Preview: Slowdive – lebendig wie nie (2024)

Es ist soweit. Vor 6 Jahren hat uns eine Art Comeback nicht nur überrascht, es war in seiner Geschichte faktisch einmalig. Eine Band, die in den 90ern zum state-of-the-art einer gitarrenwandgeprägten Popmusik geworden war (wir vermeiden hier mal bewusst den begrenzenden Begriff „Shoegaze“) und mit ihrer dritten Platte tatsächlich komplett von der Bildfläche verschwand, legte 2016 ein Album vor, das nicht nur ihr „Comeback-Album“ war, sondern auch unbestritten Maßstäbe zu setzen verstand.

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https://www.youtube.com/watch?v=G9RpHfPyEx8

Im Sound, in der songwriterischen Attitüde und dem hingebungsvollen Bewusstsein, eine neue Form soundlicher Ästhetik schaffen zu wollen. Mit dieser Platte traf eine Band auf ein junges Publikum, das offensichtlich über die vielen Jahre ihres Verschwindens ihr Gesamtwerk neu-entdeckt hatte und Slowdive gelang es nebenbei mit ihrem selbstbetitetelten Album einen Meilenstein in Sound zu gießen. Danach war alles anders und die Band viel, viel größer, als sie es jemals vor ihrer Auflösung in den späten 90ern gewesen war. Nun gut.

Sie sind nun nach 6 Jahren wieder zurück. Und hören Sie selbst welche unfassbare Pop-Atmosphäre Slowdive 2023 hervorzubringen versteht. Everything Is Alive (VÖ: 01.09.) hat wieder Maßstäbe gesetzt. Die erste Single „Kisses“ zeigte bereits, wohin die Reise gehen sollte: psychedelischen Klanglandschaften treffen auf pulsierende 80er-JahreElektronik-Elemente und John Cale-inspirierte Avantgarde-Passagen.

Eine Reise, die im Januar 2024 nach Deutschland führt und auf der die Band an vier Abenden ihren unvergleichlichen Sound auf die Bühne bringen wird.

Die Dates:

  • 18.01.2024, Köln, Live Music Hall
  • 20.01.2024, Hamburg, Große Freiheit 36
  • 25.01.2024, Berlin, Columbiahalle
  • 29.01.2024, München, Muffathalle

Links:
Slowdive

Veranstalter:
A.S.S. Concerts and Promotion

Thea Drexhage
Thea Drexhagehttps://www.be-subjective.de
Thea Drexhage hat Salma Hayek einiges voraus! 10 mm. Wie die meisten Frauen der Redaktion, Duffy, Beth Ditto, Joan Rivers oder Angus Young kann sie die MusikerInnen aus dem Bühnengraben also völlig problemlos sehen, wenn jemand ihren Hocker trägt, wird aber - das hat sie mit Salma dann doch wieder gemein - dennoch viel zu oft auf Ihre Körpergröße, ihre Mähne und ihre leicht misanthropischen Anflüge reduziert. Damit sie also nicht im nächstbesten Titty Twister von Sonnenunter- bis Sonnenaufgang Menschenmengen und Bläser mätzelt, halten wir “Aggro-Thea”, die zuvor ganze Landstriche in Mecklenburg Vorpommern ausgerottet hat, halbtags im spießbürgerlichen Oldenburger Exil an der langen Leine. Seither legt sich die scheißpünktliche existentialistische Besserwisserin analog mit Sartre, Camus & Kodak an und ja, auch wir müssen neidlos zugestehen, dass der Instagram-Account ihrer beiden Katzen “Salma” und “Hayek” mehr Follower pro Tag hat, als unser webzine im ganzen Jahr.

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