Richard Christ: Richard Christ (2009) Book Cover Richard Christ: Richard Christ (2009)
Subsound Records
27.02.2009
www.myspace.com/richard999christ

Tracklist:

  1. Eyes
  2. An American christ
  3. Angel
  4. Richard n' roll
  5. Fashion God
  6. Call me
  7. Space glamour
  8. Depression
  9. Revolution drugs
  10. No way for you
  11. Neodux
  12. Grey day

In Italien sind die hierzulande noch recht unbekannten Richard Christ kein unbeschriebenes Blatt. Drei Jahre voller Konzerte in der Heimatstadt Italien, Belgien, Kroation und Amerika als Marilyn-Manson-Tribute-Band liegen hinter den 3 Männern… es sind doch Männer, oder? Durch das glamouröse und von Make Up geprägtem Äußeren vermag man das auf den ersten Blick nicht so ganz zu sagen. Doch spätestens wenn Frontmann Richard beginnt zu singen, erhält man Gewissheit.

Das Vorbild der Band dringt zwar des öfteren durch – vor allem zu Beginn des Openers „Eyes“ fühlt man sich sehr an das aktuelle Album von Manson erinnert, doch ändert sich dies im Laufe des Songs und vor allem dem gesamten Album schnell. Viel poppiger und gleich zu Beginn kommerzieller als Manson zu seinen alten Tagen (heutzutage ist er ja Kommerz in Person – was nicht negativ sein muss) kommen die Italiener daher. Tanzbare Melodien, eingängige Songs die vermehrt Ohrwurmcharakter zeigen. An gewählten Stellen dann die härteren Vocals, doch meist eher cleaner und guter Gesang. Das schmeichelt dem Ohr und warum nicht mal bei der nächsten dunklen Party dazu abtanzen?

Natürlich ist das Ganze bei weitem nichts Neues oder überaus Kreatives, doch es macht Spaß und ich leicht verdaulich. Und das ist doch die Hauptsache. Das durchwachsene „Angel“ geht über in das – wie der Name schon sagt – rockende und schnelle „Richard N’Roll“. Dann erscheint wieder ein sehr elektronisches „Space Glamour“ nach einem von harten Gitarrenriffs gezeichneten „Fashion God“. Sehr hitlastig das Ganze. Zwar kann nicht jeder Song hitpotential aufweisen, doch das ist auch gar nicht nötig und wäre zuviel verlangt.

Richard Christ zeigen mit ihrem Debutalbum, dass sie mehr können, als nur Marilyn Manson zu covern. Das Album macht Lust auf mehr und die Hoffnung, dass diese Band es live bald in die Gegen schafft, keimt auf.