Fortuna Ehrenfeld haben sich beharrlich ihre eigene DNA einer subkulturellen Superspezies gehäkelt – Sprachlich eine absolute Zumutung wenden sie sich endgültig vom gängigen Singer-/Songwriter Konsenz ab und randalieren elegant und unbeindruckt durch die Sprachbarrieren wie ein angestochener Dachs in der Würstchenbude. Mit einem ausverkauften Konzert in der Kölner Philharmonie haben sie sich nun nach einjähriger Sabbatzeit zurückgemeldet und klingen frischer und leichtläufiger als je zuvor. Live at the Hollywood Bowl ist eine kolossale Selbstanzeige und schallende Ohrfeige für die KI im Schnullerstadium. Martin sagt:
“Mit Abstand das Beste was wir jemalsgemacht haben. Happiest man alive.“
Fortuna haben ihre eigenständige Poesie und unverkennbaren Sound auf einen kerngeschmolzenen Punkt reduziert. Ohrwürmer am Streifen. Irrlichter, Abgründe und immer eine riesen Paket tanzbarer Hoffnung, umgeschönter Trost in den schwebenden Balladen. Textlich mogeln sie sich schamlos in die Nähe eines Frank Zappa und/oder Trio und ziehen die Gräben zum seligen Bierdosen-Indie immer noch ein Stückchen tiefer.Und so lange der Drumcomputer noch Akku hat fliegen die LED Ketten des Mischpults in’s Rot und jegliche Eleganz fällt der blanken produktionstechnischen Naivität zum Opfer. Fortuna Ehrenfeld ist: Martin Bechler – Jenny Thiele – Jannis Bentler
Thea Drexhage hat Salma Hayek einiges voraus! 10 mm. Wie die meisten Frauen der Redaktion, Duffy, Beth Ditto, Joan Rivers oder Angus Young kann sie die MusikerInnen aus dem Bühnengraben also völlig problemlos sehen, wenn jemand ihren Hocker trägt, wird aber - das hat sie mit Salma dann doch wieder gemein - dennoch viel zu oft auf Ihre Körpergröße, ihre Mähne und ihre leicht misanthropischen Anflüge reduziert. Damit sie also nicht im nächstbesten Titty Twister von Sonnenunter- bis Sonnenaufgang Menschenmengen und Bläser mätzelt, halten wir “Aggro-Thea”, die zuvor ganze Landstriche in Mecklenburg Vorpommern ausgerottet hat, halbtags im spießbürgerlichen Oldenburger Exil an der langen Leine. Seither legt sich die scheißpünktliche existentialistische Besserwisserin analog mit Sartre, Camus & Kodak an und ja, auch wir müssen neidlos zugestehen, dass der Instagram-Account ihrer beiden Katzen “Salma” und “Hayek” mehr Follower pro Tag hat, als unser webzine im ganzen Jahr.
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