End Of Green: High Hopes In Low Places (2010) Book Cover End Of Green: High Hopes In Low Places (2010)
Silverdust
20.08.2010
www.endofgreen.de

Tracklist:

  1. Blackened Eyes
  2. Goodnight Insomnia
  3. Carpathian Gravedancer
  4. Under The Sway
  5. Tie Me A Rope...While You're Calling My Name
  6. High Hopes In Low Places
  7. An Awful Day
  8. Saviour
  9. Slaves
  10. Starlight

Die unermüdliche Musikmaschine namens „End Of Green“ hat wieder ein neues Album auf dem Markt. Nur 2 Jahre nach dem Vorgänger „The Sick’s Sense“ kommt nun das neueste Werk „High Hopes In Low Places“ aus der Düsterrockschmiede Stuttgarts.

Und was uns da erwartet ist ein wenig Neues und ein wenig Altes. Die dunklen Burschen um Frontmann Michelle Darkness bleiben ihrem Stil treu: Gothic-Rock mit zeitweisem Hauch von Doommetal und im Mittelpunkt diese unverkennbare charismatische Stimme, die auch im Jahre 2010 noch eine dicke Gänsehaut beim Hörer hervorruft. Wieder verschlug es „End Of Green“ zu ihren Aufnahmen nach München unter Corni Bartels Fittiche. Mit dem Song „Blackened Eyes“ als Opener beginnt das Album mit einem weniger krachenden Stück, als man es von der Band gewohnt ist. Es fehlt ein wenig Schmerz und tiefschürfende Verzweiflung. Mit „Goodnight Insomnia“ rocken End Of Green dann im 69 Eyes Stil los. Schnell und mitreißend, ein Weg zu dem das Vorgängeralbum „The Sick’s Sense“ bereits tendierte. Und hier kommt auch der im Song 1 fehlende Schmerz, den der aufmerksame Hörer bei „Carpathian Gravedancer“ vermisste. Eine melancholische Hymne von End Of Green wie man sie kennt und liebt. Weiter geht es mit eingängigen Songs, mal wütend, mal bedrückend und zutiefst melancholisch. „Tie Me A Rope…“ erinnert zu Beginn doch etwas stark an die finnischen Gefährten von HIM, als diese ihre Hände nach Doommetal ausstreckten. Das Einzige was den Hörer hier von der falschen Fährte wegholt ist die Stimme von Michelle Darkness, die wiedereinmal mehr verdeutlicht, warum End Of Green trotz der vielen naheliegenden vergleiche, doch unvergleichlich bleiben.

Dann wird die Geschwindigkeit zu „High Hopes In Low Places“ angezogen und die Wut schreit mit voller Wucht aus der Lautsprecherbox. Achtung anschnallen! Eine Vollbremsung wird dann beim folgenden „An Awful Day“ vollzogen. Soft und trübsinnig, mit einer abgrundtiefen Stimme, wird der Hörer hier fast wahnsinnig vor Verzweiflung. Der Titel „An Awful Day“ scheint maßlos untertrieben zu sein, so schmachtet der Song daher.

Und bunt gemischt geht es weiter mit depressiven Songs, rockigen Knallern und einem sanften „Starlight“ als Abschlusssong, der einen unglaublich sachte und behutsam entlässt. Der einen runterholt von all den Gefühlsausbrüchen der vorangegangenen Songs und Lust auf eine weitere Runde macht. End Of Green haben eine gelungene Mischung aus ihren Wurzeln und neuen Einflüssen des „The Sick’s Sense“ Albums gefunden und sie auf „High Hopes In Low Places“ vereint. Wenn es auch recht oft mehr als „nicht viel neues“ erscheint, genügt dies vollkommen, um die Fanschaft zufrieden zu stellen.