Eluveitie: Evocation II - Pantheon (2017) Book Cover Eluveitie: Evocation II - Pantheon (2017)
Folk-Metal
Nuclear Blast (Warner)
18.08.2017
http://eluveitie.ch

Tracklist:

  1. Dvressu
  2. Epona
  3. Svcellos II (Sequel)
  4. Nantosvelta
  5. Tovtatis
  6. Lvgvs
  7. Grannos
  8. Cernvnnos
  9. Catvrix
  10. Artio
  11. Aventia
  12. Ogmios
  13. Esvs
  14. Antvmnos
  15. Tarvos II (Sequel)
  16. Belenos
  17. Taranis
  18. Nemeton

Das neue Akustikalbum „Evocation II“ dürfte zu den Werken gehören, auf das sich die Fans bisher am meisten gefreut haben. Bereits der Vorgänger durfte sich über Liebesbekunden von allen Seiten freuen. Nun wird ein neues Kapitel mit neuen Bandmitgliedern in der Bandhistorie aufgeschlagen. Thematisch bewegen sich die MusikerIn in der keltischen Mythologie und widmen jedem Gott einen eigenen Song. Erlebt Eluveitie, völlig unverstärkt.

Ein sanftes Intro leitet in den ersten Track „Epona“. Bereits im Vorfeld ausgekoppelt, schürte dieser Beitrag die Vorfreude noch mehr. Tatsächlich ist es ein verspieltes Stück, das definitiv den Sprung auf die Live-Setlist schaffen wird und für durchtanzte Nächte sorgt. Zwischen den einzelnen Beiträgen finden sich immer wieder kleinere Stücke, die einen interessanten Übergang zwischen den einzelnen Themen herstellen. „Nantosvelta“ beeindruckt durch seine vielschichtigen Klänge und kommt mit gehauchten Lyrics daher, die mystisch und geheimnisvoll klingen. Die Melodie von „Lvgvs“ wird euch definitiv bekannt vorkommen. Eine gelungene Melange aus Neukomposition und bekannten Klängen. „Grannos” ist ein Instrumental-Song, der durch seine beschwingte Melodie auffällt und auch Szene-fremden Individuen gefallen dürfte.

Spoken-Word Passagen bei “Cernvnnos” ebnen den Weg zu “Artio”. Einer inbrünstig vorgetragenen Ballade, die sicher die Fans zu Tränen rühren wird. Mit „Aventia“ findet sich ein Beitrag auf der Setlist, der sich im Laufe der Spielzeit vollkommen verändert. Sowohl die Stimmungsfarbe ändert sich, als auch das Tempo. Nicht unbedingt der passende Partytrack, aber als Experiment mehr als gelungen. „Ogmios“ erinnert bereits durch seinen Namen an einen Everblack von Eluveitie und hier hört man die Verwandtschaft zum allseits beliebten „Omnos“ bereits beim ersten Hördurchlauf. Mit dieser Version sollte der Brückenschlag zwischen Rock und Akustik gelungen sein. Ein absoluter Höhepunkt dieser CD. Die stillen Töne sehen im Mittelpunkt dieses Albums und so zeigt sich „Belenos“ auch eher besinnlich und bildet eine interessante Brücke zwischen den einzelnen Beiträgen. Etwas schneller geht es im Anschluss mit „Taranis“ weiter. Eluveitie zeigen eindrucksvoll ihre musikalischen Fähigkeiten. Mensch sollte etwas Zeit einplanen für den Hörgenuss dieses Meilensteins. Viele, kleine Details erschließen sich nicht direkt im ersten Hördurchlauf.

„Nemeton“ setzt dann schließlich den Schlusspunk unter dieses Werk. Sanfte, nebulöse Klänge entlassen den ZuhörerIn wieder in den Alltag, der sicher von dieser einzigartigen Reise von nun an inspiriert sein wird.