The National (Foto: Target Concerts)

The National sind, wie es der britische „Guardian“ ganz treffend formuliert: „rock’s most unlikely arena-fillers“. Zuletzt war die New Yorker Band 2014 in deutschen Hallen zu sehen und 2015 gastierte National-Mastermind Matt Berninger mit seinem Side-Projekt El Vy in hiesigen Clubs.

2013 war das letzte Album dieser famosen, in Brooklyn ansässigen Band, „Trouble Will Find Me“ erschienen. Ein Jahr später sorgte auch der großartige Dokumentarfilm „Mistaken For Strangers“ für Aufmerksamkeit.

Das oben erwähnte, jüngste Album „Trouble Will Find Me“ landete 2013 in den Jahrescharts vieler Musikmagazine und -Kritiker und war dort meist ganz oben vertreten. Der Nachfolger des von Kritik und Fans gefeierten Meisterwerks „High Violet“ (2010), das sich weltweit über 600 000 mal verkauft hat, bekam durch die Bank exzellente Kritiken.

Seit den jüngsten Werken „Alligator“ und „The Boxer“ mit Hits wie „Fake Empire“, „Mistaken For Strangers“ und „Start A War“ huldigen auch die europäischen Medien und Fans dieser spannenden Band. Der ehemalige US-Präsident Barack Obama benutzte „Fake Empire“ übrigens später in seiner Wahl-Kampagne auf dem Soundtrack des Promo-Videos „Signs Of Hope And Change“.

„High Violet“ und „Trouble Will Find Me“ waren zwei weitere Höhepunkte im Schaffen der Band. Wer Vergleiche mag: The National klingen irgendwie nach einer gelungenen Fusion aus Wilco, den Tindersticks und Nick Caves Bad Seeds. Wobei Sänger Matt Berninger und seine Gruppe früh ihre ganz eigene Note gefunden hatten. Der hymnische Indierock mit Berningers markantem Bariton brachte mit „Bloodbuzz Ohio“, „Terrible Love“, „I Need My Girl“, „Demons“, dem älteren „Mr. November“ oder den oben erwähnten Stücken einige Hits hervor.

Fans dürfen sich freuen: mit „Sleep Well Beast“ wurde endlich ein neues Album veröffentlicht. The National bestehen aus dem Sänger Matt Berninger sowie zwei Brüderpaaren: Aaron Dessner (Gitarre, Bass, Piano) und Bryce Dessner (Gitarre) sowie Scott Devendorf (Bass, Gitarre) und Bryan Devendorf (Drums).

Die Dates:

  • 21.10.2017, Hamburg, Elbphilharmonie
  • 23.10.2017, Berlin, Tempodrom
  • 24.10.2017, Berlin, Tempodrom

Links:
www.americanmary.com

Vorheriger ArtikelTriggerfinger: Colossus (2017)
Nächster ArtikelPreview: Therion – Veröffentlichen ihre Rockoper „Beloved Antichrist“ (2018)
Thea Drexhage

Thea Drexhage hat Salma Hayek einiges voraus! 100 mm. Wie die meisten Frauen der Redaktion, Duffy, Beth Ditto, Joan Rivers oder Angus Young kann sie die MusikerInnen aus dem Bühnengraben also völlig problemlos sehen, wenn jemand ihren Hocker trägt, wird aber – das hat sie mit Salma dann doch wieder gemein – dennoch viel zu oft auf Ihre Körpergröße, ihre Mähne und ihre leicht misanthropischen Anflüge reduziert. Damit sie also nicht im nächstbesten Titty Twister von Sonnenunter- bis Sonnenaufgang Menschenmengen und Bläser mätzelt, halten wir “Aggro-Thea”, die zuvor ganze Landstriche in Mecklenburg Vorpommern ausgerottet hat, halbtags im spießbürgerlichen Oldenburger Exil an der langen Leine. Seither legt sich die scheißpünktliche existentialistische Besserwisserin analog mit Satre, Camus & Kodak an und ja, auch wir müssen neidlos zugestehen, dass der Instagram-Account ihrer beiden Katzen “Salma” und “Hayek” mehr Follower pro Tag hat, als unser webzine im ganzen Jahr.