Most Wanted 2021: Runes musikalischer Jahresrückblick

Das Jahr neigt sich dem Ende und alle Welt blickt auf das abgelaufene Jahr zurück, so auch ich. In diesem Beitrag verrate ich euch drei meiner musikalischen Highlights 2021. Drei sind nicht viel und deshalb habe ich mir zuerst überlegt aus welchen Kategorien überhaupt ich euch meine Highlights vorstellen möchte und habe mich für die Kategorien Künstler*in, Album und Musikvideo entschieden.

#1 Künstler*in – girl in red
Mein erster Gedanke war, wie soll ich hier nur jemanden auswählen aber nach kurzer Bedenkzeit war die Entscheidung dann doch ziemlich klar denn es gab 2021 wohl kaum eine Künstlerin deren Songs ich so oft gehört, deren Videos ich so oft gesehen habe wie die von girl in red. Mitverantwortlich dafür natürlich auch der Release ihres ersten Studioalbums if I could make it go quiet Ende April auf welches ich schon lange gespannt war sowie eine hervorragende World in Red Show als Spotify Livesession. Die Tatsache, dass ich über Monate hinweg die Songs von girl in red in meinen Playlisten hatte die quasi täglich liefen und ich bis heute keinen Anlass gesehen habe diese aus selbigen zu werfen macht girl in red für mich dieses Jahr zu meiner Künstlerin des Jahres.

#2 Album – Ease & Grace von Iya Terra
Das war wiederum gar nicht so leicht, mein Album des Jahres auszuwählen. Ich glaube in den vergangenen Jahren war die Liste potentieller Kandidaten noch nie so groß. Zwar hätte es sich angeboten, nachdem girl in red schon meine Künstlerin des Jahres ist, hier ihr Album if I could make it go quiet zu nehmen aber in der Liste potentieller Kandidaten zu denen Alben von Linn Koch-Emmery, Courtney Barnett, Iya Terra, Curch Girls und As December Falls gehören gab es dann doch ein Album welches mich noch mehr gehookt hat und das war Ease & Grace von Iya Terra.

Iya Terra ist eine Roots Reggae und Dub Band aus Los Angeles und Ease & Grace ihr bereits viertes Studioalbum welches sie am 30. Juli auf Ineffable Records veröffentlicht haben. Das Album besticht durch eine richtig gute Produktion mit sattem Sound. So einen Klang würde ich mir bei viel mehr Reggae Alben wünschen. Ease & Grace überzeugt aber nicht nur mit gutem Sound, dass wäre für ein Album des Jahres dann doch zu wenig, sondern auch musikalisch. Die Instrumentals sind durch die Bank weg stimmig und der Mix aus Roots Reggae, Dub und Rock Gitarren dem man seine Cali Roots anmerkt, überzeugt auf ganzer Linie. Abgerundet wird das ganze durch die Vocals von Frontmann Nathan Feinstein und gezielt gesetzten Features mit Szene Größen wie Alborosie, SOJA, Steels Pulse, Tribal Seeds, Mike Love und Trevor Hall. Spät entdeckt hat es Ease & Grace dennoch binnen kürzester Zeit zu meinem Lieblingsalbum 2021 geschafft.

#3 Musikvideo – Imagine Dragons x J.I.D – Enemy
Musikvideos, für viele eher uninteressant für mich das genaue Gegenteil. Ein richtig geiles Musikvideo kann einen Song für mich zu einem absoluten Highlight machen. Zu sehen wie viel Aufwand Künstler*innen betreiben und wie viel Leidenschaft und Kreativität in vielen der Videos mittlerweile steckt erfreut mich immer wieder.

Bereits am 13. Januar dachte ich mit Hardline von Julien Baker ein genau solches Video, dass den Titel Musikvideo des Jahres verdient hätte, gesehen zu haben und an dieser Meinung änderte sich auch Monate lang nichts, bis zum November und dem Erscheinen von Arcane. Arcane, eine der wohl erfolgreichsten Netflix Serien (Veröffentlicht: 09.11.2021) und mit das Beste was im Bereich Animation, neben Spider-Man: Into the Spider-Verse, in den letzten Jahren veröffentlicht wurde.

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https://www.youtube.com/watch?v=D9G1VOjN_84

Der Titelsong der Serie ist von Imagine Dragons x J.I.D und trägt Titel Enemy. Es ist nicht verwunderlich das gerade die Imagine Dragons den Titeltrack zur Serie beisteuern und in selbiger auch noch einen Cameo Auftritt haben, verbindet die Band und Riot Games, dem Studio hinter Arcane, doch eine lange und erfolgreiche Vergangenheit. Ich war und bin jetzt kein großer Fan der Imagine Dragons und J.I.D sagte mir zuvor nicht einmal etwas. Um die Musik soll es in erster Line aber auch gar nicht gehen, der Song ist wirklich gut und besonders der Part von J.I.D aber das wahre Kunstwerk ist hier das Musikvideo und zwar jeder einzelne Frame. Ich bin ein großer Fan von Animation und den vielen Möglichkeiten und Facetten die sie bieten kann, gerade wenn es in allen Belangen so hervorragend umgesetzt ist wie hier und dazu noch von einem meiner Lieblingsstudios kommt, nämlich Fortiche. Im Musikvideo findet sich zudem etwas zusätzlicher Content zur Serie was mich als Fan natürlich freut. Eine glatte 10/10.

Was im Bereich Animation, Spider-Man: Into the Spider-Verse für den Film, ist Arcane für die Serienwelt und da das Musikvideo zu Enemy der Serie in nichts nachsteht kann es für mich in diesem Jahr keinen anderen Kandidaten für das Beste Musikvideo geben. Sorry Julien Baker.

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Rune Fleiterhttp://www.rune-fleiter.de/
be subjective! music webzine est. 2001 Live-Berichte und Konzertfotos stehen bei uns im Fokus. Die richtigen Wort für neue Töne, musikalische Experimente, Stimmungen in Bildern gebannt, Mega Shows in neuen Farben. Der Atem in deinem Nacken, die Gänsehaut auf Deiner Haut, der Schweiß durchtanzter Nächte zum Miterleben und Nachbeben. Interviews mit Bands und MusikerInnen.  be subjective! aus der Musikszene für mehr Musikkultur.