Palast: Palast (2017) Book Cover Palast: Palast (2017)
Synthie-Rock
Nocut (SPV)
21.04.2017
www.palastband.com

Tracklist:

  1. Shut The Door
  2. She Can Dance
  3. Tell Me Why
  4. Strong
  5. Mirror Mirror
  6. Nightfall
  7. Stand Up
  8. When You Fall
  9. One Day
  10. Unraveling Skies

Die Berliner Band Palast konnten bereits durch einige Live-Auftritte auf sich aufmerksam machen. Mit ihrem selbstbetiteln Debüt hat die Band nun ihren ganz persönlichen Tribut an die tanzbare Gothic-Musik geschaffen. Auf insgesamt 10 Tracks zeigen die Soundkünstler, wie sie sich die Zukunft der schwarzen Dancefloors vorstellen.

Der Opener erinnert doch stark an diverse „Depeche Mode“ Klassiker. „Shut the door“ ist minimalistisch gehalten und wahrscheinlich genau aus diesem Grund so stark. Ein absoluter Tanzflächenfüller. Weiter geht es mit „She can dance“. Eine Nummer, die sich stark an den Sounds der 80er-Jahre anlehnt und sicher in den schwarzen Clubs der Republik geliebt werden wird. Im Mid-Tempo angesiedelt, dennoch nicht weniger kraftvoll zeigt sich „Tell me why“. Sicher ein zeitloser Song, allerdings ohne jeglichen Wiedererkennungswert. Deutlich eindringlicher zeigt sich „Mirror Mirror“. Ein waberndes Soundgerüst, das bereits beim ersten Hördurchgang überzeugen kann. Diesen Beitrag kann man als Geheimtipp der gesamten CD bezeichnen.

Fast schon verspielt präsentiert sich „Nightfall“. Der Höhepunkt dieser Nummer ist zweifelsohne der Refrain, der eher an einen Popsong, als an ein Gothictrack erinnert. Experimentell wird es im Anschluss mit „When you fall“. Hier zeigen sich die wahren Stärken dieser Band. Verschiedene Melodien verbinden sich zu einem Hauptstrang und erschaffen nach dem Refrain ein hörenswertes Eigenleben.  „One Day“ läutet dann die letzte Runde des Albums ein. Insbesondere Old-School Goths dürften hier auf ihre Kosten kommen. Als Rausschmeißer wurde „Unraveling Skies“. Ein eher ruhiger Song, der die Vorfreude auf die kommenden Live-Gigs steigern sollte. Hier schwebt mensch sofort in anderen Sphären.

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Fabian Bernhardt

Um unglaublich international zu wirken, hat die Redaktion einen Headhunter auf DEN Berliner angesetzt. DAS Phantom, wie es aus Szenekreisen heißt, hat viele Tarnidentitäten. Gesichert ist, dass der Dämon – ein gerade mal 76 Zoll großer metalbesessener Gothik-Zwerg – im Nebenerwerb als Schauma-Shampoo-Model jobbt und einen mittel bis stark ausgeprägten Festivalfetisch pflegt, sich während der Wintermonate mit Kneipensport Ersatzbefriedigung verschafft und eine ruhige Kugel in seinem Prinzessin-Lilliefee-Darkroom schiebt.

Ob es das Spandauer Edelexemplar wirklich gibt oder auch Bernhardt nur ein Pseudonym ist, konnte bisher nicht geklärt werden.