FAQ: Whitechapel (2009) Book Cover FAQ: Whitechapel (2009)
Thexoomo Records
28.08.2009
www.faq-music.com

Tracklist:

  1. Yours Truly (introduction)
  2. Absinthe And Laudanum
  3. Birth Of The 20th Century
  4. Grapes
  5. Ten Bells (album version)
  6. Dear Boss
  7. The 4th Dimension
  8. Leather Apron (Album version)
  9. From Hell
  10. Merrick
  11. Buck`s Row
  12. A Violet from Mother`s Grave (interlude)
  13. Miller`s Court
  14. In Memoriam (outroduction)

 

Kontroverse Themen mögen sie gern. Und so bietet sich nach nun immerhin 121 Jahren auch der Fall des Touristenschrecks und großen Unbekannten „Jack the Ripper“ ein breites Spektrum an Spekulationen und Fakten, die in diesem Album breit gemischt werden. Wobei zu sagen ist, dass das Album Nr. 5 der Band immerhin auch ca. drei Jahre gebraucht hat, um fertig zu werden. Wäre es doch evtl. zum 120igsten Jahrestag erschienen, nun ja… Auch das ist Spekulation. Eingeläutet wird das neue Album denn auch mit einem Intro, welches sich anhört wie die Ansage eines Londoner Stadtführers. Bekannte Tatsachen, die einem das Thema näher bringen. Auch findet man in dem Konzeptalbum bekannte Themen und Tatsachen wieder, die bei dem Fall für Furore sorgten. Sei es der erste Tatverdächtige der Elefantenmensch, sei es der erste Name von Jack the Ripper in der Bevölkerung „Leather Apron“. Der Song wurde auch bereits letztes Jahr veröffentlicht und ist daher zudem als „Album Version“ gekennzeichnet.

FAQ selbst spielen im Grunde ihren Stiefel in bekannter aber durch aus schöner Manier herunter. Dabei wechseln die ruhigen Songs wie „Merrick“ sich mit einem durch aus anstrengenden aber durchaus tanzbaren und um einige Beats schnelleren „Buck’s Row“ ab. Anstrengend ist an dem Titel eigentlich denn auch nur der Text der eine Aufzählung von Straßennamen ist und sich dabei immer wieder, wiederholt. Das kann nach über 6,5 Min Spielzeit durchaus langwierig sein. Wer nun jedoch komplett musikalische Neuheiten erwartet oder aber komplett neue Theorien zum Fall, Jack the Ripper erwartet, der wird ganz sicher enttäuscht werden. Innovationen wird es nicht geben. Dabei ist zumindestens das Album eine voll professionelle Produktion. Ich denk das es ein spannendes aber auch langes Album geworden ist. Dabei wurde auch viel Wert auf ein einheitliches Auftreten von Album zur Website und Myspace gelegt.

Der Rest des Albums ist im Grunde schnell erzählt. Übliche Gitarrensounds und Sythnie-Einspielungen zusammen mit der markanten Stimme, machen das Album zu einem durch aus gelungenen Werk. Obwohl es, so denke ich, schwer ist einem derart langen Album von fast 71Min. Spielzeit bei allen Songs zu gefallen und zudem auch noch die Spannung und Aufmerksamkeit des Hörers aufrecht zu erhalten. Dabei endet dann das Album auch wie es anfing. Mit einem von Miss Rubberdoll, die auch den Eingangstext gelesen hatte, vorgelesenen Memorium zu den von dem Serienmörder getöteten Frauen.

Anspieltipps: „Absinthe and Laudanum“, „Grapes“, „Leather Apon“

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Oliver Garrandt
Oliver Garrandt ist ein ECHTER Fotograf! Echt jetzt!! Mit Betonung auf Graf, aber in der Regel inkognito, mit Verzicht auf Titel und jegliches Zeremoniell. Alles andere wäre albern und unpraktisch. Man erzählt sich, von Garrandts Sommerresidenz in Dings bei Bums sei soetwas wie das rebellische Knusperhäuschen der internationalen Anti-Low-Carb-more-Fat-Bewegung. Ein käseüberbackenes, solarbetriebenes Nudelparadies mit extradünnen Extras. Der blaublütige Pixelprommi is so fucking real und exclusiv, der lebt sogar seinen Hang zu Electro und alternativer Musik, „die gern auch Crossover Industrial und Metal beinhalten darf“, offen aus.