Preview: Lord Of The Lost + Rabia Sorda (26.09.2014, Hannover)

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20130810 MeraLuna 0177Unter dem Motto „Into The Fire“ begeben sich Lord Of The Lost auf die bis dato heißeste Tour ihrer Karriere. Das Motto der Tour ist nicht nur ein dezenter Hinweis auf die energetische Show, welche die populären Hamburger Dark-Rocker Abend für Abend abfackeln werden, sondern steht auch symbolisch für das im Mai erschienene Album.

Mit dem durchaus wörtlich zu nehmenden Titel „From The Flame Into The Fire“, machen die Gothic-Metal-Überflieger gleich von Anfang an klar, dass es auf ihrem neuen Album richtig zur Sache geht und dass das bisherige Werk eine Aufwärmübung gewesen ist, damit Lord Of The Lost einen nun wirklich in ein höchst unterhaltsames Fegefeuer schicken können.

 

Schon beim Opener mit dem programmatischen Titel „Fists Up In The Air“, der auf geniale Weise gigantisches Opern-Pathos, das fast schon an Queen erinnert, mit Metal-Attacken der brachialsten Sorte paart, fällt auf, dass nicht nur der Härtegrad um einiges nach oben geschraubt wurde. Schon in der Vergangenheit hatte man des Öfteren das Gefühl, dass in den Hanseaten eine Bestie schlummert, die bis dato nur unter der Oberfläche wüten durfte. Auf dem neuen Album wurde diese nun von der Leine gelassen und unter all den grandiosen Melodien und gigantischen Arrangements blasen Lord Of The Lost dem Hörer die Gehörgänge mit sichtlichem Spaß an der Sache frei, indem sie Metalbrett um Metalbrett um die Ohren hämmern.

20130810 MeraLuna 0115 beaDas ist allerdings nicht alles, denn „From The Flame Into The Fire“ stellt auch in Sachen Bombast, emotionalen Achterbahnfahrten und schierer Experimentierfreude alles in den Schatten, was die Jungs bisher gezaubert haben. So schieben sie mit dem ungewöhnlichen Ohrwurm „La Bomba“ mit breitem Grinsen eine Gothic-Salsa-Metal-Crossover-Planierwalze unter, die erstaunlich gut funktioniert und enormes Suchtpotential birgt, und beweisen Song um Song, dass auch das brutalste Riff-Monster uneingeschränktes Hit-Potential haben kann. Denn bei allem Gewüte: Ohrwurmcharakter haben eigentlich alle Songs dieses epischen Höllenritts und die atmosphärisch-dunkle Seite von Lord Of The Lost kommt ebenfalls nicht zu kurz.

Als Frontmann der mexikanischen Hard-Electro-Legende Hocico hat Erk Aicrag die dunkle Seite der Elektronik maßgeblich mitbestimmt und eine Vielzahl an Nachahmern heraufbeschworen. Sein Soloprojekt Rabia Sorda ist Musik gewordene Wut. Auf seinem neuen Album „Hotel Suicide“ hat Erk die brachiale, ursprüngliche Energie seiner Live-Shows auf Tonträger gebannt. Die Songs treffen das emotionale Zentrum wie ein Tritt in die Magengrube, rattern durch den Körper wie ein Güterzug ohne Zugführer und verbinden die schwere Energie des Post Punk mit der unverblümt heraus gekotzten Aggression von Hardcore und Punk auf einem Cocktail aus Elektronik, harten Drums, wild drauflos bratzenden Gitarren und so ehrlichen, wie eingängigen Melodien. Das neue Album von Rabia Sorda, „Hotel Suicide“, ist 100 Prozent Bauchgefühl, das sich in dem wohl explosivsten Klangbastard aus Industrial, Post Punk und Electroclash des Jahres entlädt. Live sind Rabia Sorda ein explosives Trio, das jeden Club in Null Komma Nichts in einen brodelnden Hexenkessel verwandeln kann.

Sonic Seducer und Extratours Konzertbüro präsentieren:
Into The Fire Tour 2014
LORD OF THE LOST und RABIA SORDA
Freitag 26.09.2014
MusikZentrum Einlass: 19:00h Beginn: 20:00h VVK: 16 € zzgl. aller Gebühren AK: 20 €

Links

www.facebook.com/lordofthelost
www.rabiasorda.com