The Count: Zero (2005) Book Cover The Count: Zero (2005)
Nadine Schmitt
Dark Wings
24.01.2005
www.thecount.de

Tracklist:

  1. Prelude
  2. Iq
  3. Plastik
  4. Tolerance
  5. Lost
  6. Ground
  7. Silence
  8. 00:30:00
  9. Sinus
  10. Lichtertanz
  11. Pulse
  12. The Latest Creation

The Count sind vier dynamische Jungs aus Koblenz, deren Musik nicht mit einem Wort zu beschreiben ist. Viel mehr vereinen sie sowohl Wave, Electro, Synthiepop und auch Gothic zu einer neuen Kreation von sinnlichen, rhythmischen und vor allem als Tanzmusik für die Clubs viel versprechende Songs.

„Zero“ heißt die neue Scheibe und bietet für alle Electro - Liebhaber jede Menge Ohrwürmer.

Neben den eingängigen Melodien darf man allerdings auch nicht die Texte vernachlässigen. Zum Beispiel „Plastik“ zeigt besonders gut die textliche Verworrenheit auf, die bei einigen Titeln zu finden ist.

„Sensation im scheinbaren Sein eines scheinenden Sterns
Denn er strahlt in das scheinbare Sein des verblendeten Nichts
Und sie lebt im multiorgasmischen Alptraum, feuert Freunde
Retten soll das Fieber und der Schmerz vor dem Nichts“

Klingt komplex, aber grade deswegen so gut.

Der wohl mitreißendste Titel des Albums ist „Lost“, bei dem deutsche und englische Textpartien sich abwechseln, wobei weibliche Vocals den deutschen Refrain-Part übernehmen. „Lost“ hat sich in meinen Ohren 100%ig als „Clubhit“ qualifiziert, wenn man es so sagen kann. Tanzbar, zum mitsingen geeignet und einfach sehr betörend.

„Sinus“ ist ein weiterer Song, der aufzeigt, wie abwechslungsreich die Musik von The Count ist, da hier auffallend die elektronischen Elemente eher hintergründig sind und Gitarre und Bass den Vortritt geben. „Sinus“ fährt zusammen mit „Silence“ von den Titeln noch am ehesten auf der Gothic-Schiene.

Der 10. Titel „Lichtertanz“ präsentiert noch mal alles, was die vier Künstler zu bieten haben. Auch hier fließt die Frauenstimme wieder mit ein und die Füße kann man dabei sicher kaum still halten. „Lichtertanz“ weist musikalisch ein wenig Ähnlichkeit mit BlutEngel auf, sowohl von der Verteilung der Stimmen her, als auch vom instrumentalen Stil.

Als Fazit bleibt mir nur zu sagen, dass The Count zwar wie schon erwähnt ohrwurmverdächtige Musik machen und mit Sicherheit in Zukunft auch in dem ein oder anderen Gothic-Club für volle Tanzflächen sorgen werden, allerdings erscheint mir zumindest „Zero“ nicht als ein Album, das ich mir für mich zuhause dauerhaft anhören könnte. Man möchte eben darauf tanzen und kann die Musik schlecht beim nebenbei Hören genießen.

Anspieltips sind die Titel „Lost“, „00:30:00“ und „Lichtertanz“.
Nicht allzu gelungen ist „Ground“, ein rein instrumentaler Song der aber gähnend langweilig ist.