Juno Reactor: The Golden Sun of the Great East (2013) Book Cover Juno Reactor: The Golden Sun of the Great East (2013)
Metropolis Records
03.05.2013

Tracklist:

  1. Invisible
  2. Final Frontier
  3. Guillotine
  4. Trans Siberian
  5. Shine
  6. Tempest
  7. To Byculla
  8. Zombie
  9. Playing With Fire

 

Okay, ich geb es zu. Ätherische Gesangseinlagen und Weltmusik sind alles andere als mein Fall. Aber das was da zwischen den Zeilen geliefert wird klingt sehr gut. Bleibt nun die Frage, wie und wo sind die Anhaltspunkte. Ein derart unkonventioneller Mix hat sicher auch seine schönen Seiten. Die finden sich in den vielen gelungenen Soundkulissen. Das Projekt selbst existiert besteht seit gut 23 Jahren und macht vor allem durch Filmmusik und Soundtracks auf sich aufmerksam. Unter anderem waren sie bei „Lost in Space“ und „Matrix Reloaded“ dabei.

Die Musik ist somit in einem breiten Spektrum, welches sich auch aus GOA und Rockelementen speist. Im Grunde ist es also alles und nichts. Aber das was es dabei zaubert sind Songs und Klangwelten, die zwischen fünf und zehn Minuten lang sind. Tendenziell auf alle Fälle länger als 6Minuten! Zeit genug also sich in die verschiedenen Ebenen hineinfallen zu lassen.

Wenn eben nicht manchmal der „leiernde“ Gesang einem den Nerv tötet. Aber nun ja! Geschmack ist das, was andere schön finden und daher beurteilt das lieber selbst! Obschon sich hier so viele Stilelemente wieder finden, das einem fast schwindelig wird. Konzentriert ist der Mix in dem Falle sehr schwierig! Schon schön mitunter, aber auch sehr schwierig. Ich bin nun kein Fan von Weltmusik und Ostasiatischen religiöser Gesangeskunst. Trotzdem gefällt mir der elektronische Mix von Musikflächen und Beats sehr gut. Nur wie kann man das alles getrennt voneinander hören, ohne eben gleich das gesamte Album zu zerreißen?

Also nehme man sich Songs wie „Guillotine“ oder „Tempest“, die einfach kurzweilig und mitreißend sind und versuche den Rest einfach zu ignorieren. Freilich, das ist nicht leicht. Nur würde man sonst diesem Album einfach nicht gerecht werden können. Und dass es sich zum Teil eben um letzt benannten Klänge handeln soll, sagt ja auch der Albumtitel. Ich bin nicht kleinkariert und auch laufe ich nicht mit Scheuklappen durch die Musikwelt. Trotzdem ist das eher was für Liebhaber und Spezialisten, als eher „Massentaugliche Konsumware“.

Anspieltipps:

  • Guillotine
  • Tempest
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Oliver Garrandt ist ein ECHTER Fotograf! Echt jetzt!! Mit Betonung auf Graf, aber in der Regel inkognito, mit Verzicht auf Titel und jegliches Zeremoniell. Alles andere wäre albern und unpraktisch. Man erzählt sich, von Garrandts Sommerresidenz in Dings bei Bums sei soetwas wie das rebellische Knusperhäuschen der internationalen Anti-Low-Carb-more-Fat-Bewegung. Ein käseüberbackenes, solarbetriebenes Nudelparadies mit extradünnen Extras. Der blaublütige Pixelprommi is so fucking real und exclusiv, der lebt sogar seinen Hang zu Electro und alternativer Musik, „die gern auch Crossover Industrial und Metal beinhalten darf“, offen aus.