Review: Heavysaurus lassen die CD-Kaserne beben (19.12.2025, Celle)

Die CD-Kaserne in Celle bebte. Die Dino-Rocker von „Heavysaurus“ betraten die Bühne in der Halle 10 vor rund 800 Fans, und dann ging die Party aber sowas von ab. Mit donnernden Gitarrenriffs, mitreißenden Rhythmen und ihrer unverkennbaren Mischung aus Hardrock und Spaß begeisterten sie Fans jeden Alters.

Denn nicht nur die Kids rockten ab. Da war auch so mach ein Erwachsener mit T-Shirts von AC/DC, Korn oder Manowar zu sehen. Man will halt den Nachwuchs langsam an den eigenen Musikgeschmack heranführen – die Lautstärke ist kind-gerecht angepasst.

Heavysaurus (Foto: Torsten Volkmer bs! 2025)

Die vier Dinosaurier und der Drache an der Gitarre – Tyrannosaurus Rex Mr. Heavysaurus (Gesang), Ceratopsian Milli Pilli (Keyboards, Gesang), Apatosaurus Komppi Momppi (Schlagzeug), Drache Riffi Raffi (Gitarre) und Stegosaurus Muffi Puffi (Bass) – sorgten mit energiegeladenen Songs, witzigen Ansagen und einer bunten Show für ein echtes Rockerlebnis. Nicht nur die kleinen Rockfans waren begeistert, tanzten, sangen laut mit und erlebten ihr teils erstes richtiges Livekonzert in familiärer Atmosphäre.

Heavysaurus (Foto: Torsten Volkmer bs! 2025)
Heavysaurus (Foto: Torsten Volkmer bs! 2025)

So wurde zu Beginn musikalisch gleich erklärt, was die „Pommes-Gabel“ für die Hardrock-Fans bedeutet und wie man sie mit der Hand bildet. Und die Kinder wurden des Öfteren aufgefordert, einmal so richtig laut zu werden – „noch lauter als zu Hause“. Es ist ein Konzept, dass schlüssig ist und überzeugt. Die fünf Musiker hinter den Masken sind hervorragend – das beweisen sie nicht zuletzt bei der Band-Vorstellung – , die kindgerechten Texte der Songs und die munteren Moderationen tun ein Übriges, um nicht nur die Kinder zu Fans zu machen. Natürlich fehlte auch ein ausgeklügelte, bombastische Lichtshow nicht, und auch ein bisschen Pyrotechnik gehört zu einem Heavysaurus-Konzert dazu.

Wenn zum Beispiel der Drache an der Gitarre erklärt, seine Lieblingsspeise seien Socken, „die weißen, mit dem Muster oben rum“, hat er die Lacher auf seiner Seite. Beim Hit „Kaugummi ist mega“ tobt der Saal, der Song „Flugsaurier“ ist eine Hommage an „Onkel Otto“. „Lauter drehn“ basiert auf „Rock you like a hurricane“ von den Scorpions.

Heavysaurus (Foto: Torsten Volkmer bs! 2025)

Natürlich gibt es auch die ein oder andere Ballade. Ein Song über Freundschaft, bei dem Milli Pilli mitsingt, rührt an. „Das beste Versteck“ beschreibt den Rückzugsort Baumhaus. Und so ganz nebenbei passiert auch so allerhand auf der Bühne, kleine Geschichten werden erzählt. So kommt für die jungen Haevy Metal-Fans nie Langeweile auf. Zumal auch nach rund 90 Minuten Schluss ist – man will ja die Kids auch nicht überfordern.

Die allerdings bekamen eigentlich gar nicht genug. „Wann kommen die denn wieder“, wollte ein kleiner Junge nach dem Ende wissen. Da wird er sich allerdings noch ein klein wenig gedulden müssen. Erst am 18. Dezember 2026 rocken die Dinos wieder in Celle.

Heavysaurus (Foto: Torsten Volkmer bs! 2025)

„Heavysaurus“ ist eine 2017 gegründete deutsche Band, die auf dem Konzept der 2009 ins Leben gerufenen finnischen Band „Hevisaurus“ basiert. Live verkörpert Frank Beck (Gamma Ray) den Frontsänger Mr. Heavysaurus, Christof Leim den Charakter „Riffi Raffi“, „Milli Pilli“ wird durch Oliver Palotai, „Muffi Puffi“ durch Jürgen Steinmetz (Sons of Seasons) und „Komppi Momppi“ durch Philipp Klinger (The New Black) dargestellt.

Die CD-Kaserne verwandelte sich für diesen einen Abend in eine Kinder-Rockarena – laut, bunt und voller Magie. Ein unvergessliches Erlebnis für alle Dino-Fans in Celle.

Heavysaurus (Foto: Torsten Volkmer bs! 2025)

Galerien (by Torsten Volkmer bs! 2025):

Links:
https://www.heavysaurus.de/

Heavysaurus (Foto: Torsten Volkmer bs! 2025)
Jürgen Poestges
Jürgen Poestgeshttps://www.be-subjective.de/
… die wilde Hilde, den hat noch nie einer in der Redaktion gesehen. Man sagt, er fährt mit einer Limo vor, trägt Schlangenlederboots zu zwei brünetten Blondinen, hat zum Ausgleich eine Baumpatenschaft und ein Komposttoilette, um irgendwie seine CO2 Bilanz in den Griff zu bekommen und bastelt leidenschaftlich gern Kastanientiere.

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