit seinen Growls das Ruder übernimmt und Yves und Isaac so richtig schön moshen.  Und zugegeben, den letzten Song des Sets „Cry For The Moon“ mag ich immer noch und kann den Refrain sogar mitsingen, auch wenn es mir die ungläubigen Blicke meiner Mannschaft einbringt.

Als nächstes sind BULLET an der Reihe. Und die Schweden katapultieren sich ihrem Namen entsprechend geschossartig in die Herzen der Fans. Jetzt werden Fender bzw. Gibson malträtiert, und mit den Absätzen der Cowboystiefel fest auf den Bühnenboden aufgestampft. Tristesse hat bei BULLET keine Chance. Und AC/DC geht immer. Diese Jungs muss man einfach lieb haben!

Setlist: Highway Pirates – Back On The Road – Turn It Up Loud – Stay Wild – Rambling Man – Roadking – Dusk Til Dawn – Pay The Price – Bite The Bullet

Erinnert sich jemand an die “Wildside” auf Radio Bremen 4? Während der Sendung lief immer der Kassettenrecorder mit. Und ziemlich vielen Shows lief MORGOTH. Und dass ich nach über zehn Jahre diese Songs mal live sehen würde, hätte ich auch nicht angenommen. Zugegeben, die Herren wirken etwas gesetzter, und Marc Grewe growlt nicht mehr so tief. Trotzdem haut´s mich um und viele anderen anscheinend auch, denn MORGOTH wird ordentlich gehuldigt, ehe es den samstäglichen Regenguss gibt.

Setlist: Body Count – Exit To Temptation – Unreal Imagination – Travel, Resistance – Suffer Life – Pits Of Utumno – Burnt Identity – Sold Baptism – Under The Surface – Isolated – White Gallery

Ich bin klatschnass und meine Laune ist sowas von im Keller. Was habe ich denn nun schon wieder angestellt, dass es ausgerechnet vor AMORPHIS so schütten muss???!!! Egal, die neuen Backdrops sind riesig und sehen absolut klasse aus. Das Intro geht los, die Herren entern unter Gejohle die Bühne. Mir steigen ein paar Tränchen in die Augen, als die Finnen mit „Battle Of Light“, dem Opener des neuen Werks „The Beginning Of Times“ loslegen. Live wird er ein bisschen härter gezockt und schon ist man im richtigen AMORPHIS-Gefühl. Das Sextett hat sich auf eine Hitlist geeinigt – gewürzt mit ein paar neuen Stücken – und kann damit gar nichts falsch machen, auch wenn man statt „You I Need“ gerne ein Stück von der „Tuonela“ oder „Am Universum“ hätte berücksichtigen können. Passend zur guten Stimmung kommt dann auch schnell die Sonne wieder heraus. Tomi fegt wie gewohnt über die Bühne und lässt seine Dreads wirbeln, während die anderen es wie gewohnt langsamer angehen lassen. Begeisterung kommt traditionell bei den älteren Stücken auf, so dass gerade „Cast Away“ gebührend abgefeiert wird. Bei „House Of Sleep“ bittet Tomi dann um Gesangshilfe beim Publikum. Das Unternehmen gerät anfangs ein wenig ins Stocken, aber am Ende grölen dann doch ein paar Kehlen den Refrain mit. Allerdings habe ich das schon deutlich massiver erlebt. Egal, das Set ist viel zu schnell zu Ende! AMORPHIS werden mit herzlichem Applaus verabschiedet und meinetwegen hätten sie noch mindestens eine halbe Stunde weiter spielen können, denn ich bin immer noch in Herumtobelaune. Ach ja, ich hätte die Band auch gerne angesagt… *lach*

Setlist: Battle For Light – My Enemy – The Smoke – Sky Is Mine – You I Need – Towards & Against – Heaven Of My Heart – Three Words – Silver Bride – Against Widows – Crack In The Stone – Cast Away – House Of Sleep  

Götz driftet nun doch ein klein wenig in den Pathos ab, als er ICED EARTH ankündigt. Die Amis spielen ja eine Open Air-Abschiedstour und werden am Ende des Sommers ohne Matt Barlow dastehen. Eine Schande, wenn man mich fragt. Ehe es soweit ist, treiben ICED EARTH jedem Fan noch einmal einen Gänsehautschauer nach dem anderen über den Rücken. Egal ob Ballade oder Kracher, hier passt wirklich alles.  Jon feuert die Fans noch zusätzlich an, obwohl das eigentlich gar nicht nötig ist. Zwischendurch öffnet der Himmel ein weiteres Mal seine Schleusen, aber diesmal stört das niemanden. „Melancholy (Holy Martyr)“ wird lauthals mitgesungen, und passend hierzu sorgt die Lichtshow für tolle Effekte. Großartiger Auftritt, den man am liebsten noch einmal zurückspulen und von vorne anschauen möchte.

Setlist_Iced Earth: 1776 – Burning Times – Declaration Day – Vengeance Is Mine – Violate – Watching Over Me – Last December – Travel In Stygian – I Died For You – Jack – The Hunter – Melancholy (Holy Martyr) – Prophecy – Birth Of The Wicked – The Coming Curse – Colors – My Own Savior – Iced Earth

Es ist Sonntag. Die Sonne scheint. Es geht ein Lüftchen, so dass es abwechselnd zu kühl und zu warm ist. *lach* Für den Weckruf sind heute VANDERBUYST zuständig. Die Niederländer lassen mal eben die 80er Jahre wiederauferstehen. Das Trio spielt wirklich arschgeilen Hard Rock, der ungemein viel Energie freisetzt. Bei einigen Songs haben VANDERBUYST dann auch noch Verstärkung von zwei wasserstoffblonden, Leder tragenden Sängerinnen, die auch eine Art Choreografie einstudiert haben. Spätestens jetzt weiß man auch, wofür der pinke Ventilator gedacht war.

Die 80er spielen auch bei ENFORCER eine Rolle, warten die Schweden doch mit Speed/Power Metal. Auch wenn ENFORCER mehr Drive haben und das Publikum zu so früher Stunde schon fleißig vor der Bühne tobt, hab ich trotzdem irgendwie die ganze Zeit „Europe“ im Kopf…

ATLANTEAN KODEX können die Stimmung nicht halten, was aber ganz klar an der getrageneren, düsteren Gangart der Doomster liegt. Die Bayern bieten eine solide Show und werden dementsprechend wohlwollen beklatscht.

Setlist: From Shores Forsaken – Pilgrim – Marching Homeward – The Atlantean Kodex – Temple Of Catholic Magick

METAL INQUISITOR ziehen dagegen wieder alle Register. Frontmann El Rojo macht Scherze über seine Kahlheit und fordert die Fans ganz locker auf, doch bitte für ihn mitzumoshen. Seine Kollegen ziehen ebenfalls alle Register und bieten Unterhaltung auf höchstem Niveau.

Von ANACRUSIS habe ich bisher noch nie etwas gehört. Das mag daran liegen, dass sie ihre größten Erfolge hatten, als ich noch nicht wusste, dass ich Metal mag. Ergo lasse ich mich von dem Metal der Amis einfach Mitziehen. Geile Riffs, tolle Stimme. Daumen hoch!

Setlist: Paint A Picture, I Love The World, Release, My Soul’s Affliction, Something Real, Terrified, Far Too Long, Grateful, Sound The Alarm, Butcher’s Block

Gleiches gilt für VICIOUS RUMORS. Die fünf gestandenen Herren mit neuem Sänger in ihrer Mitte überzeugen ebenfalls auf ganzer Linie. Intensiver Gesang, energiegeladene Performance und ein 5 Minuten früherer Beginn, um den Fans einen Song mehr bieten zu können. Dazu noch das Crowdsurfing der Gitarre von Geoff Thorpe…er hat sie heile wiederbekommen.

Setlist: Digital Dictator – Minute To Kill – Murderball – Razorback Blade – Dust To Dust – Out of the Shadows – Abandoned – Worlds And Machines – Lady Took A Chance – Hellraiser –  War – Soldiers Of The Night – Don’t Wait For Me

Der heimliche Headliner ist ganz klar OVERKILL. Das Amphitheater platzt nun förmlich aus allen Nähten, die Ränge sind bis oben besetzt. Bei herrlichem Sonnenschein zocken sich Bobby „Blitz“ Elsworth und seine Mannen durch eine Best Of-Setlist, die mit den zwei ganz alten Stücken „Deathrider“ und „Within The Beast“ als Schmanker gespickt ist. Bobby legt eine 1a-Gesangsleistung hin und Gitarrist D.D. Verni macht eifrig von seinem Stinkefinger Gebrauch. „In Union We Stand“ darf natürlich auch nicht fehlen, sehr zur Freude derer, die auf der letzten Killfest-Tour nicht in den Genuss des Hits gekommen waren. Und auch wenn OVERKILL heute insgesamt etwas ruhiger erscheinen, ist es doch ein toller Gig der New Yorker Thrash Metal Veteranen.

Setlist: The Green And Black – Evil Never Dies – Rotten To The Core – Give A Little – Bring Me The Night – Hello From The Gutter – Ironbound – Deathrider – Beast Within – In Union We Stand – Skullcrusher – Old School – Elimination – Fuck You

In der Umbaupause dürfen dann die Gewinner des Karaoke-Contests ihr Können noch einmal auf der Hauptbühne zeigen. Star ist ganz klar der elfjährige Paul, der ganz locker aus der Hüfte Iron Maiden´s „Fear Of The Dark“ schmettert. Klingt super, und die „standing ovations“ hat er sich redlich verdient.

DOWN lassen dann als erste Band des Festivals auf sich warten. Und auch als die Herren dann auf der Bühne stehen, geht es nicht gleich los, den Phil Anselmo muss erstmal große Reden schwingen. Das tut er dann auch zwischen jedem Song. Ganz schön prollig, und nach ´ner Weile werden seine Plattitüden echt nervig. Für die verlaberte Zeit hätten DOWN mindestens drei Songs mehr spielen können. So zuppelt Gitarrist Kirk immer wieder am T-Shirt seines Frontmanns, um ihn auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen. Wenn der Mann sich dann doch auf die Musik konzentriert, macht es richtig Spaß. Ein dröhnend tiefer Bass und richtig geile Riffs laden zum Tanzen ein. Höhepunkt ist aber definitiv die Zugabe „Bury Me In Smoke“.

Setlist_Down: Hail The Leaf – Lysergik Funeral Procession – Lifer – Losing All – New Orleans Is A Dying Whore – Pillars Of Eternity – Ghosts Along The Mississippi – Temptation’s Wings – Eyes Of The South // Stone The Crow – Bury Me In Smoke

Die drei Tage sind wie im Flug vergangen. Es ist wieder toll gewesen mit ein paar äußerst angenehmen musikalischen Überraschungen.
Für das Wetter kann niemand was. Allerdings könnten beim nächsten Mal ein paar mehr Mülltonnen aufgestellt werden. Und die Getränkepreispolitik der ansässigen Gastronomie lässt einen auch so langsam schlucken.
Wir sehen uns 2012!