Gates Of Dawn: Lucid Dreaming (2011) Book Cover Gates Of Dawn: Lucid Dreaming (2011)
Sonorium
08.04.2011
www.gates-of-dawn.de

Tracklist:

  1. Strange Temple
  2. Chrystalline
  3. Wake Up Dreamchild
  4. Radiate
  5. For You (The 3rd Denial)
  6. Hunting Me
  7. Disappear
  8. Lucid Dreaming
  9. Rise My Beloved
  10. Ghosts of Tomorrow
  11. Nobody Returns
  12. Treasures of Satan
  13. White Cube
  14. Neolovers
  15. Heal
  16. More

Gates Of Dawn stammen aus Hanau, Germany. Mit "Lucid Dreaming" stehen sie seit April bereits zum dritten Mal mit einem Album in den Startlöchern, doch zum ersten Mal besitzt das Werk eine Eigenständigkeit und Wiedererkennbarkeit, die aufhorchen lassen und der Band zumindest in der Szene (hoffentlich) etwas mehr wohlverdienten Bekanntheitsgrad verschaffen kann.

Nach "Parasite" in Jahr 2008 hat sich einiges getan. Die Wurzeln der Vorgängerwerke bleiben zwar erhalten, so dass Gates Of Dawn sich nicht untreu werden, doch haben sie ihren Sound weiterentwickelt. Der Drumcomputer wurde durch einen menschlichen Schlagzeuger (Carsten Warkus) ersetzt - das nennt man dann wohl umgekehrte Rationalisierungsmaßnahmen - und die Gitarrenspur von Sebastian Kraus hat an Gewicht gewonnen was einen volleren und authentischeren Sound zur Folge hat.

Auch das unverkennbare Violinenspiel von Tina Thomasberger setzt markante Zeichen. Gepaart mit schwermütigen, gothic-metal-lastigen Beats und Melodien, sowie den grandiosen Stimmen von Sängerin Martina und Matthias Abel ob einzeln oder im Duett.

All diese Einzelteile zusammengesetzt ergeben ein wunderbares Klangbild, stets drückend und depressiv, doch nie über die Maßen, so dass man auch dazu abrocken möchte und nicht in Tristesse versinkt. Die einzelnen Songs sind in sich, als auch im Gesamtbild stimmig, die Band hat ihren Stil gefunden und versteht es abwechslungsreiche Stücke zu kreieren und somit ein ausgewogenes Album zu schaffen.

"Lucid Dreaming" wurde von der Band im TS-Musix Studio Zweibrücken selbst produziert und gemastert und verpflegt den Hörer mit über 70 Minuten wohlgeratenen Gothic-Rock. Eher gemütlich und nicht zu hektisch, teilweise etwas Marilyn Manson anmutend, zeitweise eher im Sisters Of Mercy Stil. Es macht Spaß, wird nicht langweilig und rockt - scheint als hätten Gates Of Dawn eine gute Formel gefunden. Hoffen wir, dass sie diese beibehalten und uns bald live damit erfreuen werden.