Sigur Rós (Foto: Januz Miralles and Tomaas)

Wer Sigur Rós auch nur einmal live erlebt hat, weiß dass die Shows der Isländer weit mehr sind als bloße Konzertabende. Das liegt zum einen an der berauschenden Dramatik ihrer Songs, die mal dichte Popmeisterwerke sind und mal störrische, laut brüllende Klangbiester. Und zum anderen daran, dass sie ihre Songs in atmosphärische, technisch perfekt inszenierte Bühnenvisuals betten. Hinzu kommt natürlich noch die außergewöhnliche Präsenz dieser drei Musiker.

Jón Þór „Jónsi“ Birgisson mit seiner weltfernen, wundersamen Stimme, der zugleich mit einem Geigenbogen seine Gitarre bearbeitet. Bassist Georg „Goggi“ Hólm, der stets lächelnde Ruhepol des Trios und schließlich Ágúst Ævar Gunnarsson, der mit seinem Schlagzeugspiel den Puls der Band bestimmt.

Im Herbst werden Sigur Rós nun endlich wieder in deutschen Spielstätten zu sehen sein. Dabei werden sie auf eine Vorband verzichten und gleich zwei Sets spielen. Viel Raum also für ein tiefes Eintauchen in das Oeuvre der Band – und zugleich eine Chance, neues Material zu teilen, denn Sigur Rós haben angekündigt erste Einblicke in ihr achtes Studioalbum zu geben.

Die Dates:

  • 10.10.17, Berlin, Tempodrom
  • 12.10.17, Hamburg, Sporthalle
  • 13.10.17, Köln, Palladium
  • 14.10.17, Frankfurt, Jahrhunderthalle

Links:
www.sigur-ros.co.uk

Vorheriger ArtikelPreview: Therion – Veröffentlichen ihre Rockoper „Beloved Antichrist“ (2018)
Nächster ArtikelThe New Roses: One more for the road (2017)
Thea Drexhage

Thea Drexhage hat Salma Hayek einiges voraus! 100 mm. Wie die meisten Frauen der Redaktion, Duffy, Beth Ditto, Joan Rivers oder Angus Young kann sie die MusikerInnen aus dem Bühnengraben also völlig problemlos sehen, wenn jemand ihren Hocker trägt, wird aber – das hat sie mit Salma dann doch wieder gemein – dennoch viel zu oft auf Ihre Körpergröße, ihre Mähne und ihre leicht misanthropischen Anflüge reduziert. Damit sie also nicht im nächstbesten Titty Twister von Sonnenunter- bis Sonnenaufgang Menschenmengen und Bläser mätzelt, halten wir “Aggro-Thea”, die zuvor ganze Landstriche in Mecklenburg Vorpommern ausgerottet hat, halbtags im spießbürgerlichen Oldenburger Exil an der langen Leine. Seither legt sich die scheißpünktliche existentialistische Besserwisserin analog mit Satre, Camus & Kodak an und ja, auch wir müssen neidlos zugestehen, dass der Instagram-Account ihrer beiden Katzen “Salma” und “Hayek” mehr Follower pro Tag hat, als unser webzine im ganzen Jahr.