Deadstar Assembly: Blame It On The Devil (2015) Book Cover Deadstar Assembly: Blame It On The Devil (2015)
Standby Records
24.02.2015

Tracklist:

  1. Blame It on the Devil
  2. Overdose
  3. Filth
  4. Amulet
  5. Into Light
  6. Will Not Die
  7. Baptized by Fire
  8. Dirtier Than Sin
  9. Adorned in Thorns
  10. Devil's Reprise

Lange ist es her, dass man etwas von Deadstar Assembly gehört hat. Ich erinnere mich gar nicht mehr daran, wie ihr letztes Album „Coat Of Arms“ im Jahre 2010 klang. Umso besser, dann kann man frisch an die neue Scheibe – die es allerdings nur als MP3 Download gibt – rangehen. Naja ist ja auch die Zukunft, wenn nicht sogar die Gegenwart, doch ich persönlich steh immer noch darauf einen Silberling mit tollem Cover – welches bei Deadstar Assembly übrigens aus der Hand von Sänger Dearborn stammt – im Regal stehen zu haben. Der Mensch und die Nostalgie.

Das Album startet schon mal mit einem gelungenen Opener, der brachial daher kommt. Man kann sich auf Industrial-Metal vom Feinsten einstellen. Bei „Blame It On The Devil“ nach dem das Album auch benannt ist brettert förmlich ohne Vorwarnung ein Gewitter von Gitarren, Drum und Keyboards los. Ebenso das folgende „Overdose“ beginnt mit harten Drums von Drummer Kriz D.K.. Die Strophen werden dann melodiöser mit bekannt klingenden Gitarrenläufen von Gitarrist Dreggs und der Refrain löst sich in einem melodischen Ohrwurm auf. Das Lied erinnert mich ganz entfernt an Sonic Sydicate ohne Double Bass und Industrial-lastiger – und vielleicht ist das gut so, denn es setzt sich auf jeden Fall im Gehörgang fest und man ist hochmotiviert mit zu singen. Mit „Filth“ wird es dann wieder eine Spur härter, die Nackenmuskeln machen sich schon mal für Headbanging bereit und die Stimmbänder bereiten sich auf Mitgeschreie vor, denn der Song stachelt den Hörer an und spätestens der Refrain lädt erneut dazu ein mit zu schreien.

Einen schönen Einstieg in „Amulet“ haben wir Keyboarder Mubo zu verdanken. Ein energiegeladener Song, der perfekt harte Metalelemente mit melodischen Parts mischt. Sehr überzeugend und mit Sicherheit einer der hitverdächtigsten Songs der Scheibe.

Als Ballade könnte man das folgende „Into Light“ fast bezeichnen… zumindest im Vergleich mit den übrigen Songs von Deadstar Assembly. Leidenschaftlich und doch mit einer gewissen Härte, die man natürlich auf dem ganzen Album nicht vermissen wird, zeigt der Song die bislang softeste Seite der Band. Es steht ihnen überraschend gut. Doch da es nicht ganz mein Stil ist, bin ich froh als „Will Not Die“ wieder ordentlich losprescht. Und auch hier gibt es wieder ganz wunderbare 80ies Keyboardklänge, die einen mitreißen und sogar zum tanzen zwingen. Ebenfalls bei „Dirtier Than Sin“ geht das Keyboard richtig ins Ohr. An was erinnert es mich nur? Wem es einfällt, der kann sich gerne bei mir melden. Jedenfalls ein klasse Song mit harten Vocals und einer genialen Kombination der Instrumente.

Mit dem Song, nach dem ursprünglich das Album benannt werden sollte, neigt sich das Album dem Ende zu. „Adorned In Thorns“ steht den vorangegangenen Songs in nichts nach. Die Band hat ganze Arbeit geleistet. Keine Zeit durch zu atmen, keinerlei Längen und fast nur hitverdächtige Ohrwürmer – das soll mal einer nachmachen. „Devil Reprise“ stellt das Outro dar, das nahtlos wieder in das Intro des ersten Songs der Scheibe einleitet.

Deadstar Assembly taten gut daran sich so lange Zeit zu nehmen für ihr neues Album. Eine perfekte Mischung ist entstanden und wenn die Marketingmaschine richtig bedient wird, könnte es ein richtiger Hit werden. Ich kann mich nicht entsinnen, dass Deadstar Assembly jemals richtig groß waren in der Schwarzen Szene Deutschlands, doch ich finde dass es höchste Zeit dafür ist!

Anspieltipps:

  • Amulet
  • Dirtier Than Sin