Iskald: Shades Of Misery (2007) Book Cover Iskald: Shades Of Misery (2007)
Wiebke Essert
Indie Recordings
21.05.2007

Tracklist:

  1. Hymn Of Desolation
  2. The Shadowloand
  3. Eden
  4. Lokes Dans
  5. Då Gjallarhorn Song
  6. Pesten
  7. Shades Of Misery
  8. Warriors Of The Northern Twilight
  9. When Hell Freezes Over

Iskald sind eine Band aus Nordnorwegen, bestehend aus sehr jungen Musikern, die nach einigen Demos und einer Eigenproduktion nun mit „Shades Of Misery“ ihr Debütalbum vorlegen.

Das Intro „Hymn Of Desolation“ führt mit seinen schweren, schleppenden Rhythmen und der leidenden Gitarre ein wenig in die Irre, denn „The Shadowland“ beginnt mit einem schnellen Black Metal Riff und scheppernden Drums, welche sich während des Stückes mit ruhigen, sehr melodischen Passagen abwechseln. Dabei ist „Abwechslung“ das Wort, das die beiden Gründungsmitglieder und Hauptverantwortlichen Simon Larsen und Aage A. Krekeling auf ihrem Debüt groß schreiben. Da finden sich Tempo- und Rhythmusvariationen, die jedoch nie erzwungen oder übertrieben wirken, sondern die auf eine natürliche Art und Weise strukturgebend sind. Der Gesangstil – wohl am ehesten als eine Mischung Krächzen und Gurgeln zu bezeichnen – dominiert und wird bisweilen durch ein paar Grunts, Schreie und Spoken Words erweitert. Keyboards, Synthesizereffekte und Chöre werden dezent eingesetzt, so dass man unwillkürlich aufhorcht und immer wieder etwas neu zu entdecken hat.

Iskald gelingt es, auf „Shades Of Misery“ verschiedenste Stimmungen zu erzeugen. So erzeugen sie zum Beispiel mit „Hymn Of Destruction“ eine gespannte Erwartungshaltung, während „Eden“ ein wenig beklemmend klingt und der Titeltrack seinem Namen alle Ehre macht. Als weiteres Stilmittel bedienen sich die Norweger ihrer Landessprache, was den entsprechenden Songs gut zu Gesicht steht und die jeweilige Thematik unterstreicht.

Zusammenfassend kann man „Shades Of Misery“ als gelungenes Erstlingswerk bezeichnen. Die Musiker haben trotz ihrer relativen Unerfahrenheit durchdachte und interessante Stücke komponiert und mit einer sauberen Produktion versehen. Die Songs sind eingängig, jedoch erschließen sich beim wiederholten Hören jedes Mal neue Details, so dass das Album nicht nach einmaligem Hören achtlos im Plattenregal verschwindet. Erwähnenswert ist auch das von Robert Hoy (At The Ends Of The Earth Designs) liebevoll gestaltete Artwork.