Review: Break The Ground Open Air 2015 Teil 1 mit Drone, Alestrom, Majesty uvm. (11.+12.06.2015)

Foto: Nora Thies ©bs!

Der Donnerstag.

Die Tore zum diesjährigen BtG öffneten sich am 11.06. pünktlich um 18:30 Uhr für alle Fans des gepflegten Heavy Metal.

Foto: Nora Thies ©bs!
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Als Opener gaben sich dieses Jahr die vier Jungs der Band Rebelmonster die Ehre und hauten uns ihre Version des unverwechselbaren Volbeat Sounds um die Ohren. Wie es zum Start manchmal so ist, war zu dieser Zeit leider längst nicht so viel los wie man den Jungs gewünscht hätte. Ob das nun an der vorangegangenen heißen Diskussion über deutlich  gestiegene Ticketpreise oder doch nur daran lag das Donnerstag war, bleibt ein Geheimnis.  Dafür war die Stimmung unter den Anwesenden aber umso besser und es wurde ordentlich gefeiert. Kein Wunder, viele der Lieder sind bekannt und man hätte meinen können direkt bei einem Volbeat-Konzert zu stehen.

Auf diesen ersten Wahnsinnsauftritt folgten Metakilla. Auch die Jungs machten ihre Sache nicht schlecht, kamen aber für mich lange nicht an die Performance von Rebel Monster ran. Trotz zwischenzeitlicher technischer Probleme beim Sängermikro  haben  die Jungs aber alles gegeben. Gegen 23:15 Uhr endete dieser erste Festivaltag – zumindest was die Musik angeht- und lies großes für die noch folgenden 3 Tage erwarten.

Der Freitag.

Heute ging es richtig los. Doors open nicht wie geplant um 16 Uhr sondern erst um 16:30 Uhr. Da Micha-El-Göhre, der in der Szene mittlerweile weithin bekannte Poetry Slamer, leider wegen akutem Heuschnupfen für Freitag und Samstag abgesagt hat. An dieser Stelle auch noch herzlichen Glückwunsch zum Sieg der Essener Veranstaltung „Weststadtstories“ den du, lieber Micha, am Samstag dann trotz so schlimmen Heuschnupfens ohne Probleme eingefahren hast…

Foto: Nora Thies ©bs!
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Den Startschuss gaben dann die vier Jungs von Final Depravity. Trash zählt sonst eher weniger zu den von mir favorisierten Stilrichtungen aber hier würde ich durchaus eine Ausnahme machen. Die Jungs überzeugen mit Musik die, durch alle Songs hinweg, nach vorne ging und somit genau das ist was man auf einem Open Air erwartet um ordentlich abfeiern zu können.  Das I-Tüpfelchen war dann das Gastspiel von Jürgen  Reil alias „Ventor“, seines  Zeichens Drummer bei Kreator“,  der sich für das Cover von „Pleasure to Kill“ die Ehre am Schlagzeug gab. Danach überließ er aber wieder seinem Sohn Jerome das Feld der ihm musikalisch in nichts nachsteht.

Im Anschluss durfte sich über „guten alten Heavy Metal“ gefreut werden. Kein großes Brimborium – einfach ehrlicher Metal …und Bier! Denn genau das ist es was Steelpreacher mit ihrer Musik transportieren wollen. Der Sound erinnert an Bands wie Saxon oder WASP, ist aber nicht nur was für alte Hasen. Zu Songs wie „We want Metal“ feiern auch die jüngeren Gäste des BTG. Ist ja auch kein Wunder, zwischen 18 und 19 Uhr ist schließlich die beste Zeit für ein gepflegtes Feierabendbierchen bei ordentlichem Gitarrensound.

Foto: Nora Thies ©bs!
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Pünktlich um 19:35 Uhr betraten dann unsere Celler „Lokalmatadore“ von Drone die Bühne. Frisch zurück von Ihrer Europatour mit Arch Enemy und Unearth zerlegten die Jungs die Ahnsbecker Schafswiese in gewohnt hoher Qualität. Egal ob zu „Into Darkness“ vom neusten Album oder ältere Songs wie „Motoer Heavy Pisstake“ , es wurde gemosht was das Zeug hält. Ein ordentlicher Circlepit durfte natürlich auch nicht fehlen. Mutz und seine Bandkollegen zeigen einmal mehr, dass es nicht auf die Größe des Events oder die Anzahl der Gäste ankommt. Entscheidend ist die Stimmung die transportiert wird!

Nach Trash kommt True, zumindest am heutigen Abend. Um kurz nach 21 Uhr betreten Majesty die Bühne. Zeit für epische Gesänge und die  typische „Emotionsfaust“. Jeder der Metal im Stil von Hammerfall oder Avantasia mag kommt hier absolut auf seine Kosten. Um mich rum recken sich Fäuste im Takt der Musik in Richtung Bühne. Auf einmal finde ich mich Arm in Arm mit jemandem der eben noch neben mir stand wieder und wir brüllen den Refrain von „own the Crown“ in Richtung der Bühne während die Band alles gibt. Das sind die schönsten Momente auf solchen Festivals, wenn man eine Band zum ersten Mal hört und direkt mitgerissen wird.

Foto: Nora Thies ©bs!
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Auf diesen großartigen Auftritt folgt gegen 23 Uhr die schottische Piratencrew von Alestorm. Wie man dem vollen Gelände entnehmen konnte nicht nur für mich der Topact des diesjährigen BtG. Wo Alestorm aufspielen ist Party garantiert. So auch heute Abend. 90 Minuten Show, 90 Minuten Vollgas. Egal ob „Keelhauled“, „shipwrecked“ oder „Drink“, es wird gesungen, gemosht, gefeiert und getrunken was das Zeug hält und die Theke hergibt.

Wer hier keinen Spaß hat ist selber schuld, eins ist sicher es liegt weder an den Auftritten der bisherigen Bands noch an den absolut fairen Bierpreisen (1,90€ für ein 0,3er Bier ist nicht teuer das kann an dieser Stelle ruhig mal erwähnt werden.)

Was wir an den restlichen Festivaltagen erleben durften erfahrt ihr hier.