Saxon: The Eagle Has Landed Pt.3 (2006) Book Cover Saxon: The Eagle Has Landed Pt.3 (2006)
Wiebke Essert
Steamhammer
02.06.2006
www.saxon747.com

CD 1:

  1. This Town Rocks
  2. Backs To The Wall
  3. Redline
  4. Stand Up And Be Counted
  5. Never Surrender
  6. Frozen Rainbow
  7. Suzie Hold On
  8. Play It Loud
  9. Warrior
  10. See The Lights Shining
  11. To Hell And Back Again
  12. Stallions Of The Highway
  13. Wheels Of Steel
  14. And The Bands Played On
  15. Crusader

CD 2:

  1. The Return
  2. Lionheart
  3. Man&Machine
  4. Beyond The Grave
  5. Searching For Atlantis
  6. To Live By The Sword Pt.1
  7. Unleash The Beast
  8. To Live By The Sword Pt. 2
  9. Flying On The Edge
  10. Jack Tars
  11. English Man `O`War
  12. Court Of The Crimson King
  13. Broken Heroes
  14. Dragon´s Lair
  15. Rock Is Our Life
  16. Travellers In Time
  17. Solid Ball Of Rock

Was soll man groß einleitend über Saxon schreiben? Die Briten um Frontmann Biff Byford sind seit Jahrzehnten im Geschäft und des Tourens immer noch nicht müde. So begeistern sie Fans weltweit auf großen Festivalbühnen sowie in Clubs und demonstrieren ein ums andere Mal, das man sie noch nicht zum alten Eisen zählen darf. Mit „The Eagle Has Landed Pt. 3“ veröffentlicht man – wie der Titel schon vermuten lässt – nach 1982 und 1996 das dritte Live-Album.

Für diese Doppel-Live-CD wurden Aufnahmen aus den Jahren 2004 und 2005 zusammen geschnitten. Das Material hierfür wurde u.a. in Stockholm, Paris, Hamburg, und Wacken aufgenommen. Insgesamt wählte man neun verschiedene Orte, an denen die Briten ordentlich gerockt haben. Das Ergebnis kann sich – wie nicht anders zu erwarten – hören lassen. In ausgezeichneter Soundqualität tönen die insgesamt 32 Songs aus der heimischen Stereoanlage. Der geschickte Mix lässt wirklich das Gefühl aufkommen, es handele sich um ein einziges Konzert, da Ansagen und Publikumsreaktionen gut miteinander verknüpft sind. Gerade bei ersteren wurde natürlich nicht auf die „Standards“ verzichtet, wie zum Beispiel das obligatorische „do you want fast song or a slow song“. Der Smalltalk von Biff mit dem Publikum auf Deutsch ist ebenfalls ein Highlight. Über die Setlist lässt sich bekanntermaßen ja immer streiten und hängt vom jeweiligen Geschmack ab. Einige Ohrwürmer („Crusader“, „Wheels Of Steel“) finden ebenso Verwendung wie Songs neueren Datums. Warum man allerdings den Song, der Namensgeber für dieses (und die anderen) Live-Album ist, außen vor lässt, ist mir ein Rätsel. „Princess Of The Night“ dürfte von einigen ebenfalls schmerzlich vermisst werden.

Schlußendlich bleibt zu sagen, dass dieses Album für jeden Saxon-Fan, der auch den neuen Sachen gegenüber aufgeschlossen ist und noch keine Livescheibe besitzt, interessant sein dürfte. Man kann sich nämlich beim Hören gut in die Atmosphäre, die auf Konzerten von Saxon herrscht, hineinversetzen. Klasse Melodien, ein glänzend aufgelegter Frontmman und ordentliche Hard Rock Riffs machen jedes zu einem Erlebnis. Fans, die schon die vorherigen Liveplatten besitzen und nicht dem Sammelwahn anheim gefallen sind, empfehle ich vor dem Kauf einen Blick auf die Setlist zu werfen.

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Volkmr, der Gründer des ehemaligen Goth-Zine.de, verdingt sich „selbst und ständig“ als Linsenputzer bei volkmr fotografie ihm seine Knipsklitsche, hat sich als Chefredakteur 2.0 selbst recycelt, die Metalfriese abgeschüttelt und kämpft mit be subjective! erfolgreich gegen hausgemachte Langeweile, Schubladendenken und seine Profilneurose an. Manchmal darf er auch die RedakteurInnen rumfahren oder Wassereis abstauben.