Vlad In Tears: Souls On Sale (2017) Book Cover Vlad In Tears: Souls On Sale (2017)
Dark-Rock
Eternal Sound Records
15.12.2017
www.vladintears.com

Tracklist:

  1. Pray
  2. Lovin´
  3. Bleed Me Dry
  4. How Do You Know
  5. The Devil Won’t Take Me Home
  6. Sorrow
  7. I Can’t Get Over It
  8. Never Fear The Pain
  9. Save Me
  10. Gone

Es ist das 10-jährige Bandbestehen der Wahl-Berliner von Vlad In Tears. In dieser Zeit hat sich viel getan, den Namen liest man immer häufiger in Line Ups und News. Jetzt steht auch das neue Album „Souls On Sale“ in den Startlöchern und die Band beweist damit, dass ihre Fangemeinde zu Recht stetig wächst. Zwar gelten Vald In Tears nach wie vor als Geheimtipp aber das könnte sich bald ändern.

Das neue Werk überzeugt bereits mit der ersten Note. Der Opener „Pray“ hat alles was ein Dark-Rock Song braucht. Ein energiegeladenes, etwas sleaziges Gitarrenintro überrascht, bevor der Song zur ersten Zeile ein wenig abbremst und sich auf die Vocals konzentriert. Diese versprühen eine Leidenschaft, die sich im Refrain frei entfaltet und sich bei druckvollen als auch soften Parts hält. Immer wieder nehmen ViT den Druck etwas zurück, um ihn bald darauf wieder zu steigern und schaffen damit ein richtiges Schmuckstück.

Völlig anders präsentiert sich „Lovin`“. Hier bewegt sich die Band in etwas langsameren Tempo ohne große Wechsel. Das Stück ist eingängig und fängt den Hörer sofort ein, ist zwar nicht so abwechslungsreich, lässt aber ohne große Anstrengung mitrocken.
Spannender wird es wieder mit „Bleed My Dry“ das mit seinem Rhythmus und Gesang anfangs sogar – ob bewusst oder unbewusst – ein wenig Marilyn Manson Einflüsse erahnen lässt. Doch schnell wandelt der Refrain zu einem melodiösen Rocksong. Spielend springen die Jungs hier zwischen den Härtegraden. Wo wir schon bei Vergleichen sind: das folgende „How Do You Know“ weckt Erinnerungen an die Finnen von Negative. Die Gefühle werden direkt auf den Hörer übertragen und lässt ihn mitschmachten. Man möchte sofort mitsingen bei dieser kraftvollen Rockballade.

Dann wartet die Band mit einer weiteren Überraschung zu „The Devil Won’t Take Me Home“ auf. Das schleppende Intro würde perfekt als Titelmelodie zu einer freakigen Netflix Serie wie „Preacher“ passen. Diabolisch wie der Name bereits verrät mit Blueseinschlägen und einer tiefen Dunkelheit. Ein Highlight unter den Highlights.

Ich könnte ewig weiterschwärmen, möchte aber nicht zu viel vorweg nehmen. „Souls On Sale“ ist experimentierfreudig und man hört den Spaß an der Musik bei jedem einzelnen Song. Die Band hat ihren Stil gefunden und schafft eine düster-melancholische und rockige Atmosphäre. Das Album enthält eine gute Mischung zwischen harten und softeren Stücken. Trotz abwechslungsreicher Songs zieht sich ein klarer roter Faden durch das Album und der Spannungsbogen ist stets gespannt. „Souls On Sale“ zu hören ist ein Erlebnis zum Mitleiden und –singen.

Wie sagt man so schön: All killer no filler!