End of Green, Nightwolf (19.09.2005, Chemnitz)

Foto: Peggy Graßler

Foto: Peggy Graßler

Foto: Peggy Graßler

So, das erste Konzert seit längerem stand für mich heute auf dem Programm, und es sollte mich mal wieder nach Chemnitz in den "Bunker" geleiten.

End of Green, eine Band die ich bisher nur von CD her kannte, stand auf dem Programm. Und was ich da so hörte, machte mich echt neugierig auf mehr. Na mal schau`n, ob die Jungs auch live so gut sind, das neue Album wurde ja in der Presse in höchsten Tönen gelobt und gefeiert…

So gegen 20.45 Uhr am Bunker angekommen, warteten tatsächlich schon ein paar Leute auf den Einlass. Fast pünktlich um 21.00 Uhr wurde dann auch die Tür geöffnet, und man durfte die heilige Gruft betreten. Die Location füllte sich zusehends recht gut, so das gegen 22.00 Uhr, als die ersten Band namens "Nightwolf" auf die kleine Bühne trat, der Bunker doch recht voll war. Wenn man bedenkt, dass doch eigentlich Montag war, war es schon erstaunlich, dass doch so viele Schwarzkittel sich auf den Weg dahin gemacht hatten.

Wie schon erwähnt, "Nightwolf" sollte den Leuten ein wenig einheizen, was diese dann auch kräftig taten. Mit einer ordentlichen Portion Metal und dem schreiend grunzenden Gesang des Sängers, brachten sie tatsächlich die Meute schon ziemlich zum feiern und abtanzen. Ihre ganz eigene kleine Fangemeinde schien die Band auch dabei zu haben, das nenn ich doch Organisation 😉 Ca. eine Stunde lang rockten die Nachtwölfe den Bunker, um dann für die Band des Abends die Bühne frei zu machen.

Der Umbau ging recht fix, so dauerte es nur einige wenige Minuten bis "End of Green" in den Startlöchern stand. Schon als die ersten Töne erklangen, wurden die Göppinger Jungs mit riesigem Applaus und Getöse empfangen, man lies sich natürlich nicht lang bitten und legte gleich voll los.

Mit Mützchen auf dem Kopf und melancholisch dreinschauend griff auch der androgyne Frontmann "Michelle Darkness" kräftig in die Saiten, so wurden wir gleich von drei Gitarren, einem Bass einem Schlagzeug und der Düsterstimme "Michelles" beschallt. Eine absolut bombastische Mischung, die live mit noch mehr Druck und Härte rüberkommt als auf dem Album, aber dennoch die Melancholie immer in sich trägt. Ich wusste es doch, auch in Deutschland gibt es kräftig rockende Bands 😉 Vor der Bühne versammelten sich die Headbanger um im Takt ihre Haare fliegen zu lassen, was so nach und nach auch auf die hinteren Reihen übergriff. Eines war klar, spätestens nach dem ersten Song stand kein Bein mehr still im "Bunker". Die Jungs präsentierten natürlich einen Großteil der Songs vom neuen Album, so zum Beispiel das Hitverdächtige "She`s Wild" oder den gleich in`s Ohr gehende Song "Sick One" und das ebenso düstere "Drink myself to sleep". Aber auch ältere Stücke brachten die 5 Düsterrocker mit. So war es ein ziemlich abwechslungsreiches Set, an dem man nichts zu meckern hatte.

Mr. Darkness himself war sehr angetan von der positiven Resonanz und der bombastischen Stimmung des Publikums, welches sich immer stärker mit klatschen, brüllen und kreischen bedankte, und auch von der Vielzahl der anwesenden Leute (wie gesagt, schließlich war ja Montag *g*) war er fasziniert, was er auch mehrmals verkündete. Aber auch alle anderen Bandmitglieder hatten sichtlich viel Spaß auf der Bühne, und so rockten sie den "Bunker" für ca. 90 Minuten, dass die Wände wackelten. Leider ging das Ganze viel zu schnall vorbei, und mit lautem Geschrei holte man die Jungs doch noch einmal auf die viel zu kleine Bühne zurück. Eine Zugabe war noch drin, bevor leider wieder Ruhe eintrat. Die Band mischte sich anschließend unter das noch vorhandene Publikum, um den Abend mit einem Bierchen und Autogramme verteilend ausklingen zu lassen.

Fazit:
Es war einfach nur ein geiler Abend mit einer noch geileren Band am Start und man konnte sich mal so richtig mit düsterer Gitarrenmucke das Gehirn durchblasen lassen. "End of Green" sind auf jeden Fall einen Konzertbesuch wert!

Links:

End Of Green HP