Degial: Predator Reign (2017) Book Cover Degial: Predator Reign (2017)
Death Metal
24.11.2017
www.degialofficial.com

Tracklist:

  1. Predator Reign
  2. Thousand Spears Impale
  3. The Savage Covenant
  4. Crown Of Fire
  5. Devil Spawn
  6. Hellstorm
  7. Heretical Repugnance
  8. Annihilation Banner
  9. Triumphant Extinction
  10. Clangor Of Subjugation

Hölle, Hölle, Hölle! So könnte man das Drittwerk der Schweden Degial gut umschreiben (und nicht als Wolfgang Petry Hit...). „Predator Reign“ ist pures Höllenfeuer das in chaotischer, brutaler und brachialer Art alles niederbrennt. Kompromisse? Fehlanzeige. Rücksicht auf Verluste? Was ist das? Totale Zerstörung? Na, aber so was von!

Ich bin mir sicher, dass dieses Album (wie an der Band selbst auch) sich die Geister scheiden (weiterhin) scheiden werden. Entweder man liebt den an alte Morbid Angel tönenden Death Metal Sound, mit Mörderriffs und Killerbreaks, oder man kann nichts damit anfangen bzw. hasst ihn. Ich für meinen Teil liebe ihn zwar nicht, aber ich mag ihn. Genauer gesagt mag ich an „Predator Reign“ das sich viele Dinge sich erst nach mehrmaligen Hören erschließen. In diesen ganzen teils stumpfen Chaos (positiv gemeint!) lässt sich stets ein Energiefluss heraushören der für einen roten Faden sorgt. Das ist gar nicht mal so einfach! Es hilft auch, wie bei „The Savage Covenant“ der Fall, mit einem leicht melodischen, schwarz-angehauchten Gitarrenlead in den Song zu starten (was u.a. an Naglfar denken lässt). Oder das „Devil Spawn“ mit einem gemäßigten Tempo startet, aber dann in ein straightes, aber schön-brutales Drums Doublebass-Geknüppel übergeht (was gerade hier sehr stark an Morbid Angel erinnert). Das fetzt!

Wer sich aber noch unsicher ist, ob „Predator Reign“ für einen das Richtige ist, dem empfehle ich als Appetithäppchen zwei Songs: „Thousand Spears Impale“, das mit einem markanteren Refrain ausgestattet ist (und zu dem auch ein Video gedreht wurde) und „Annihilation Banner“. Lasst euch nicht von dem „rumpeligen“ Beginn irritieren, denn der Track fängt die Essenz der Scheibe hervorragend ein. Und das Gitarrenfeedback am Ende ist das i-Tüpfelchen dieser Kraft- und Machtdemonstration.

Halten wir fest, dass „Predator Reign“ nicht bei jedem auf große Euphorie stoßen wird. Es ist auch nichts für zarte Gemüter! Aber wer Freude an rigorosen Death Metal hat, der ist mit dieser Scheibe bestens bedient! Ein interessantes, boshaftes und detailreiches Werk, mit hang zur Langzeitwirkung wenn es sich einem erschlossen hat. Oder kurz gesagt: eine starke Platte!

P.S.: Optisch wurde das Album perfekt in Szene gesetzt mit einem Bild von Paolo Girardi, der in der Underground-Szene kein Unbekannter ist.

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Bei Mike handelt es sich im Einzelnen um allerhand mittelfränkische Verhandlungsmasse, ein wahrer Gentleman, ein wahrer Poet Den Löwenanteil seiner irdischen Sternzeit fristet Metalmike, wie wir ihn nennen, auf 49°17`60" N, 10°33`34" O in der Multi Media Abteilung eines Glücksgefühl-Sortimentas. In den 90ern war Gentlemicha der erste, der sich “Musik ist (mein) Leben!” auf die Pommesgabel hat tätowieren lassen, deswegen reichte das Taschengeld auch nicht für ‘ne Baumpatenschaft. Weil Metalmike jeden Tag einen Clown frühstückt, sperren wir ihn in der Regel statt Jack in die Box und füttern ihn für den Rest des Tages hauptsächlich mit Rock- und Metalscheiben, von Weichspülern bis hin zum richtig steilen Zeug à la Mgla, Lifelover und Co.