Troglauer Buam: Ey-Oh! (2016) Book Cover Troglauer Buam: Ey-Oh! (2016)
Heavy Volxmusik
Telamo
03.06.2016
www.troglauerbuam.de

Tracklist:

  1. Heute Wern Ma Feiern
  2. Ey-Oh!
  3. Kneipe
  4. Dahoam Am Land
  5. Hexenschuss
  6. Auf Geht´s
  7. Jungbauernmadl
  8. Alles Klar An Der Bar (Version 2016)
  9. Mannsbild
  10. Alles Was Du Willst
  11. Sauhaufen
  12. Blumenmädchen
  13. So A Schädel
  14. Weit, Weit Fort (Stub´n-Version) (Bonustrack)
  15. Wilahalaso (Bonustrack)

Ladies and Gentleman, wir feiern Premiere bei Be-Subjective! Es ist Heavy Volxmusik angesagt! Ja, richtig gelesen: HEAVY VOLXMUSIK! Dass diese beiden Genres miteinander können zeigen uns die Troglauer Buam mit ihrem bereits fünften Album „Ey-Oh!“

Wenn ihr nun denkt, wir bzw. ich wurde bestochen um hier ein Review für die Jungs zu schreiben, der liegt aber mal sowas von falsch! Ich mache das hier komplett freiwillig und auf Eigeninitiative! Ich möchte aber klar stellen, dass ich die Jungs zum Teil persönlich kenne und sie schon mehrfach live gesehen hab (fünfmal bisher!). Könnte man mir also komplette Subjektivität unterstellen? Nein, selbst wenn ich mit AC/DC befreundet wäre, würde ich ihnen sagen dass das mit Axl Rose eher einem Witz gleich käme! Ich bleibe neutral und würde euch Lesern keine Band bzw. kein Album ans Herz legen, wenn ich davon nicht selbst (vollkommen) überzeugt wäre. Schließlich will man sich ja von seinem Geld nur die Besten Platten kaufen!

Warum sollte man sich „Ey-Oh!“ zulegen? Wenn man bedenkt das viele sich der Volksmusik verweigern, als wäre es das satanischste seit Black Metal, aber sieht man dass das die Troglauer Buam schon Auftritte hatten im ZDF Fernsehgarten, bei den Alpin Skiweltmeisterschaften, aber auch bei MTV und dass sogar deren Song `Bauer sucht Frau` als Trailermusik für die gleichnamige RTL Sendung genutzt wurde, merkt man in welchen medialen Bereichen sie Anklang finden. Und ja, auch bei mir, was ich selbst kaum glauben konnte, wenn ich bedenk dass ich noch vor einigen Jahren über sowas noch müde gelächelt hab…

Bei ihren Liveshows konnte ich schon sehr gut die enorme Variabilität und das Abwechslungsreichtum erkennen, sodass einige ältere Songs ankamen bei mir. Jetzt musste ich mich auch mal Albumtechnisch von ihnen entjungfern lassen und somit ist „Ey-Oh!“ die erste komplette Langrille die ich höre. Bereits nach dem dritten Durchlauf stellte ich fest, dass die Scheibe noch viel mehr Spaß macht als ich erwartet hätte. Wenn man Akkordeon und den dialektischen Gesang von Thomas „Domml“ Wöhrl mal gedanklich weglässt, hat man modern (Hard) Rock als Basis. Addiert man das dann wieder dazu und man kommt mit diesem Sound klar, kann man sich auf ein tolles, eingängiges Album mit vielen Hits freuen!

Gitarrist Markus „Mike“ Raps, der ein paar Songs gesanglich übernimmt, glänzt bei den ruhigeren und gefühlvolleren Tracks `Dahoam Am Land´ und `Alles Was Du Willst`, die an die Münchner Freiheiten denken lässt. Auch bei dem Bonustrack (und ein Geheimtipp der Band) `Weit, Weit Fort`, das in einer „Stub´n-Version“ noch mal neu aufgenommen wurde, zeigt Hr. Raps sein Talent für die richtige Stimmungslage. Wer party machen will, der schunkelt und singt bei `Heute Wern Ma Feiern`, `Ey-Oh!´ (super Single mit coolem Video!), `Auf Geht´s´, `Alles Klar An Der Bar` (das neu aufgenommen wurde, nachdem es 2015 nur als Single erschien) und `Sauhaufen` mit und euer Stimmungsbarometer wird nach oben steigen. Und wer es hart mag, inklusive coolem Crossover-Feeling, dem lege ich `Hexenschuss` und `Mannsbild` (der mich stellenweise an den H-Blockx Smasher `C´mon` erinnert) nahe. Super!

Das einzige was bei mir nicht so gut ankommt ist der Song `Blumenmädchen`, der sich doch etwas zu sehr an der Schlagermusik anlehnt, obwohl es durch den „Blümenmädchen – Komm zu mir!“-Einsatz (der growlig und cool geschrieen wird!) ein wenig davon abhebt.

Halten wir fest, dass mit „Ey-Oh!“ alles klar an der Bar ist und es eine tolle Platte für nicht nur Bergkirchweihen, Bierzelte und sonstige Feierlichkeiten ist, sondern auch eine Scheibe die einen Metalhead wie mich (und bestimmt auch „Schlager-Metal“-Hörern von Powerwolf, Sabaton, etc…) gefallen findet. Glaubt ihr nicht? Dann überzeugt euch selbst von der Qualtität von „Ey-Oh!“, während ich mein Exemplar zwischen meinen Trivium- und Trouble-Alben einsortieren werde. Fremdschämen? Ausgeschlossen!