Amen Birdmen: Across The Atlantic (2007) Book Cover Amen Birdmen: Across The Atlantic (2007)
Eigenproduktion
demo 2007

Amen Birdmen, eine Band aus Frankreich auf ihrem Weg zur Erfüllung ihres Traumes. Dabei beschritt die Band bis dato ungewöhnliche Wege. Obwohl noch bei keinem Label unter Vertrag wird derzeit eine Dokumentation der Produktionsfirma Bonne Pioche gedreht, in dessen Mittelpunkt Amen Birdmen stehen. Auch auf dem Soundtrack zu dem Film „Transporter 2“ haben sich die Franzosen ein Plätzchen gesichert.

Bei Rock am Ring lieferten sie eine ihrer engagierten Liveshows und dies war für mich ein Anstoß mehr sich mal ein wenig mit dieser faszinierenden Band zu befassen.

Da wir ja im 21. Jahrhundert leben, wurde darum zu allererst einmal das myspace Profil angeklickt. Die Freundesliste war kurios und verwunderlich. Neben der Sonne und Dr. Timothy Leary sind wohl sämtliche Gottheiten aller Religionen vertreten. Doch man sollte aufpassen, dass man auf dem Weg von Krishna zu Tut Ankh Amun nicht in ein schwarzes Loch fällt oder dem Teufel seine Seele verkauft.

Viel Erleuchtung brachte das myspace Profil also trotz der Gottheiten nicht. Umgekehrt brachte jedoch das aktuelle Album vielleicht etwas Klarheit über das Profil und die Freundesliste… denn ein jeder Song von Amen Birdmen besitzt Leidenschaft und enorm viel Seele. Jede Gottheit erhält hier vielleicht ein gewidmetes Stück – das zumindest ist meine Theorie. Beginnend mit einem Song namens „Romance“, der so stimmungsvoll wie sein Name und sämtliche Songs der „Ten“ von Pearl Jam ist, haben sich Amen Birdmen dem klassischen amerikanischen Hardrock verschrieben. Obwohl man sie nicht direkt in ein Genre einordnen kann. Frontmann Cy´s Vocals werden hierbei auch gerne mit David Coverdale oder Chris Cornell verglichen – und das ist für wahr nicht weit her geholt… ebenso gewinnt man ab und an den Eindruck Eddie Vedder würde am Mikro zu stehen. „Battle 79“ startet dagegen groovy - und fast schon funky die Gesangsparts. Weiter geht’s mit den unterschiedlichsten Songs, doch alle besitzen sie dieselbe Basis. Und das sind wundervolle Melodien, tolle Gesangsparts und vor allem eine tief verwurzelte Seele. Oftmals klingen die Songs genau wie ihre Titel, wie man an „Spirits“ als Paradebeispiel hören kann. Mit elektronischen Parts im Hintergrund gewinnt der Song im Laufe der Zeit mehr und mehr an verträumter Spannung. „Earthquake“ dann wieder ein totaler Pearl Jam Song, mit toller Rhythmik und choralen Backgrounds…

Und während ich die CD höre verfluche ich mich selbst, dass ich den Liveauftritt bei Rock am Ring verpasst habe. Laut einiger Kritiken soll der Auftritt, ebenso wie das Album, atemberaubend gewesen sein.

Der Band steht jedenfalls – so hoffe ich zumindest – eine große Karriere bevor und so habe ich bestimmt in Zukunft noch die Chance einen Liveauftritt mit zu erleben. Auch wenn Amen Birdmen ihre Finger nach Amerika ausstrecken, denn dies ist ihr großer Traum. Mal sehen, wie die Jungs selbst so schön zu sagen pflegen: „Until you spread your wings, you'll never know just how far you can fly…“