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Dawn Of Ashes: Scars Of The Broken (2022)

Dawn Of Ashes: Scars Of The Broken (2022)
Dawn Of Ashes: Scars Of The Broken (2022)
Industrial
Artoffact / Cargo
18.03.2022
https://www.instagram.com/dawnofashesofficial/

Tracklist:

  1. Torn Inside
  2. Love is Asphyxiation
  3. The Despondent Hole
  4. EMDR
  5. Bane of Your Existence
  6. (Limbo) Numb
  7. It Comes in Waves
  8. Heart Beats Cold
  9. Turn It Shallow
  10. Scars of the Broken
  11. The Antidote
  12. (Ascending) Catharsis

Aus L.A. kommt eine düstere brodelnde Wolke Musikgewalt rübergeschwappt. Die Industrial Band Dawn Of Ashes, die seit 2001 besteht - eine kurze Trennphase mal beiseite gelassen - liefert mit dem Album „Scars Of The Broken“ ein bedrückendes Industrialwerk.

Beginnend mit einem beklemmenden und verstörenden Intro, in dem ein schwerer Soundvorhang mit weiblichen Schreien ein Horror-Szenario hervorruft. Zu gut um weg zu zappen, doch das Leid das dieses Intro vermittelt ist nichts für schwache Gemüter.

Die Band hat sich auf dunkelst-schwarze Themen spezialisiert: schockierende Bilder, bösartige Inhalte und Themen aus dem Okkultismus werden in elektronischem Gewand wiedergegeben. Man kann diese Themen durch den Sound regelrecht spüren und fast schon greifen. Electro-Industrial as it’s best! Stampfende Beats und E-Keys stehen neben dem verzerrten Gesang im Vordergrund. Mal brachial nach vorn, mal atmosphärisch und stets mit Gänsehauteffekt. Die düsteren Klänge und Texte ziehen den Hörer in einem dunklen Sog nach unten in die Tiefen der Dawn Of Ashes Welt. Schwer, bedrückend, beklemmend: man muss in der Stimmung sein und das Album zu nehmen wissen, sonst kann es die Laune schnell ganz tief in den Abgrund mit ziehen.

„Scars Of The Broken“ geht stark in Richtung Aggro-Tech / Electro-Industrial. Langsamere Songs, die eine bedrohliche Stimmung aufbauen und schwer wiegen, dominieren das Album und werden nicht die Massen auf die Tanzfläche ziehen. Doch das Werk besitzt starken Soundtrack Charakter. Fans von Horrorfilmen und Endzeitstimmung, sowie von Bands wie Hocico oder Suicide Commando kommen hier voll auf ihre Kosten.

Die Atmosphäre, die Dawn Of Ashes in ihrem Album schaffen, bannt und hypnotisiert, doch ein paar tanzbarere Songs mit ein paar knackigen Metalriffs wären wünschenswert gewesen. Ansonsten: eine bezaubernde Dunkelwelt!

Genießen - aber mit Vorsicht!

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