Preview: Sólstafir bringen frischen isländischen Wind (2019)

Sólstafir (Foto: Pressefreigabe, hfr.)

2019 liegt der Fokus nicht mehr ausschließlich auf dem 2017 erschienenen Album ›Berdreyminn‹. Die Band wird ein ausgewähltes Set präsentieren, die eine ausgereiftere, gar seichtere Nuance beleuchten wird. Zuvor haben Sólstafir ihr Publikum bei ihren energetischen Performances in Wellen der Emotionen, hoch wie tief, umgeben. Das neue Set soll sich wie ein Kokon anfühlen und dann wie ein Schmetterling zum Himmel empor steigen.

Musik ist immer von der Umgebung inspiriert, in der sie entstanden ist. Mit seinen schroffen, kargen Landschaften, Gletschern und bizarren Vulkanwelten, moosgrünen Quell-Feldern, tiefen Fjorden, frostigen Bergen und schwarzen Stränden hat Island diesbezüglich eine Menge zu bieten: Viele einzigartige und höchst inspirierende Bands wie Sigur Rós, Björk und eben auch Sólstafir stammen von dieser besonderen Insel im Nordatlantik.

Wie keine andere Band verkörpern Sólstafir in nahezu allen Aspekten ihrer Musik die harten Kontraste des extremen nordischen Klimas ihrer Heimat, die bekannt ist für das Wechselspiel zwischen Schönheit und den tödlichen Urgewalten der Natur.

Sólstafir klingen wie niemand sonst – dieses Statement unterstreicht ihr neuestes, sechstes Album ›Berdreyminn‹ eindrucksvoll und selbstbewusst. Der Titel, übersetzt in etwa ›Träumer zukünftiger Ereignisse‹, beschreibt die Vorgehensweise der vier Isländer, ihre ohnehin schon beeindruckende Entwicklung noch einen Schritt weiter zu treiben. Eindringliche Melodien treffen auf psychedelische Sounds – immer eingebettet in die für Sólstafir typischen Elemente aus Classic- und Hard-Rock sowie Andeutungen an die Klänge ihrer Metal Vergangenheit. Dennoch liegt der Fokus der Band nie im Spiel mit den Stilistiken, sondern immer auf der direkten Emotion, die sie mit ihrer Musik freisetzen wollen. ›Berdreyminn‹ ist in seiner Vielschichtigkeit bewusst so angelegt, Gefühle zu Soundtexturen umzuformen und so hörbar zu machen. Genregrenzen spielten bei der Entstehung des Albums rein gar keine Rolle – und so bediente man sich aus einer weit angelegten Quelle von Einflüssen, die so lange zu neuen Soundmustern umgestaltet wurden, bis sie Melancholie, Sehnsucht, Wut, Freude, Vergnügen und Schmerz so zum Ausdruck brachten, dass das Bandkollektiv zufrieden war.

Mit ›Berdreyminn‹ nehmen Sólstafir Kurs auf neue Horizonte. Dennoch haben die Isländer ihre Heimat wie immer mit dabei und auch der Umriss ihrer Schiffe bleibt immer klar erkennbar. Willkommen an Bord zu einem musikalischen Abenteuer in unerforschte Gefilde!

Die Dates:

  • 15.03.2019, Nürnberg, Z-Bau
  • 16.03.2019, Berlin, Apostel Paulus Kirche
  • 17.03.2019, Bremen, Schlachthof
  • 18.03.2019, Aschaffenburg, Colos-Saal

Links:
www.solstafir.net

Veranstalter:
Karsten Jahnke Konzertdirektion
Hafensänger Konzerte

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Thea Drexhage
Thea Drexhage hat Salma Hayek einiges voraus! 100 mm. Wie die meisten Frauen der Redaktion, Duffy, Beth Ditto, Joan Rivers oder Angus Young kann sie die MusikerInnen aus dem Bühnengraben also völlig problemlos sehen, wenn jemand ihren Hocker trägt, wird aber - das hat sie mit Salma dann doch wieder gemein - dennoch viel zu oft auf Ihre Körpergröße, ihre Mähne und ihre leicht misanthropischen Anflüge reduziert. Damit sie also nicht im nächstbesten Titty Twister von Sonnenunter- bis Sonnenaufgang Menschenmengen und Bläser mätzelt, halten wir “Aggro-Thea”, die zuvor ganze Landstriche in Mecklenburg Vorpommern ausgerottet hat, halbtags im spießbürgerlichen Oldenburger Exil an der langen Leine. Seither legt sich die scheißpünktliche existentialistische Besserwisserin analog mit Satre, Camus & Kodak an und ja, auch wir müssen neidlos zugestehen, dass der Instagram-Account ihrer beiden Katzen “Salma” und “Hayek” mehr Follower pro Tag hat, als unser webzine im ganzen Jahr.