Scarnival: The Art Of Suffering (2015) Book Cover Scarnival: The Art Of Suffering (2015)
Melodic Death Metal
Kernkraftritter Records
07.08.2015
www.scarnival.de

Tracklist:

  1. The Art Of Suffering
  2. God Given
  3. The Easy Solution
  4. Hindsight
  5. Losing Identity
  6. Watch Me
  7. The Hunt
  8. Rewind
  9. Pathetic
  10. Eternal Salvation
  11. One Morning Left
  12. Lies

Scarnival stammen aus Hannover und servieren uns auf ihrem Debütwerk „The Art Of Suffering“ feine Melodic Death Metal Kost. Dabei spielen sie eine Schnittmenge aus den verschiedensten (meist skandinavischen) Bands: In Flames ­während der „Clayman“-Phase, early Scar Symmetry, Rifflastige Härte von Carcass, neuere At The Gates, einen Schuss Arch Enemy und neuzeitlichere Soilwork. Soilwork ist auch genau das richtige Stichwort, denn man konnte Björn „Speed“ Strid als Gastsänger für `Watch Me` gewinnen.

Wer denkt, man klänge durch diesen Stilmix und dem Gastbeitrag wie Kopisten bzw. wie ein Versuch deren Einflüssen nachzuäffen, der ist falsch gewickelt, denn was die Hannoveraner an ihren Instrumenten leisten, ist für eine junge Truppe weit über den Durchschnitt und kann sich problemlos vom Einheitsbrei und der Austauschbarkeit anderer Bands abheben.

Dafür gibt es andere Punkte, die (leider) nicht „On Top“ sind: Zum einen wäre es der Gesang von Daniel Siebert, der bei den Growls dünn und etwas schwachbrüstig klingt. Es fehlt da leider Ausdrucksstärke und ist noch ausbaufähig. Das fällt vor allem bei dem bereits erwähnten `Watch Me` stark auf. Auf der anderen Seite ist positiv hervorzuheben, wie er bei `Losing Identity` die Mischung von Schmier (Destruction) und Mark Osegueda (Death Angel) hinbekommt.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die „Catchiness“. Es bleiben leider zu wenig Songs richtig hängen, weil der Refrain nicht richtig packt bzw. weil eine klare Hookline fehlt. Nur der Titeltrack, `God Given`, `Losing Identity`, `Watch Me` und das mit „Gangshouts“-versehene `Pathetic` stechen hervor, während der Rest zwar gut gemacht ist, aber eher blass bleibt.

Was auch eher uncool rüberkommt, ist das Cover. Den Sinn dahinter habe ich nicht komplett verstanden und dazu muss man sagen, als T-Shirt Motiv würde ich das auch nicht tragen wollen…

Halten wir fest, dass mit Scarnival eine gute (junge) Band am Start ist, die zwar schon einiges, aber nicht alles richtig macht. Vielleicht mag sich die Kritik schlechter anhören, als sie eigentlich gemeint ist, aber ich kann über Scarnival mehr positiveres vermelden als über andere (neuen) Gruppen in dem Bereich. Auch wenn hier nur drei Sterne unter diesem Review stehen, sei dazu gesagt, dass sie nur ganz knapp an dem vierten vorbeigerauscht sind. Scnarvial sind definitiv eine Band mit Potenzial und man sollte sie sich auf alle Fälle auf dem "Dranbleiben"-Zettel vermerken!

Vorheriger ArtikelSoilid: Into The Ruins (2016)
Nächster ArtikelSahg: Memento Mori (2016)
Bei Mike handelt es sich im Einzelnen um allerhand mittelfränkische Verhandlungsmasse, ein wahrer Gentleman, ein wahrer Poet Den Löwenanteil seiner irdischen Sternzeit fristet Metalmike, wie wir ihn nennen, auf 49°17`60" N, 10°33`34" O in der Multi Media Abteilung eines Glücksgefühl-Sortimentas. In den 90ern war Gentlemicha der erste, der sich “Musik ist (mein) Leben!” auf die Pommesgabel hat tätowieren lassen, deswegen reichte das Taschengeld auch nicht für ‘ne Baumpatenschaft. Weil Metalmike jeden Tag einen Clown frühstückt, sperren wir ihn in der Regel statt Jack in die Box und füttern ihn für den Rest des Tages hauptsächlich mit Rock- und Metalscheiben, von Weichspülern bis hin zum richtig steilen Zeug à la Mgla, Lifelover und Co.