Taking Dawn: Time To Burn (2010) Book Cover Taking Dawn: Time To Burn (2010)
Roadrunner Records
26.02.2010
www.takingdawn.com

Tracklist:

  1. Time To Burn
  2. Like A Revolution
  3. Take Me Away
  4. So Loud
  5. Save Me
  6. Close Your Eyes
  7. Godless
  8. Fight 'Em With Your Rock
  9. Never Enough
  10. Endlessly
  11. The Chain

Die neuen Schützlinge “Taking Dawn” von Roadrunner Records kommen direkt aus der Hitze Las Vegas’ mit einer mächtigen Hard N Heavy Reunion zu uns. Ausgerechnet Las Vegas? Mit Outputs wie “The Killers” oder “Panic At The Disco”? Kann das gut sein? Die Antwort folgt ohne Zögern: JA und zwar GODDAMN GOOD! Als würdige Nachfolger von “Slaughter” (wer sich erinner mag) nämlich!

Das niedrige Durchschnittsalter der Bandmitglieder spiegelt sich keineswegs in ihrer Musik wider. Problemlos können sie es mit alt-eigesessenen Hardrock-Größen aufnehmen. Qualitativ hochwertig und mit Vorbildern wie Skid Row, Bon Jovi oder Randy Rhoads präsentieren die Buben Musik, die das Rock-Herz höher schlagen lassen. Lediglich der etwas modernere Einfluss lässt auf die jugendliche Experimentierfreude erkennen und bringt den Frische-Kick.

Das Album “Time To Burn” startet mit dem gleichnamigen Song auch gleich richtig los. Da stimmt alles: knackige Gitarren, kraftvolle Drums und eine Stimme, die den Song super transportiert ohne anstrengend oder nervend zu werden (was bei derartigen Bands sonst oftmals der Fall ist). Schnell und voller Energie tritt schon der Einstiegssong ordentlich in den Hintern. Doch wer nun denkt, besser könnte es nicht werden, der täuscht sich gewaltig. Weiter geht’s mit “Like A Revolution”, das dem ersten Song in keinster Weise nachsteht. Ein wunderbares Gitarrenintro vom Feinsten läutet den Hit “Take Me Away” ein, der nochmal eine Steigerung darstellt. Ein leidenschaftlicher Song, dessen Refrain zum mitsingen verführt und noch eine ganze Weile im Ohr des Hörers hängen bleiben möchte. Dann wird die Geschwindigkeit ein wenig runtergefahren zu “So Loud”, das anfangs stark an bereits genannte Vorbilder erinnert. Doch wie die Band selbst sagt wollen sie nicht imitieren und kopieren, sondern ihrer Musik einen neuen Anstrich verpassen ohne dabei die Wurzeln aus den Augen zu verlieren. Und das gelingt ihnen richtig gut. Die klassische Metal-Leadguitar überzeugt auf voller Länge und auch die anderen Bandmitglieder beherrschen ihre Instrumente einwandfrei und liefern grandiosen 80s Glam Metal Hard Rock (wie auch immer man es bezeichnen mag), der einfach Laune macht. Ein bißchen mehr Rauheit hätte den Songs nicht geschadet. Der harmlose Rock droht sich über den durchweg 1a produzierten Sound zu verlieren, da es manchmal an den nötigen Ecken und Kanten mangelt.

Doch voller Selbstbewusstsein rocken sich die Jungs durch langsamere Stücke wie “Close Your Eyes” und “Godless” oder das Mötley Crüe anmutende “Fight ‘Em With Your Rock” einem total 80s kitschigen “Endlessly” mit Van Halen Touch, um das Album mit einem gelungenen Fleetwood Mac Cover von “The Chain” zu beenden.

Auch wenn die Songs auf Dauer ein wenig zu ähnlich wirken sollte man vor Taking Dawn den Hut ziehen. Für das erste Album einer so jungen Band gibt es wirklich nicht viel zu meckern. Und wer sie bei der letzten Airbourne Tour im Vorprogramm sehen durfte weiß, dass sie auch auf der Bühne ein super Bild abliefern. Da bebt der Boden und der Spaß sowie die Leidenschaft der Musiker an ihrem Job sind unverkennbar. Der Spaß- und Unterhaltungsfaktor ist bei den Live Auftritten als auch bei dem Album garantiert.

Halle-fucking-lujah!