Novembre: Materia (2006) Book Cover Novembre: Materia (2006)
Peggy Graßler
Peaceville
28.04.2006
www.novembre.co.uk

Tracklist:

  1. Verne
  2. Memoria Stoika
  3. Reason
  4. Aquamarine
  5. Jules
  6. Geppetto
  7. Comedia
  8. The Promise
  9. Materia
  10. Croma
  11. Nothijngrad

Denk ich an Italien dann kommen mir Sachen in den Sinn wie Sonne, Strand, Pizza oder Pasta… Kaum vorstellbar das aus diesem luftigen sonnigem Land düsterer Gothic Rock kommen kann, oder vielleicht doch?

Drei nette junge Römer haben das unvorstellbare möglich gemacht, bzw. tun dies schon seit geraumer Zeit, und bringen mit MATERIA, welches übrigens das sechste Studioalbum ist, ein recht nett anzuhörendes düsteres Album an die Hörerschaft, welches das dunkle Herz höher schlagen lässt.

Als ich die CD ins Laufwerk schob und der erste Ton erklang, muss ich gestehen, lief mir schon ein kleiner Schauer über den Rücken. Eine sehr sympathische düstere Stimme erklingt gleich ohne großes Vorspiel und eröffnet mit VERNE den Longplayer.

Trotz der ganzen Ruhe, welches das Album im Großen und Ganzen ausstrahlt, fehlt natürlich die gewisse Härte, um das Ganze auch Gothic Rock nennen zu können, nicht. Schwere Gitarren und ein recht heftig wirbelndes Schlagzeug untermalen den weichen Gesang Carmelo’s, welcher sehr Melodieverliebt ans Gehör gelangt.

Natürlich ist das lang noch nicht alles, was uns die Italiener zu bieten haben, REASON beginnt mit einem netten Einsatz von Akkustikgitarren (welche übrigens des Öfteren zum Einsatz kommen) bevor es langsam aber sicher aufsteigt in ein aufwühlendes, temporeiches Stück um dann in einen Balladesken Charakter zu verfallen. AQUAMARINE ist ebenfalls ein sehr facettenreicher Track, bei welchem so gut wie alle musikalischen Spektren eingesetzt werden. Von sanften Gesängen bis hin zu Metal - typischen Growls, von seichten verträumten Tönen bis hin zu harten Riffs und Schlagzeugattacken gibt’s in diesem Track alles was das Herz begehrt. Überhaupt bestechen die Songs durchweg mit einer recht großen Vielfalt, was bei einer durchschnittlichen Spielzeit von 6-7 Minuten pro Song, keinen dieser langweilig werden lässt.

Melancholie haben sich die drei Südländer wohl auch ganz groß auf ihre Fahnen geschrieben, denn diese zieht sich durch das gesamte Werk, und verleiht diesem erst den düsteren Touch.

Nun denn, zusammenfassend sei zu sagen, MATERIA ist ein recht schönes facettenreiches Album geworden, welches da aus dem Land der Sonne zu uns den Weg gefunden hat, sicher nicht für jeden was, aber für Freunde des melancholischen Rock Genres wärmstens zu empfehlen. Hört einfach mal rein, es wird euch sicher gefallen!