Crypt Cha: Sorrows Away (2006) Book Cover Crypt Cha: Sorrows Away (2006)
Peggy Graßler
United Power
15.03.2006
www.cryptcha.com

Tracklist:

  1. Wear Your Black
  2. Sorrows Away
  3. Crypt Cha Love
  4. Thats life
  5. Dance
  6. The Evil Ones
  7. I don’t know why
  8. I don’t know why (club mix)

SORROWS AWAY nennt sich das Debüt der Frankfurter Formation CRYPT CHA und sie legen uns mit diesem Album ein doch recht eindrucksvolles Werk vor, wie man unschwer schon nach den ersten Klängen erkennen kann. Eigentlich bin ich mit der Zeit schon ein wenig vorsichtig geworden, wenn schon wieder eine noch bis dato unbekannte Band mal wieder ihr Debüt zum Besten gibt, denn man weiß nie was einen erwartet. Jedoch CRYPT CHA überraschte mich dann schon ein wenig, zeigen sie sich doch sehr viel Eigenständigkeit.

Erster Punkt dafür wäre schon mal die sehr beeindruckende Stimme des Frontmannes und Begründer der Band, Steven Sader. Diese kommt sehr kraftvoll und klar zum Ausdruck, und ist weit weg von Genre typischen Düstergesang. Der weibliche Gegenpart Tyrae steht ihm stimmlich allerdings kein bisschen hinterher und besticht ebenfalls durch ihre Reinheit. Mal wird in Duett gesungen, mal singt jeder für sich, beides hat seinen besonderen klanglichen Reiz, das kann man nicht abstreiten.

Acht wundervolle Songs umfasst das Debüt SORROWS AWAY, und es ist nicht zu überhören, das die Leidenschaft der Band im Bereich Romantic und Dark Wave liegen, und sie sich dadurch nicht unbedeutend beeinflussen ließen. Recht verspielt kommt die Musik teilweise an das Gehör, klassische Elemente treffen bei CRYPT CHA auf elektronisches, mal düster anmutend, mal träumerisch („Crypt Cha Love“) aber auch eingängige temporeiche, fast schon rockige Songs gibt es auf dem Silberling zu hören, wie „Wear Your Black“. „Dance“ ist ein Stück, welches besonders mein Herz erobern konnte, das es irgendwie eine ganz besondere Stimmung verbreitet und durch seinem wundervollen Refrain fast Hymnisch wirkt.

Fazit:
Nun, ich denke mit SORROWS AWAY ist den Musikern ein wirklich schönes Debüt gelungen, und CRYPT CHA ist ganz sicher eine Band, von der man noch einiges mehr hören wird. Alles andere wäre wirklich schade…

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Volkmr, der Gründer des ehemaligen Goth-Zine.de, verdingt sich „selbst und ständig“ als Linsenputzer bei volkmr fotografie ihm seine Knipsklitsche, hat sich als Chefredakteur 2.0 selbst recycelt, die Metalfriese abgeschüttelt und kämpft mit be subjective! erfolgreich gegen hausgemachte Langeweile, Schubladendenken und seine Profilneurose an. Manchmal darf er auch die RedakteurInnen rumfahren oder Wassereis abstauben.