The Ark: Prayer For The Weekend (2007) Book Cover The Ark: Prayer For The Weekend (2007)
Gun Supersonic
01.06.2007
www.thearkworld.com

Tracklist:

  1. Prayer for the weekend
  2. The worring kind
  3. Absolutely no decorum
  4. Little disfunk you
  5. New pollution
  6. Thorazine corazon
  7. I pathologize
  8. Death to the marthyrs
  9. All I want is you
  10. Gimme love to give
  11. Uriel

Aaaah da sind sie ja wieder. Meine Lieblings-Schweden. Nicht Mando Diao, nicht Europe und auch nicht The Cardigans. Nein, The Ark – meiner Meinung nach eine der interessantesten Bands, die Schweden hervorgebracht hat. Den Eurovision Songcontest haben sie leider nicht gewonnen. Zwar habe ich feste die Daumen gedrückt, doch war klar, dass Zuschauer des ESC keinen Geschmack besitzen und The Ark nicht weit kommen werden.

Hoffentlich werden sie jedoch mit ihrem neuen Album hierzulande endlich mal weit kommen. Verdient hätten sie es schon längst. Jedes einzelne Album dieser Band ist ein Juwel. Da startet man mit „We Are The Ark“, das fast schon ein kleines Musical ist und kommt dann zu „In Lust We Trust“ das mehr Indie angehaucht ist und so voll Glam steckt, dass sich der  Haarspraygeruch verbreitet, sobald man die Scheibe einlegt. „State Of The Ark“, der Vorgänger des aktuellen Albums, dann etwas 80er angehaucht bei dem man Assoziationen zu der ein oder anderen damaligen Band ziehen könnte. Bei dem letzten Album wünschte ich mir noch mehr Glam, bei „Prayer For The Weekend“ bekomme ich nun die volle Ladung entgegengeschmettert. Prachtvoll wie das Albumcover beginnt bereits der erste Song. Mit schönen Backgroundchören und einem Beat der Anfangs stark an Kylie Minogue erinnert. Aber zum Glück ändert sich das schnell. Durch und durch The Ark, ein gute Laune verbreitendes Lied mit ansteckendem Beat und Mitsing-Refrain. Natürlich darf auch das ESC Lied „The Worrying Kind“ nicht fehlen. Beim Contest leider nur Platz 18 und hier auf dem (wohlverdienten) Platz 2. Jetzt bricht die Partystimmung erst richtig aus!

Ein absoluter Glanzpunkt findet man bei „Absolutely No Decorum“. Okay, da ist vielleicht ein wenig vom Roadrunner stibitzt, aber das tut nichts zur Sache. Ein genialer Song! Dann wieder minimal wie bei „Let Me Down Gently“ bei „Little Dysfunk You“. Doch sogleich geht’s munter weiter. Auch ein fragwürdiges kinderliedartiges „Thorazine Corazon“ ist wieder dabei. Und wieder frage ich mich nach dem Sinn eines solchen Songs. Darum wird schnell weitergezappt und der Rest des gelungenen Albums gehört.

The Ark – nach wie vor stark Geschmackssache. Doch wer seinen Geschmack erweitern und etwas mehr Glamour in seinem Leben haben möchte sollte sich mal mit der Band auseinandersetzen. Nicht umsonst sind sie in ihrem Heimatland eine der größten Bands. Ich sage Feuer frei für die „Hairspray Revolution“!!!