Lyrics:
Macho-Masche, Pickup Artists, überall ist echte Angst Weil sie klein geredet wurde, fängt sie gar nicht an Sie mag kein Fußball, doch kann dir Abseits erklären Denn ohne dieses Wissen ist sie weniger wert Sie trägt ein Shirt von den Ramones, doch kennt die songs nicht Sie ist nicht sicher, ob es wirklich einen Gott gibt Denn wie die Welt für sie so läuft, ey ja das bockt nicht und am allermeisten zählt wie kurz ihr Rock ist Steine gegen Glasdecken, Sturmhaube mit Glitzerperlen Wehrt sich gegen alle, die versuchen zu erklären Denn sie glaubt da ist noch mehr Und sie weiß, es war nie fair.
Aber euren Töchtern geht‘s gut Die brauchen euch nicht um auf all das irgend nen Fick zu geben Ich würde sagen euren Töchtern geht‘s gut Die ham‘ genug, genug zu tun Glaubt mir, euren Töchtern geht’s gut Die können schon ganz alleine „Gutes Leben“ Glaubt ihr euren Töchtern? Glaubt ihr nicht auch euren Töchtern geht‘s gut?
Tausend Kommentare, die ihren Körper kommentieren Zu dünn, zu fett, zu dick, zu geschminkt, zu trainiert Und dank fuckable-Rating von 1 bis 10 Benennt keiner das echte Problem Abends voller Angst, mit dem Schlüssel in der Hand Täter bleiben unerkannt, Frage: „Was hast du denn an?“ Aber ist ja nur Beef, alles bloß nicht zu deep Wir sind hysterisch, googlen Femizid?! Rosa blaue Rollenbilder Straight aus jedem Kinderzimmer Was für eine Scheiße! Wir heben unsere Mittelfinger Nein heißt immer Nein, egal was wer sagt Wir geh’n auf die Straße gegen’s Patriarchat.
Der größte aller Fehler ist das Patriarchat!
Info:
Mit „Euren Töchtern geht es gut“ liefern Jupiter Jones gemeinsam mit Liser und Finna keinen leichten Konsum-Track, sondern ein klares Statement. Zwischen ruhigen Bildern und direkter Sprache entsteht ein Spannungsfeld, das gesellschaftliche Missstände sichtbar macht – vor allem im Umgang mit Frauen und strukturellem Sexismus.
Der Song wirkt nach, weil er nicht beschönigt. Stattdessen hält er den Spiegel vor und stellt unbequeme Fragen. Ein Video, das man nicht nur schaut, sondern fühlt – und das genau deshalb diese Woche nicht fehlen darf.
Es spielten: Liser, Finna, Nicholas Müller, Sascha Eigner
Regie & Produktion: Kay Otto
Kamera: Daniel Leibold Kameraassitenz: Sebastian Keim
Schnitt & Grading: Aaron Krause-Aalt
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