Pentarium: Schwarzmaler (2016) Book Cover Pentarium: Schwarzmaler (2016)
Melodic Death Metal
Boersma Records (Soulfood)
09.09.2016
www.facebook.com/Pentarium

Tracklist:

  1. Kronzeuge
  2. Vanitas
  3. Seelenheil
  4. Auf Schwarzen Schwingen
  5. Nimmermehr
  6. Totendämmerung
  7. Macht Durch Angst
  8. Gevatter Tod
  9. Am Waldesrand
  10. Drachenstein
  11. Weltenbrand
  12. Schwarzmaler

Aus der Nähe der sympathischen Wissenschaftsstadt Darmstadt erreicht uns mit “Pentarium” ein Newcomer des Melodic-Death Metals. Mit deutschen Texten setzen die sympathischen Hessen nun mit „Schwarzmaler“ zum großen Wurf an.

„Kronzeuge“ legt schon mal ordentlich vor. Ein interessanter Text trifft hier auf gnadenlose E-Gitarren, die direkt in die Magengrube treffen. Der perfekte Einstieg in ein Album, das eine der härtesten Veröffentlichungen dieses Jahres sein dürfte. „Vanitas“ punktet durch die Double-Bass getriebene Melodie, während der Gesang zwischen guttural und klar verständlichen Lyrics schwankt.

Mit „Seelenheil“ hat man ab sofort einen Live-Garanten am Start. Mit diesem Beitrag im Gepäck dürfte die Partystimmung auf den Konzerten garantiert sein. Ein wahrer Brecher ist „Totendämmerung“ ohne Zweifel. „Pentarium“ erschaffen hier eine eindrucksvolle Soundgewalt, die sich durch nichts aufhalten lässt. Die „Spoken-Word“ Passage verleiht dem Song deutlich mehr Tiefe. Eine anständige Portion Gesellschaftskritik servieren die Jungs mit „Macht Durch Angst“. Hier spielt die Band ihre Stärken aus und entfesselt ein Inferno, das Jeden in seinen Bann zieht. Ein fast schon hypnotischer Beitrag.

Symphonisch zeigt sich „Am Waldesrand“. Ein kleines Melodic-Death Märchen, das man sicher als Alleinstellungsmerkmal dieser Band ansehen kann. Hier sollte man unbedingt mal reinhören. „Weltenbrand“ macht seinem Namen alle Ehre. Tief gestimmte Bässe und eine apokalyptische Melodie bilden hier die Basis für einen großartigen Song. Der Titeltrack „Schwarzmaler“ sorgt dann für den Schlussakkord. Mit diesem Geheimtipp zum Ende empfehlen die Jungs sich für ihre Live-Konzerte. Verspielt, melodisch und trotzdem knallhart, so muss Death Metal klingen.

Fazit:
Es mag sein, dass „Pentarium“ nicht das Rad neu erfunden haben, aber sie wissen definitiv wie man es dreht. Das Album enthält 12 Songs, die allesamt gut abgehen. Knallharte Gitarren und einprägsame Melodie erschaffen auf „Schwarzmaler“ eine ganz besondere Stimmung. Einmal mehr werden hier Szene-Grenzen bewusst eingerissen. „Pentarium“ sollte man im Hinterkopf behalten.

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Fabian Bernhardt
Um unglaublich international zu wirken, hat die Redaktion einen Headhunter auf DEN Berliner angesetzt. DAS Phantom, wie es aus Szenekreisen heißt, hat viele Tarnidentitäten. Gesichert ist, dass der Dämon – ein gerade mal 76 Zoll großer metalbesessener Gothik-Zwerg – im Nebenerwerb als Schauma-Shampoo-Model jobbt und einen mittel bis stark ausgeprägten Festivalfetisch pflegt, sich während der Wintermonate mit Kneipensport Ersatzbefriedigung verschafft und eine ruhige Kugel in seinem Prinzessin-Lilliefee-Darkroom schiebt. Ob es das Spandauer Edelexemplar wirklich gibt oder auch Bernhardt nur ein Pseudonym ist, konnte bisher nicht geklärt werden.