Start News Preview: M’era Luna Festival 2016: Das Line-Up ist komplett! (13.+14.08.2016, Hildesheim)

Preview: M’era Luna Festival 2016: Das Line-Up ist komplett! (13.+14.08.2016, Hildesheim)

Within Temptation (Foto: Torsten Volkmer bs!)

Schwarzkittel, versammelt euch!

Wie in jedem Jahr verlangt Hildesheim… und sie erscheinen zu Hauf. Als eines der erfolgreichsten Festivals der schwarzen Szene zeigt sich auch in diesem Jahr das Mera Luna mit einem abwechslungsreichen Programm. Das inzwischen komplettierte Programm hat mit Within Temptation und The Sisters Of Mercy zwei gute Bekannte auf dem Programm. Diese Headliner und acht weitere Acts boten einen facettenreichen Nachschlag, der für jeden Anhänger der schwarzen Szene einen Leckerbissen parat hält!

Mera Luna Logo

Foto: © Torsten Volkmer bs!

An der Spitze stehen mit Eisbrecher wahre Pioniere der Neuen Deutschen Härte, die mit ihrem aktuellen Album „Schock“ einen sensationellen Einstieg auf Platz 2 der Deutschen Albumcharts feierten. Das M’era Luna Publikum darf sich auf ein wahrhaft gewaltiges Liveerlebnis freuen, wenn das Quintett rund um Sänger Alexander „Alexx“ Wesselsky die Bühnenbretter entert!

Des Weiteren gibt es mit Hämatom und Heldmaschine hochkarätigen Nachwuchs der härteren Gangart zu bestaunen. Auch Freunde der elektronischen Einflüsse kommen nicht zu kurz und dürfen sich auf Auftritte von Chrom und Me The Tiger freuen. Abgerundet wird die heutige Ankündigungswelle durch den düster-tanzbaren Rock von Ewigheim, dem opulent-eingängigen Gothic Metal von Aeverium, die 2014 den M’era Luna Newcomer-Wettbewerb gewonnnen haben, und dem vor Hits strotzenden Dark Rock von Erdling.

Foto: Torsten Volkmer

Alle bestätigten Bands:

Within Temptation | The Sisters Of Mercy | Lacrimosa | In Extremo | VNV Nation | | Eisbrecher | Apocalyptica | The Lord Of The Lost Ensemble | Faun | Diary Of Dreams | Oomph! | Combichrist | IAMX | Hocico | Die Krupps | Suicide Commando | Lacrimas Profundere | Letzte Instanz | [:SITD:] | Zeromancer | Diorama | S.P.O.C.K. | Gothminister | Stahlmann | Cassandra Complex | Beborn Beton | Noisuf-X | Centhron | Rabia Sorda | Hämatom | Agent Side Grinder | Heldmaschine | A Life Divided | Chrom | Me The Tiger | Ewigheim | Aeverium | Erdling

Mera Luna (Foto: Torsten Volkmer)

Tickets:

Kombitickets für das M’era Luna sind für 94,- € inkl. VVK-Gebühr und 5,- € Müllpfand erhältlich. Besucher, die in einem Wohnmobil, Wohnwagen oder ähnlichem Gefährt anreisen, benötigen zur Zufahrt zum eigens reservierten WoMo-Parkplatz eine WoMo-Reservierung. Diese gibt es ausschließlich online über die Festivalseite und beim telefonischen Kartenservice und sie kostet 10,- € pro Fahrzeug.

Mera Luna Besucher (Foto: Jessica Schulz)

Hochkarätige Headliner, die besondere Atmosphäre, die kurzen Wege, der Mittelaltermarkt oder auch die extravagante Modenschau locken Jahr für Jahr bis zu 25.000 extravagant gekleidete Fans aus aller Welt an.

Alle Bands kurz angerissen:

Aeverium
Aeverium kehren zurück zu ihren Wurzeln. 2014 wurden sie zum M’era Luna Newcomer gewählt und durften somit den Samstag auf der Main Stage eröffnen. Seit dem ist viel passiert, das Debüt-Album „Break Out“ der Gothic Metal Band aus Viersen erschien und der Weg nach oben ist ihnen offen. Sängerin Aeva Maurelle und Shouter Marcel „Chubby“ Römer ergänzen sich zu einer gelungenen Komposition, die das richtige Maß zwischen opulentem Auftritt und gezielter Offensive findet. Der Zuschauer wird damit in Mark und Bein getroffen – auch, wer sich sonst eher in etwas softeren Breiten zu Hause fühlt, sollte hier aufmerksam hinhören. Aeveriums Zeit ist angebrochen und wird mit Sicherheit noch lange andauern.

Mera Luna Besucherinnen (Foto: Jessica Schulz)

Agent Side Grinder
Stellt Euch vor, Ihr würdet Eurer 8Bit-Konsole den Odem des Lebens einhauchen, ihm dabei zusehen wie ihm 2-3 Mal das Herz gebrochen wird und der daraufhin anfängt Musik zu machen. In Agent Side Grinders Musik fließt so viel Synthpop-Charme, melodiöse Melancholie und intelligent halbdigitales Songwriting ein, dass jeder Fan von den Einstürzenden Neubauten bis hin zu Kraftwerk erstaunt Aufhorchen wird. Die fünf Schweden wissen nicht nur, wie man den geneigten Elektropop-Hörer akustisch um den Finger wickelt, sondern auch mit kompositorischer Finesse zu entzücken. Liebe Freunde, so beeindruckend kann ein Newcomer, gekürt durch den Moonlight on Nordics Wettbewerb beim dänischen SPOT-Festival, klingen! Möge den Schweden eine schillernde Zukunft bevorstehen, die sie regelmäßig in unsere Gefilde führt!

A Life Divided

„The ringing of your laughter, it sounds like a melody. To once forbidden places, we’ll go for a while…” sangen einst Alphaville im Jahre 1984. 26 Jahre später ließen A Life Divided den von Synthesizern geprägten Song wieder aufleben und umschlossen diesen auf ihre eigene Art und Weise. Ein bisschen brachial hier, ein bisschen melancholisch wiederum dort und ein wenig melodisch – wie im Coversong von Alphaville, der heute zu den Klassikern von A Life Divided gehört – diese Mischung macht Sänger Jürgen Plangger und seine Mistreiter aus. Nachdem sie bereits Szenegrößen wie Apocalyptica und Oomph! live unterstützten, bestreiteten A Life Divided 2015 ihre erste eigene Tournee und auch wenn man sie in Anbetracht ihres Gründungsjahres 2003 nicht mehr als Newcomer bezeichnen kann, steht dieser Band eine strahlende Zukunft bevor.

Apocalyptica

Apocalyptica (Foto: Olaf Räwel bs!)

Apocalyptica sind zurück! Nach 7 Alben und über 1000 Konzerten in mehr als 50 Ländern wollen es die „Cello-Rocker“ aus Finnland noch einmal wissen und veröffentlichen 2015 nicht nur ein neues Studioalbum, sondern begeben sich darüber hinaus auf große Welt-Tournee. Auch nach 21 gemeinsamen Jahren ist die Band nach wie vor hungrig auf das gemeinsame Musizieren und Touren. Was zunächst als Freizeitspaß für vier Cello-Schüler mit einer Vorliebe für Metallica-Songs startete, ist mittlerweile zu einer der erfolgreichsten finnischen Bands aller Zeiten geworden. Das liegt auch daran, dass ihre Musik für jeden etwas parat hält: Auf ihren Konzerten tummeln sich Oma und Enkelkind neben Krawattenträgern, Punks, Metalheads und Klassikfreunden. Doch vor allem eines sind Apocalyptica: wahre Klangpoeten des Untergangs, virtuose Chronisten der Melancholie und Vordenker der elegant vertonten Apokalypse.

Beborn Beton
Lange Zeit war es ruhig um Stefan Netschio und seine Kollegen von Beborn Beton. Seit 2000 hat sich die Elektroband hauptsächlich der Erarbeitung von Remixen gewidmet, unter anderem für Wolfsheim, Camouflage und Apoptygma Berzerk. Außerdem traten sie eine Tour durch die USA an. Auch wenn viel Herzblut und Eigeninitiative in dieses Projekt flossen, auf neuen, eigenen melancholischen Elektropop von Beborn Beton mussten die Fans lange Zeit warten. Nun wurden diese Erwartungen erfüllt, mit „A Worthy Compensation“ ist ein Glanzstück gelungen, das darauf brennt, live präsentiert und gehört zu werden. Synthie, der sofort ins Ohr und die Beine geht. Auf geht’s!

Cassandra Complex
Rodney Orpheus; ein Name, der Bände spricht. Seit mittlerweile 33 Jahren bewegt sich Orpheus Formation Cassandra Complex erfolgreich zwischen Industrial, Punk und Wave, wobei eben genannter Frontsänger das einzig verbliebene Gründungsmitglied ist. Magie und Okkultismus sind eines der Hauptthemen, die von Cassandra Complex seit Beginn ihres Schaffens behandelt werden. Rodney Orpheus ist bekennendes Mitglied des Ordo Templi Orientis, einer esoterischen Gemeinschaft, was den oft gar poetischen Stil der Band stark beeinflusst. Ende 2015 dürfen wir uns auf neues Material von Cassandra Complex freuen – das erste seit dem Album „Wetware“, welches zur Jahrtausendwende erschien – und sind gespannt, in welche Sphären diese einzigartige Band uns dieses Mal entführen wird.

Mera Luna Besucherin (Foto: Jessica Schulz)

Centhron
Mastermind Elmar Schmidt und seine Weggefährten Markus Vogler und Anette Schmidt haben im Laufe ihrer Bandgeschichte schon einige Höhen und Tiefen mitgemacht. Diverse Mitgliederwechsel und der zwischenzeitliche Ausstieg von Anette oder Kritik aufgrund ihrer oftmals schamlosen Texte gehören genauso dazu, wie eine Tour mit den Veteranen von Suicide Commando direkt nach der in Eigenproduktion entstandenen Debüt-CD. Musikalisch zeichnen sich Centhron durch eine besondere Art von tönendem Sprechgesang aus, der mit tanzbaren Basslines unterstrichen wird. Ihr Bezug zur SM-Szene wird dabei besonders durch ihre Outfits deutlich, die jede Liveshow zu einem einzigartigen Spektakel werden lassen.

Chrom
Christian Marquis und Thomas Winters gründeten Chrom, nachdem sie nach langjähriger Bekanntschaft ihre gemeinsame Vorliebe für knallige, tanzbare aber gleichzeitig melodische Electro-Sounds entdeckt hatten. Seitdem steht Chrom für eine knallige Synthese aus Synth Pop, EBM und Club-Electro. Will heißen: satte Beats und durchdringende Bässe, alles ganiert mit Ohrwurm-Melodien. Chrom verstehen es den Synthiepop der 80er ebenso aufleben zu lassen, wie sie es schaffen, ihrem Sound die nötige Menge Rohheit beizumengen. Join the Movement!

Combichrist

Combichrist (Foto: Torsten Volkmer 2016 bs!)

Andy LaPlegua feuert mit Combichrist nun seit mehr als zehn Jahren aus allen Rohren, die das Genre zwischen Aggrotech, Rhythm ’n‘ Noise und Industrial zu bieten hat. Noch immer scheint für das Schaffen des Quintetts das Ende der kreativen Fahnenstange nicht erreicht zu sein. Da wird mit Melodien (ja, Melodien) experimentiert, dort zischt ein Dubstep-Beat an einem vorbei und im nächsten Moment sägt einem die nächste verschrobene Synth-Fläche in das Tanzbein. Eines ist klar: Im Gegensatz zu einigen Mitstreitern in seinem Genre hat LaPlegua keinen Gefallen an ewigen Wiederholungen, eindimensionalen Songstrukturen und Preset-Sounds aus der Dose gefunden. Combichrist nimmt man die Wut, die Verzweiflung und Morbidität, der sie sich als Stilmittel bedienen wirklich ab. Combichrist ist die Apokalypse auf ganz hohem Niveau!

Diary Of Dreams

Diary Of Dreams. Foto: Torsten Volkmer ©bs!

Das Grundgefühl kommt einem schon ungewohnt bekannt vor – fast, als würde es zur Menschheit fest dazu gehören. Und doch scheint es sich in den letzten Jahren zunehmend zuzuspitzen: Wenn man sich in der Welt so umschaut, kann man doch eigentlich emotional nur abstumpfen und verkümmern oder komplett verzweifeln. Krieg, Zerstörung, Fanatismus, Egoismus, Leid und Trauer, soweit das Auge reicht. Jeder kämpft für sich und seine Interessen. Das große Ganze bleibt wie immer auf der Strecke. Und genau darum geht es bei Diary Of Dreams. Es geht düster und brachial zu. Mit Bombast wird nicht gespart. Groß und mächtig stampfen düstere Rhythmus-Bollwerke gegen massive Gitarrenwände an, während elektronische Soundwände Adrians Hates charismatischen Gesang durch die Kompositionen tragen. Aber auch die gewohnt melodisch-melancholischen Synth-Hymnen dürfen ebenso wenig wie die tiefgängigen Balladen nicht fehlen. Und so ist ihr Werk genau, wie es sich von Diary of Dreams wünscht: mächtig, melancholisch, wütend, mitreißend und nachdenklich!

Diorama
Nur wenige Bands wählen einen Namen, der so treffend zu ihrer Musik passt wie das Quartett rund um Kreativkopf Torben Wendt, denn genau wie beim dreidimensionalen Landschaftsmodell kommt man beim Sound von Diorama mit nur einer Dimension nicht sehr weit. Vielschichtiger Synthpop paart sich hier mit melodiöser Melancholie und eindringlicher Elektronika. Diorama sind eine musikalische Welt für Hörer, Tänzer und Denker gleichermaßen. Zuckersüße Melodien überziehen einen filigran-ausgetüftelten rhythmischen Unterbau, der Fans von Trent Reznor genauso in Entzücken versetzt wie Aficionados von klanglicher Opulenz á la Depeche Mode oder Muse: Spannend und intensiv, filigran und eindringlich.

Eisbrecher
Das Album „Schock“, welches Eisbrecher kürzlich veröffentlichten, spricht Bände für die Art Liveerlebnisse, die Alexx Wesselsky, Noel Pix und ihre Mitstreiter bieten. Natürlich im positiven Sinne, denn die Pioniere der Neuen Deutschen Härte zaubern aus jedem Konzert aufs Neue ein besonderes Ereignis. Frontsänger Wesselsky, der dank seiner Aktivitäten abseits der Band auch dem ein oder anderen Autointeressierten bekannt sein dürfte, hat immer einen Witz auf den Lippen und scheut den Kontakt mit seinen Fans nicht – so ließ er sich beim M’era Luna Festival 2012 von ihnen auspeitschen. Humor und Ernst halten sich so die Waage, dass einzigartige Shows garantiert sind, bei denen mit voller Kraft mitgesungen und getanzt werden darf.

Erdling
Hart, dunkel, ehrlich. Erdling finden scheinbar mühelos die perfekte Balance zwischen dicken Gitarrenwänden, finster angehauchter Emotionalität, hymnischen Ohrwurm-Melodien und einem geschickten Wechselspiel aus Pathos und Modern-Metal-Gewitter! Seit 2014 bringen Erdling das schwarze Lager der Musikwelt mit ihrem anspruchsvollen Dark Rock zum Erzittern und sorgen mit metaphorisch gut durchdachten Texten für nachdenkliche Momentaufnahmen, bevor der nächste Sturm losprescht! Der ungestüme Charme der Songs überträgt sich nahezu nahtlos auf die vor Energie strotzenden Live-Auftritte der Formation rund um Sänger und ex-Stahlmann-Gitarristen Neill Devin. Schnallt Euch besser an, denn Erdling stehen mit ihrer gnadenlosen Hit-Maschinerie bereit, sich in Eure Gehörwindungen zu fräsen!

Ewigheim
Ewigheim sind weit mehr als nur einfache Unterhaltung! Bereits seit 1999 vermeiden es Yantit (Eisregen), Allen (The Vision Bleak) und Schwadorf (The Vision Bleak, Empyrium) erfolgreich sich dem allgegenwärtigen Zeitgeist zu unterwerfen und veröffentlichen Alben mit unverwechselbarer Identität. Ob Bombast, Doom, Ballade oder elektronisch versetzter Rock: Ewigheim brechen mit verbrauchten Hörgewohnheiten und fördern mit ihrer Musik das Unerwartete. Unbeeindruckt und dickköpfig wie ein altes Rind prescht das Trio an den Tellerrand der Szene und saugt wissbegierig Inspirationen auf, welche in wuchtig inszenierten Hymnen gipfeln – gerne mal düster, noch viel lieber tanzbar!

Gothminister
Eigentlich ist Bjørn Alexander Brem ja Rechtsanwalt, aber seine wahre Passion liegt woanders. Brem ist Kopf, Vordenker und Frontmann von Gothminister aus Oslo. Was das bedeutet? Das bedeutet, voluminöse Metal-Riffs stampfen erbarmungslos nach vorn, breite Bass-Sequenzen wummern, Shuffle-Beats tuckern – und der Meister gleitet gesanglich versiert aus tiefsten Oktaven-Verliesen hinauf in höhere Rock-Lagen. Strophen rhythmischen Sprechgesangs werden von faszinierenden Refrain-Ohrenöffnern abgelöst, vermischen sich mit mitreißendem Songwriting und herauskommt der unverwechselbare Gothrock-Leviathan von Gothminister.

Hämatom
2004 nach einer gemeinsamen Session im Kellergewölbe gegründet, stand für Hämatom von Anfang an fest, dass sie andere Wege einschlagen wollen und sich als Gesamtkonzept abseits der üblichen Metalpfade sehen. Als logische Konsequenz davon haben die vier Akteure Masken und die Himmelsrichtungen als Pseudonyme, um nicht durch weltliche Namen und ihr Aussehen von der Musik und ihrer Visualisierung abzulenken. Hämatom haben über die Jahre hinweg ihren eigenständigen Sound immer weiter verfeinert und gepaart mit den direkten Lyrics und der einzigartigen Stimme von Sänger Nord einen festen Platz in der schwarzen Szene erspielt, wovon die intensiven Live-Shows ein eindrucksvolles Zeugnis ablegen!

Heldmaschine
Ursprünglich als Rammstein-Coverband gegründet, machen die fünf Koblenzer seit 2011 als Heldmaschine ihre eigene Musik. Schon zwei Jahre nach ihrem Neuanfang galten sie damit als „größte Neuentdeckung der Neuen-Deutschen-Härte-Szene“. Nach erfolgreichen Tourneen, ließen die Herren von Heldmaschine 2015 ihr neuestes Album ‚Lügen‘ auf die Menschheit los. Das Ganze präsentierte erstmals den neuen Heldmaschine-Sound, der die stilistischen Fesseln von NDH sprengte und stattdessen unerwartete Querverweise aus Elektropop und Alternative Metal liefert, ohne dabei die gewohnte und geliebte Härte ihrer Musik vermissen zu lassen. Wie dieser neue Sound live klingt, können ihre Fans im Sommer erleben, wenn sie wieder die Festivalbühne stürmen.

Hocico
Dunkel, episch, zersetzend. Hocico sind wie Säure auf rostigem Metall, wie Dynamit im Gebäudefundament und wie ein lebendig gewordener Albtraum. Morbide Traumgebilde schälen sich gemächlich aus einer Wolke von pluckernden Percussions, hart sägenden Beats und apokalyptischen Vocal-Ansagen, bis reibende Synthie-Flächen alles in sich aufsaugen. Stoisch und noisig kommen Hocico daher – kein Wunder, dass die Mexikaner mit ihren 20 Jahren Bandgeschichte noch immer zur Speerspitze des modernen Industrial gehören. Nie stehen die rostigen Zahnräder still, die Mastermind Erk Aicrags Schaffen vorantreiben und es ist erstaunlich, wie er neben dem ebenfalls opulenten post-Punk-Projekt Rabia Sorda zu solchen akustik-Monstern fähig ist. Aggrotech at its finest!

IamX (Foto: Kristin Hofmann)

IAMX
Es gibt Bands, bei denen es nicht reicht, sie nur zu hören – man muss sie auch sehen! IAMX, das Projekt von Sneaker Pimps-Gründer Chris Corner, gehört definitiv zu dieser Sorte. IAMX wurde von Corner gegründet, um seiner theatralen Seite Raum zu verschaffen. Die Shows sind ein Augenschmaus aus Glam, Goth, Variété und der Soundtrack dazu das Beste aus Elektro, Synth-Pop und Trip-Hop. Die erotisch aufgeladenen Lyrics tun ihr Übriges, um IMAX live zu etwas ganz Besonderem werden zu lassen. Emotion trifft Bombast, Traurigkeit auf unendliche Liebe und Pop auf eine wahre Synthie-Infusion. Wie wir ihn kennen, wird sich Corner auch für die Live-Shows wieder einiges aus dem visuellen Zauberhaut ziehen. Ein Fest für Ohren und Augen!

In Extremo
Was In Extremo anfassen wird zu Gold. Punkt. Ob Europa, Mexiko, Argentinien, Chile, USA oder China: In Extremo begeistern die ganze Welt. Ob laut oder leise, akustisch oder unter Volldampf, mit Pauken oder Trompeten: hier tun sich die Himmel auf! Das Erfolgsrezept: In ihren Songs offenbart sich durch den Einsatz historischer Instrumente und vor Lebensfreude strotzender Texte eine oft vergessene Klangwelt, die jedoch mühelos im hier und jetzt ihren festen Platz findet. Keine Frage: In Extremo sind heute die wichtigsten Spielmänner ihres Genres. Und das sind sie nicht zuletzt geworden, weil sie einfach ehrliche Typen sind, die kompromisslos ihren Weg gehen. Folgen wir den Spielmännern doch ein kleines Stück…

Lacrimas Profundere (Foto: Torsten Volkmer)

Lacrimas Profundere
Listen To The End – Or What Means Rock´N´Sad? Diese Frage beantworten Lacrimas Profundere mit eingängigem Goth-Rock, mit verschiedensten Einflüssen sowie düsteren und dennoch „dreckigen“ Melodien. Neue Ideen, rockende Songs zwischen Melancholie, Hoffnung, Wut und Aggression, also mitten aus dem Leben. Pathos, tiefgreifende Lyrik und ein Hauch Morbidität auf der einen, aber auch Tempo und Spielfreude auf der anderen Seite – das sind die Zutaten, die die musikalische Melange von Lacrimas Profundere ergeben. Ihre Musik ist ein willkommener Cocktail für all diejenigen, die sich den Frust von der Seele tanzen wollen, ohne auf Gitarren zu verzichten. Ein Hauch HIM weht durch Ihre Songs, gepaart mit der Attitüde der 69 Eyes, betrieben von einer gehörigen Portion Tempo und einer Spur Metal. Macht Euch bereit – der Motor Lacrimas Profundere läuft bereits…

Lacrimosa (Foto: © Torsten Volkmer bs!)

Me The Tiger
Das Werk des schwedischen Trios Me The Tiger, bestehend aus Gabriella Åström, Tobias Andersson und Jonas Martinsson, zeichnet sich durch eingängige düster-elektronische Popmusik mit Ohrwurmgarantie aus. Im September 2015 erschien das neue Album „Vitriolic“, auf dem Me The Tiger besonders mit starken Refrains punkten können, was im Rahmen ihrer mitreißenden und energiegeladenen Liveshows für ein Highlight nach dem anderen sorgt. Laut eigener Aussage möchte die Band zu einer gerechteren Gesellschaft beitragen und darauf aufmerksam machen, dass alle Menschen, unabhängig von Geschlecht oder Herkunft, zusammenhalten müssen – ein wichtiges Ziel, das es zu unterstützen gilt und Me The Tiger erfüllen alle Voraussetzungen, um das zu schaffen.

Noisuf-X
Jan Loamfield ist ein wahrer Tausendsassa der elektronisch-schwarzen Szene. Seit 1988 produziert er mit seinem Projekt X-Fusion EBM der höchsten Güteklasse. Mit Noisuf-X schlägt er eine noch elektronischere Richtung ein, wobei man, wie gewohnt, kaum ruhig sitzen bleiben kann. Keine harten, sondern härtere Beats treiben die Füße auf die Tanzfläche und den Schweiß auf die Stirn. Seit der Veröffentlichung der Tinnitus-EP im Jahr 2005 hat Noisuf-X seinen eigenen Stil entwickelt, der sich besonders durch wiederkehrende Strukturen auszeichnet, die geradezu hypnotisch wirken. Die Wände wackeln und die Tanzfläche bebt. Denn Lärm ist ein Privileg – und wie kann man das besser feiern als mit Noisuf-X?

Oomph!
Liebe Festivalbesucher, hier spricht die Autorin dieses Textes. Es begab sich zu der Zeit, ich war 14 Jahre jung, dass Oomph! einen Hit hatten, der auf den Abzählreim eines altbekannten Kinderspiels aufgebaut war. Trotz meines jungen Alters fühlte ich mich von den Worten der Braunschweiger Band angesprochen, überzeugte meine Eltern, mich zu einem Konzert gehen zu lassen und trat bei SchülerVZ entsprechenden Gruppen bei. Heute sitze ich hier und freue mich, dass Oomph! beim M’era Luna 2016 dabei sein werden, denn sie haben es verdient. Neue Deutsche Härte kombiniert mit EMB und Industrial at its best. Kontrovers und ehrlich, laut und präsent waren und sind Oomph! bis heute. Es wird ein Fest.

Rabia Sorda
Rabia Sorda ist für Mastermind Erk Aicrag so etwas wie sein kreativer Spielplatz neben seinem Aggrotech-Flaggschiff Hocico. Zusammen mit seinen Bandmitstreitern Jeans und Grigory schauen sie über den Tellerrand von Industrial und Electro hinaus und setzen sich selbst keine Grenzen wenn es um Sounds geht. Somit verirrt sich die ein oder andere Melodie in die Songs von Rabia Sorda und es gibt viel Raum für Atmosphäre und für catchy Songwriting, die in ihrer Eindringlichkeit und Intensität dem großen Bruder in nichts nachstehen. Selten wurde Experimentierfreude so auf den Punkt gebracht wie bei Rabia Sorda – Hut ab!

[:SITD:]
Harte Beats, Trance, aggressive Sounds – [:SITD:] machen ihrem Namen alle Ehre. Schließlich ist der Bandname eine Abkürzung des Ursprungsnamens Shadows In The Dark und so klingt der mitreißende Elektrosound des Trios düster, apokalyptisch, energetisch, die Texte sind dunkel, diesem Sound kann man sich nicht entziehen. Man muss sich mitreißen lassen, die Schatten der Dunkelheit einatmen, sich in Trance tanzen. [:SITD:] sind zum Glück nicht nur in den Clubs dieser Welt unbezwingbar, sondern auch live auf der Bühne. [:SITD:] sind sowas wie Ikonen der Mächtigkeit, Monolithen der bedächtigen Panik und der inneren Zerrissenheit. Die Art Musiker, die sich eine Nacht mit einem C64 im Keller einsperren und am nächsten Morgen mit einer brandneuen Platte voll vertonter Dystopie an die Erdoberfläche treten. Bring it on!

S.P.O.C.K.
Man muss schon zugeben – die drei Schweden von S.P.O.C.K. sind schon etwas nerdig unterwegs. Aber dessen muss man sich zu 100% bewusst sein, wenn man sein nahezu gesamtes Schaffen unter das Banner von Star Trek stellt. Dennoch wäre das als Beschreibung viel zu kurz gegriffen, zumal bei allem Fandom so wunderbare Synthiepop-Hymnen dabei herauskommen wie bei S.P.O.C.K.! Alexander Hofman, Christer Hermodsson und Johan Malmgren verstehen es nämlich ausgesprochen gut sound- und songwriting-technisch so konsequent in den 80ern zu räubern, dass einem einfach nur das Herz aufgehen muss. Also Lieutenant – volle Energie!

The Sisters Of Mercy

Wie der Auftritt von den Sisters Of Mercy auf dem M’era Luna wird? Nun, zunächst einmal darf man davon ausgehen, dass sehr viel Trockeneisnebel auf die Bühne geblasen wird. Ohne dieses Markenzeichen treten weder die Gitarristen Chris Catalyst und Ben Christo, noch der Großmeister persönlich ins Rampenlicht. Dann werden die alten Hits gespielt, fast neue Songs, die auf keiner Platte vertreten und doch schon zehn Jahre alt sind, und schrille Coverversionen. Aber vielleicht lässt man The Sisters Of Mercy am besten einfach selbst zu Wort kommen: „Es heult. Es wird zermahlend schön. Es wird gefährlich empfindsam. Und es kommt genau auf uns zu! Es kommt noch immer aus Nordengland. Es klingt noch immer wie aufgeladene Idustrial-Psychedelika. Die Leute scheinen die Farben zu mögen. Oder die Energie. Oder so etwas. „Nun, da sind wir gerne bereit uns mitnehmen zu lassen und rauszufinden, was das genau bedeutet.

VNV Nation
Das irisch-englische Duo VNV Nation eilt von einem Erfolg zum nächsten und hat sich mittlerweile zu einem wahren Kraftpaket in der alternativen Elektro- und Industrial-Szene gemausert. Ihre einmalige Mischung aus aktuellen elektronischen Stilen, Industrial-, Rock- und Dance-Elementen, tiefgreifenden Texten und einer anregenden, gefühlvollen Stimme reicht von knallharten modernen Electro-Beats bis hin zu düster-verträumten Balladen und symphonisch-orchestralen Arrangements. VNV Nation haben sich durch ihre energiegeladenen Live-Shows eine riesige Anerkennung erworben und eine fanatische, vielschichtige Fangemeinde auf der ganzen Welt um sich geschart – Fans, die aus allen musikalischen Stilrichtungen kommen. Die Barrieren zwischen Electronic, Industrial und anderen alternativen Musikstilen haben VNV Nation niedergerissen und verleihen dem Ganzen eine völlig neue Dimension. Eine Sache steht fest: das Jüngste Gericht wird kommen und mit VNV Nation steht uns das Beste erst noch bevor!

Within Temptation

Foto: Torsten Volkmer ©bs!

So, wie die neunköpfige Schlange aus der griechischen Mythologie (Hydra – passend zum aktuellen Albumtitel) viele verschiedene Gesichter trägt, ist die Musik der Holländer vielgestaltig und immer wieder anders. Begann die Band um Sängerin Sharon den Adel und Gitarrist Robert Westerholt vor gut anderthalb Jahrzehnten noch mit klassischem Gothic Metal, entwickelte sich aus dem Projekt die Symphonic-Metal-Gruppe schlechthin, ohne je die Wurzeln zu verleugnen oder zu verlieren. Noch begeisternder als all ihre Platten sind aber die unglaublichen Live-Auftritte der Holländer. Und das liegt nicht nur an den fantasievollen Kleidern, die sich die gelernte Modedesignerin Adel passend zum jeweiligen Musikstil auf den Leib schneidert, sondern an den spektakulären Bühnenshows, für die Within Temptation auf dem #mera16 etwas ganz Spezielles aus dem Hut zaubern werden, und natürlich der geradezu kinematografischen Musik.

Zeromancer
Aus der Band Seigmen entstanden, bewegen sich die norwegischen Zeromancer heute sicher zwischen Synthie und Metal, wobei auch elektronische und poppige Einflüsse nicht zu kurz kommen. Das Besondere hierbei: Sänger Kim Ljung weiht nicht einmal seine Bandkollegen komplett in das ein, was er mit seiner Musik ausdrücken möchte, obwohl sie laut eigener Aussage „zu 90% von gescheiterten Beziehungen und Negativ-Emotionen“ handeln. Ob nun schwere Balladen oder schillernde Rockmusik – Melodien sind ein Muss bei Zeromancer, womit sie bereits die namhaften Unheilig auf deren Tournee unterstützen durften. Die Mystik, die sie dadurch umgibt, macht sie einzigartig und verspricht, die Zuhörer in seinen romantischen und gewiss nicht nur tristen, sondern auch starken und authentischen Bann zu ziehen.

Links:
www.meraluna.de

Veranstalter:
FKP Scorpio Konzertproduktionen GmbH

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