Sturch: The Green Album (2009) Book Cover Sturch: The Green Album (2009)
Johann Otten
Swellcreek
20.02.2009
www.myspace.com/sturchmusic

Tracklist:

  1. Annoyous
  2. Kill Your Thoughts
  3. Poisoned With Impurity
  4. 1 With 10
  5. One Step Less
  6. About Hope
  7. From Problem To Hurt
  8. I Got It Good
  9. The Great Comfort
  10. Wooden Wings
  11. Blow

Den Charakter und den Erfolg einer Band bestimmt häufig der Gesang. Einige Bands schaffen es zwar gänzlich ohne und andere wiederum durch auffällig schlechten. Eine perfekte Symbiose aus guter Musik und passender Sängerin oder passendem Sänger findet sich selten.
Eine dieser Raritäten sind  Sturch.

Die Hamburger Band vereint originell progressive Teile mit Nu Metal begleitet vom außergewöhnlichen Gesang Dennis Wendigs.
Im Februar 2009 erschien nun ihr zweites Album „The Green Mile“.
Schon die Verpackung hebt sich von der Masse der CDs ab, grünes Case und das Bild einer Straße in den Bergen, ins Nirgendwo führend.
Genau dahin begleitet uns auch das Album.

„Annoyous“  eröffnet die Scheibe mit einem Stakkato und kündigt die Energie von insgesamt 43 Minuten Spielzeit an. Die folgenden Songs nehmen dieses Tempo voll auf und sprechen eine eindeutige Sprache, besonders hinter „Poisened With Impurity“ verbirgt sich eine große Portion Kraft. Progressive Einflüsse finden sich spätestens bei „One Step Less“, der ruhig beginnende Song sprüht zum Ende hin vor Wut. Doch auch eine reine Ballade findet sich auf dem grünen Album. „I Got It Good“ ist der letzte Beweis, dass Wendig fast alle Gesangsbereiche abdeckt. Seine einzige Schwäche liegt wohl nur im Screamen, was sich gerade in „Kill Your Thoughts“ niederschlägt, der cleane Gesang steht ihm jedoch ohnehin besser.

Das Highlight findet sich zum Ende als „The Great Comfort“ und rundet das Album mit einem leichten Hauch Metalcore ab.

Insgesamt legen Sturch ein großartiges Werk vor, was Vergleiche zu „Tool“ nicht zu scheuen braucht. Ich kann mich glücklich schätzen, diese Band auf der Tour mit Emil Bulls kennen gelernt zu haben. Und bei ihrem Engagement werden sie sicherlich bald selbst eine Tour auf die Beine stellen können, besser als der Hauptact waren sie in Hannover zumindest schon um Längen.