The Mission: Dum Dum Bullet (2010) Book Cover The Mission: Dum Dum Bullet (2010)
Oblivion
25.06.2010
www.themissionuk.com

Tracklist:

  1. i Don't matter Anymore Anyhow
  2. Refugee
  3. Room 22
  4. Chelsea Blue
  5. Acoustic Blush
  6. Thine
  7. So Many Things
  8. Still Deep Waters (instrumental)
  9. Katya's Lullaby
  10. Aquarius & Gemini (a capella)
  11. The Earth You Walk Upon
  12. Stranger An A Foreign Land
  13. Blush Remodel
  14. Dumb (Dambusters 617 Squadron mix) by MGT

Sich einem Album zu widmen, das einer Band entsprungen ist, die quasi zu den Helden der eigenen Jugend gehören ist schon komisch. Wenn da zwischen 20 Jahre Musikgeschichte liegen. So ist in der Tat denn auch das „Vorwort“ von Wayne Hussey zu dem Album selbst: Zitat: „It's an album of curios, that will maybe raise a little debate amongst Missionaries, an album of could-haves, would-haves and should-haves.” der Situation entsprechend. Dabei muss ich gestehen, dass sich eine gewisse Faszination nicht abstreiten lässt. Auch wenn ich es mir immer wieder skurril vorstelle eine so „alte“ Herrentruppe dann auch noch live auf der Bühne zu sehen. Aber darum geht es erstmal auch nicht so sehr.

Musikalisch ist der Start in das Album relativ hart. Wer den Song noch nicht kennt, oder wem gar „the Mission“ unbekannt ist, könnte erst ein falscher Eindruck entstehen. Es handelt sich NICHT um eine Metalband! The Mission räumen aber dann auch schnell mit dem möglichen Trugschluss auf. Ihre gradlinige Art sich dem Goth-Rock mit melancholischen Tönen zu eigen zu machen und die noch immer unverwechselbare Stimme von Wayne Himself, wird dann auch in den folgenden Songs mehr als nur bestätigt. Einige Songs könnten gar „Kill Bill“ entsprungen sein. Haben doch fast alle Songs auch einen gewissen Touch von Roadmovie und Fernweh. Sehnsucht würde dies wohl am besten umschreiben. Auch wenn, wie bei Track 8 „Still Deep Waters“ mal was instrumentales bei heraus kommt, bleibt man sich musikalisch immer treu. „Stranger In A Foreign Land“ ragt wiederum durch verzerrte Stimme hervor, ist vielleicht auch eher der untypischste Song im Vergleich zum restlichen Album und vielleicht gerade daher noch das abwechslungsreichste Stück der Scheibe. Dabei sind einige der Tracks reine Demoware, andere wiederum tatsächlich eher Wayne seine Eigenkompositionen ohne Mithilfe seiner wiedervereinten Mitstreiter und manches in wohlbekannter „Eintracht“ entstanden. Ein paar eingespielte Streicher und sonst nur Drums, Gitarre, Bass und Gesang. Mehr braucht es nicht um ein unverwechselbares Werk zu schaffen.

Musikalisch in der Tat etwas schwer zu beurteilen. Demo-Tracks zu bewerten halte ich für schwierig. In Gänze ist das Album auch eher was für Fans, jung gebliebene Goth-Rocker und Fans echter handgemachter Musik im Stile der späten 80iger und frühen 90iger Jahre des letzten Jahrtausends ;). Ein eher stilles Album, wenn man von dem ruppigen Start mal absieht, absolut nicht schlecht gemacht und doch eher ein Rückblick als ein Meilenstein der Musikgeschichte. Ab Ende Juni könnt ihr euch selbst ein Bild davon machen…

Anspieltipps:

  • „Katya's Lullaby“
  • „Still Deep Waters“
  • „Stranger In A Foreign Land“

 

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Oliver Garrandt ist ein ECHTER Fotograf! Echt jetzt!! Mit Betonung auf Graf, aber in der Regel inkognito, mit Verzicht auf Titel und jegliches Zeremoniell. Alles andere wäre albern und unpraktisch. Man erzählt sich, von Garrandts Sommerresidenz in Dings bei Bums sei soetwas wie das rebellische Knusperhäuschen der internationalen Anti-Low-Carb-more-Fat-Bewegung. Ein käseüberbackenes, solarbetriebenes Nudelparadies mit extradünnen Extras. Der blaublütige Pixelprommi is so fucking real und exclusiv, der lebt sogar seinen Hang zu Electro und alternativer Musik, „die gern auch Crossover Industrial und Metal beinhalten darf“, offen aus.