Start Specials Most Wanted: Theas musikalischer Rückblick (2025)

Most Wanted: Theas musikalischer Rückblick (2025)

Zumindest was Alben angeht war 2025 ein starkes musikalisches Jahr für mich. Kaum eine Woche verging ohne mindestens eine wirklich gute Neuveröffentlichung. Was Konzerte oder Festivals angeht wäre für mich persönlich allerdings Luft nach oben gewesen, aber manchmal kommt einfach das Leben dazwischen. Dennoch gab es wieder einige Perlen, vielleicht auch da, wo man sie erstmal nicht vermutet. Hier meine Top 3:

Album des Jahres: Ditz – Never Exhale

Ditz (Foto: Thea Drexhage bs! 2025)

Als Ditz im Januar Never Exhale auf den Markt geworfen haben, hatte ich schon die Vermutung, dass das meine Platte des Jahres werden könnte und so kam es dann auch, wenn auch dicht gefolgt von No One Was Driving The Car von La Dispute. Gewonnen hat sie vermutlich nur, weil ich das Material schon live erleben durfte, während ich bei La Dispute noch bis zum nächsten Jahr warten muss. Kennengelernt habe ich Ditz vor ein paar Jahren beim Watt En Schlick Fest und sie haben mich sofort gefesselt. Der Sound von Never Exhale ist eine organische Weiterentwicklung der Vorgängerplatte, die sich genug unterscheidet, um nicht langweilig zu sein, aber gleichzeitig genau den trockenen und dreckigen Sound liefert, wie ich ihn bei der Band lieben gelernt habe. Dreht sich bis heute regelmäßig auf meinem Plattenteller.
Honorable Mentions: Herrenmagazin, Turnstile, Jule, Pabst, Heisskalt, Deafheaven, Kochkraft durch KMA, Tigeryouth, Florence & The Machine, AFI, Turbostaat, Tom Smith und wirklich noch ganz viele andere.

Konzert des Jahres: Love A im Eisen Bremen

Love A (Foto: Thea Drexhage bs! 2025)

Ich habe in diesem Jahr wieder einige tolle Shows sehen dürfen. Eine ganz besondere war dabei für mich Love A im Eisen. Love A Konzerte und ich, das war bisher immer so eine Sache. Absagen, Pandemien, Verschiebungen, eigene Krankheit: das hat einfach nie gepasst. Als ich mich dann noch mit der Kamera in die ausverkaufte Show im wunderbaren Eisen quetschen durfte, war das eigentlich der beste Love A-Einstand, den ich haben konnte. Eng, dunkel, schwitzig, laut. Der Fluch war endlich gebrochen. Das Konzert natürlich irre gut. Die Fenster waren offen, draußen im Viertel sammelte sich das Publikum auf dem Gehweg und regelmäßig konnte man auch neugierige Vorbeigehende anhalten sehen. Sowas ist einmalig. Ich hoffe, mit Love A klappt’s in Zukunft öfter. Gern wieder im Eisen, denn andere Clubs dürften es schwer haben, da mitzuhalten.

Festival des Jahres: Fair Weather Fest

Phantom Bay (Foto: Thea Drexhage bs! 2025)

Bleiben wir in Eisen-Nähe. In Bremen gab es im vergangenen Jahr ein Debüt: Das Fair Weather Fest. Ein kleines, feines Punkrock und Hardcore Festival im Herzen Bremens. Zwei Tage voller richtig spannender Acts aus Subkulturen, die in den letzten Jahren nicht ganz so oft eine Bühne geboten bekommen haben – zumindest in meinem Dunstkreis. Aber derzeit scheint es diesbezüglich ja eine kleine Renaissance gegeben zu haben. Dresden hat das Farewell Youth Fest und Berlin zieht gerade Berlin Breakout hoch. Und auch in Hamburg tut sich was. Das Besondere in Bremen: das Festival fand in verschiedenen Läden des Viertels statt: Calavera, Lagerhaus, Lila Eule sowie den Special Locations Eisen, Black Plastic und Titus. Das war eine runde Nummer mit einem rundum gelungenen Line-Up. Mir selbst waren viele Namen auf dem Plakat unbekannt, aber ich wurde jedes einzelne Mal positiv überrascht. Yeahrs, Emperor X oder Fume Tea Heather haben mich nachhaltig beeindruckt. Auch für 2026 wurde eine neue Ausgabe angekündigt und das Line-Up verspricht schon jetzt Großes.

Musikalischer Vorsatz:

Mehr. Mehr Konzerte von vor allem unbekannten Bands. Mehr Festivals, vor allem kleine, die in denen Herzblut drinsteckt. Mehr Neues entdecken und vor allem endlich den verf***en Streaminganbieter wechseln und die Künstler*innen eben dort unterstützen, wo es was bringt: Vinyl, Konzerte, Merch.

Als Teil unserer Beitragsreihe Reingehört haben unsere Redakteur*innen Monat für Monat ihre Lieblingssongs in unserer Spotify Playlist bs! Songs of 2025 gesammelt und daraus einen zufällig ausgewählten Song am Ende des Monats kurz und knapp reviewt.

Die Top 3 Songs des Jahres 2025 von Thea sind:

  1. Messer – Fjørt
  2. Wut – Jule & Tigeryouth
  3. Heathen – Deafheaven

Wenn ihr Wissen wollt was unsere Redaktion dieses Jahr sonst so gehört und gefeiert hat dann schaut gerne in die anderen Jahresrückblicke unserer Redakteur*innen rein oder checkt unsere Spotify Playlist  bs! Songs of 2025 mit allen Lieblingssongs 2025 aus.

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