Die Küchwaldwiese in Chemnitz hat sich innerhalb nur einer Woche zu einem spannenden neuen Schauplatz für große Live-Events entwickelt. Erst am Mittwoch zuvor eröffnete Bryan Adams den Open-Air-Sommer an diesem Ort – und nun folgte Sido mit seiner großen Jubiläumstour. Für die Küchwaldwiese war es erst das zweite Konzert überhaupt, und viele Besucher hoffen jetzt schon, dass diese Location auch im nächsten Sommer wieder für große Open-Air-Shows genutzt wird.
Perfekte Organisation und entspannte Atmosphäre
Schon beim Einlass zeigte sich, wie reibungslos alles ablief. Freundliches Sicherheitspersonal, klare Wegführung, zügige Kontrollen und gut platzierte Food- und Getränkestände sorgten für einen stressfreien Start in den Abend. Die weitläufige Wiese bot reichlich Platz und freie Sicht auf die Bühne – egal, ob man im vorderen Bereich oder weiter hinten stand.
Warm-up mit Estikay

Bevor Sido die Bühne betrat, sorgte Estikay als Voract für die richtige Betriebstemperatur. Mit seinen Beats und seinem entspannten Flow holte er die Menge sofort ab. Lockerer Wortwitz, Publikumsinteraktion und ein souveräner Auftritt machten ihn zum perfekten Opener dieses Abends.
Sido – Eine Reise durch 25 Jahre Musikgeschichte
Das Konzert begann mit begann einer musikalische Zeitreise. Zwischen den Songs liefen auf der großen LED-Leinwand Video Einspieler, die die Entwicklung des Künstlers in den vergangenen 25 Jahren nachzeichneten: von den wilden Anfangstagen bei Aggro Berlin über Charterfolge und Kontroversen bis hin zu seinem Status als eine der einflussreichsten Stimmen im deutschen Rap. Um 19:45 Uhr ging das Licht aus, der Bass setzte ein – und Sido betrat als sein altes Aggro-Berlin-Ich mit der legendären silbernen Totenkopfmaske die Bühne. Die ersten Songs performte er genau so, wie viele Fans ihn Anfang der 2000er kennengelernt hatten: kompromisslos, roh und mit voller Energie. Erst nach einigen Tracks legte er die Maske ab, um die musikalische Reise durch seine Karriere ohne sie fortzusetzen.
Von „Mein Block“ und „Mama hat gesagt“ über emotionale Momente bei „Bilder im Kopf“ bis zu aktuellen Hits spannte er einen Bogen über ein Vierteljahrhundert Musik. Die Chemnitzer sangen lautstark mit, feierten jede Ansage und machten die Wiese zu einem einzigen Meer aus Händen. Ein Song war das Konzert lang immer wieder Thema und da es sich die Menge mehrfach mit einem lauten „Dada dadaaaada“ gewünscht hat, schloß Sido sein Konzert mit dem beliebten Arschfi*** Song ab. Die Bühnenshow war gut inszeniert: ein klarer, druckvoller Sound, präzises Lichtdesign und ein Bühnenaufbau, der auch aus der Ferne beeindruckte. Man spürte, dass hier alles Hand in Hand lief – Künstler, Crew und Location bildeten eine perfekte Einheit.
Fazit
Mit nur zwei Konzerten hat die Küchwaldwiese ein starkes Debüt als Open-Air-Location hingelegt. Nach Bryan Adams’ rockigem Auftakt und Sidos energiegeladener Rapshow wünschen sich viele Besucher, dass es im Sommer 2026 hier wieder hochkarätige Open-Air-Events geben wird.
Galerien (by Lydia Weise bs! 2025)
Estikay (10.08.2025, Chemnitz)
Sido (10.08.2025, Chemnitz)
Setlist :
(einige Songs wurden als Medley kurz angespielt)
1. 25 Jahre Special Video (vom Band)
2. Steig ein!
3. Mein Block
4. Goldjunge
5. Strassenjunge
6. Halt dein Maul
7. Meine Jordans
8. Hey du!
9. Sido Zusammenfassung der letzten Jahre (vom Band)
10. Bilder im Kopf
11. Ackan
12. Fuffies im Club
13. Löwenzahn
14. Augen auf
15. Leben vor dem Tod
16. Der Himmel soll warten
17. Melatonin
18. Du musst auf dein Herz hören
19. Mein Testament
20. Wie Papa
21. Ein Teil von mir
22. Mama ist stolz
23. Gar nicht mal so glücklich
24. Ja man
25. Masafaka
26. Das Buch
27. Westberlin
28. 2002
29. Leere Hände
30. Geschlossene Augen
31. Follow (Cover von Kontra K)
32. Monet
33. 30-11-80
34. Schöner Tag
35. Mama hat gesagt
36. Ne Leiche
37. Carmen
38. Medizin
39. Liebe
40. Mit dir
41. Tausend Tattoos
42. Astronaut
Zugabe:
43. Schlechtes Vorbild
44. Arschficksong