Elaekelaeiset (Foto: Lena Behlmer bs! 2017)

Eine besondere Erfahrung sind Konzerte von Eläkeläiset immer. Die Band, die sich selbst nicht so ernst nimmt und dabei einen unglaublichen Spaß vermittelt, hat sich im Laufe der Jahre einen klangvollen Live-Namen erspielt. Und das obwohl Eläkeläiset übersetzt so viel wie „Die Rentner“ heißt.

Elaekelaeiset (Foto: Lena Behlmer bs!)

Ein langer Tisch, ein Schlagzeug und ein Keyboard ist die opulente Bühnendekoration an diesem Abend. Mit der Eigenkomposition „Humppa hei“ beginnt der Abend schwungvoll, ehe die Band mit der „Mrs. Robinson“-Coverversion das Fass zum Überlaufen bringt.

Humppa hei

Es entwickelt sich ein wirklich unbeschwerter Abend, der dank der Band zu immer neuen Höhepunkten führt. Mit ihrem gebrochenen Deutsch unterhalten die Bandmitglieder das kritische Berliner Publikum und treiben das Auditorium immer wieder zu neuen Höchstleistungen an. Ob nun „Thunderstuck“ von „AC/DC“ auf Finnisch in einem leicht abgewandelten Text oder die neueren Songs, wie die Neuinterpretation von Nightwishs „Elan“, hier hält es wirklich niemanden auf den Sitzen. Eine Ordentliche Portion Humor und Songs, wie mensch sie bisher noch nie gehört haben sind das Erkennungszeichen der finnischen Spaßmacher.

Elaekelaeiset (Foto: Lena Behlmer bs!)

Die Spielfreude der Band überträgt sich sofort auf das Publikum und mensch fühlt sich, wie auf einer alkoholgeschwängerten finnischen Party, die einfach kein Ende kennt. Mittlerweile kocht die Stimmung fast über, während der neue Track „Karannut humppa“ seine Berlin-premiere erlebt.  Die Tracklist beinhaltet einen Querschnitt durch die gesamte Karriere von Eläkeläiset. Angefangen von „Tervetuloa mehtään“ des ersten echten Albums der Finnen bis hin zu „Humppaprinsessa“ vom aktuellen Album „Humppa of Finland“, stellen die Herren das „Astra-Kulturhaus“ sprichwörtlich auf den Kopf.

Elaekelaeiset (Foto: Lena Behlmer bs!)

Mit der „Breaking the law“- Coverversion wird dieser legendäre Abend schließlich würdevoll beendet. Keine Frage, für den Ruhestand sind Eläkeläiset noch nicht bereit. Diese unglaubliche Musikbegeisterung, gepaart mit humoristischen Texte findet mensch nur noch sehr selten in der Szene. Eläkeläiset sind einzigartig und genau deshalb ein absoluter Geheimtipp für alle FreundeInnen des Metals, die ihre Lieblingsmusik mal in einem anderen musikalischen Gewand hören möchten.

Ein wirklich kurzweiliger Abend,
den mensch nicht so schnell vergessen wird.

Galerien (by Lena Behlmer bs! 2017):

Elaekelaeiset (Foto: Lena Behlmer bs!)

Setlist:

  1. Humppa hei
  2. Herra Kekkonen
  3. Tervetuloa mehtään
  4. Perjantaina humpassa
  5. Humppaleka
  6. Robottihumppa
  7. Humppaprinsessa
  8. Elanto
  9. Karannut humppa
  10. Humpatkaa
  11. Pätä pätä
  12. Humppaa tai kuole
  13. Jääkärihumppa
    Encore:
  14. Pöpi
  15. Humppamaa
Elaekelaeiset (Foto: Lena Behlmer bs!)

Links
www.humppa.com

Veranstalter:
Greyzone Concerts

Vorheriger ArtikelAlfahanne: Det Nye Svarta (2017)
Nächster ArtikelSpin My Fate: Tides (2017)
Fabian Bernhardt
Um unglaublich international zu wirken, hat die Redaktion einen Headhunter auf DEN Berliner angesetzt. DAS Phantom, wie es aus Szenekreisen heißt, hat viele Tarnidentitäten. Gesichert ist, dass der Dämon – ein gerade mal 76 Zoll großer metalbesessener Gothik-Zwerg – im Nebenerwerb als Schauma-Shampoo-Model jobbt und einen mittel bis stark ausgeprägten Festivalfetisch pflegt, sich während der Wintermonate mit Kneipensport Ersatzbefriedigung verschafft und eine ruhige Kugel in seinem Prinzessin-Lilliefee-Darkroom schiebt. Ob es das Spandauer Edelexemplar wirklich gibt oder auch Bernhardt nur ein Pseudonym ist, konnte bisher nicht geklärt werden.