Review: Was war denn da los?! Moyka reißt die Kantine neben dem Berghain ab (05.02.2024, Berlin)

Als Fan der ersten Sekunde, wusste ich offensichtlich schon ganz genau, was Moyka kann, aber dass sie geplant hat, die Kantine neben dem Berghain abzureißen & dann auf den übrigen Mauern zu tanzen? Ja, das hab selbst ich nicht erwartet. 

Moyka (Foto: Franz Naumann bs! 2024)

Einige Wochen vor dem Konzert in der Kantine am Berghain, stellte Moyka die ersten drei Singles vom Album schon im kleinen Rahmen bei einem kleinen Radio Konzert in Berlin vor. Die Tickets dafür waren bereits schnell vergriffen, sodass es auch kaum eine Überraschung war, dass die Kantine am Berghain am Abend vom 5. Februar ebenso prall gefüllt sein wird.

Passend zum Berghain, forderte sie die Fans vorher noch auf Instagram auf, ihre coolsten Club-Outfits anzuziehen – die meisten Besucher*innen hielten sich bestens daran. Moyka bot an diesem Abend eine bunte Mischung aus Fan-Favourites, alten Klassikern von ihren früheren Circles und Spaces EPs und selbstverständlich alle Songs vom neuen Album Movies, Cars & Heartbreaks! Auch ein kleines Überraschungscover hat Moyka in die Setlist eingebunden: das Lied 99 Luftballons spielte sie bereits bei ihrem ersten Deutschland Konzert beim Reeperbahn Festival im Jahre 2019, sodass sie es dieses Jahr erneut aus nostalgischen Gründen spielen wollte. Ihre Version bestach an diesem Abend durch eine düsterere und elektronischere Produktion, die total frisch und einfach toll klang. Auf der Bühne begleitet wurde sie von Eirik Hella, der auch ihre Musik produziert, und Vemund an den Drums. 

Moyka (Foto: Franz Naumann bs! 2024)

Moyka bedankte sich fast durchgängig beim Publikum, weil sie es kaum fassen konnte, dass das Venue dann doch so vollgepackt war. Es war ersichtlich, wie wohl sie sich auf der Bühne fühlte, und wie dankbar sie für die Liebe im Publikum war. Es herrschte eine wohlig warme Stimmung, und das Publikum hatte viel Spaß beim Tanzen, beim lauten Mitsingen und beim Interagieren mit der Musikerin. Moyka gab mindestens genau so viel Liebe zurück, indem sie Fans direkt ansang, Hände schüttelte und irgendwann einfach sprachlos wurde, vor lauter Freude und Dankbarkeit. Meine persönlichen Highlights: die Live Versionen von den Songs Already GoneNever Say Sorry und Illusion, welches sie bei der Tour bisher noch gar nicht spielte. Genau so fand ich es toll, wie positiv sie sich über Berlin geäußert hat. Sie hat einen großen Teil ihrer Diskografie in Berlin geschrieben, weil sie sich hier ganz besonders erfüllt fühlt. Der Klang der Stadt, die stetige Bewegung und die warme Sonne inspirierte sie unter Anderem den Song Never Say Sorry zu schreiben, berichtete sie beim Konzert.

Nachdem sie fleißig ihre Moyka Dollars durch das Publikum geworfen hat und zwei Zugaben gespielt hat, fand das Konzert mit der Vorabsingle Rear View ein sehr lautes, knalliges Ende. Wer nun noch Wünsche offen hatte, konnte sich mit allerhand Merchandise Artikeln eindecken und Moyka persönlich treffen. 

Und die Kantine am Berghain? Steht sie mittlerweile wieder? Hat da mal jemand geguckt?

Galerien (by Franz Naumann bs! 2024):

Moyka (Foto: Franz Naumann bs! 2024)

Setlist Moyka:

  1. Intro / Action
  2. Already Gone
  3. Backwards
  4. Ride
  5. Lonely
  6. Colder
  7. Perfect Movie Scene
  8. Would You Be Mine?
  9. Don’t Turn Around
    Interlude
  10. Nobody
  11. Illusion
  12. The End
  13. Never Say Sorry
    Encore
  14. 99 Luftballons
  15. Rear View


Links:
www.moykamusic.com
www.instagram.com/moykamusic/
www.facebook.com/moykamusic/

Franz Naumann
Franz Naumannhttp://www.be-subjective.de
Franz wird auch oft einfach Dino(junge) genannt, denn wenn er einmal anfängt, von Dinos zu erzählen, hört er so schnell nicht mehr auf. Passend zu seiner Liebe für MySpace & Tumblr, könnte man meinen, dass Franz in der Zeit stehen geblieben ist, aber vielleicht ist es auch einfach eine grosse Portion Nostalgie. Er liebt analoge Fotografie & kennt Pop-kulturelle Momente & die Indie-Szene so gut, wie die Welt der Dinos. Schwarz ist die einzige Farbe, die er trägt, weil „alles Andere in Berlin einfach gefährlich ist“. Und wenn er nicht gerade mit seiner Fuji vom Fotograben aus fotografiert, gibt er viel zu viel Geld für Schallplatten aus.

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