Dream Evil: Six (2017) Book Cover Dream Evil: Six (2017)
Heavy Metal
Century Media Records (Sony Music)
26.05.2017
www.dreamevil.se

Tracklist:

  1. Dream Evil
  2. Antidote
  3. Sin City
  4. Creature Of The Night
  5. Hellride
  6. Six Hundred And 66
  7. How To Start A War
  8. The Murdered Mind
  9. Too Loud
  10. 44 Riders
  11. Broken Wings
  12. We Are Forever

Lange 7 Jahre musste die Fanbase von Dream Evil auf neue Klänge ihrer Heroen warten. Das 6. Studio-Album der Schweden trägt folgerichtig den Namen „Six“. Ob sich das Warten nun gelohnt hat, erfahrt ihr hier.

Der Opener „Dream Evil“ kommt noch etwas schüchtern daher, etwas mehr Speed wäre hier wünschenswert. Der Wunsch wird dann auch direkt im Anschluss erfüllt. „Antidote“ gibt Vollgas und serviert besten Power-Metal skandinavischer Schule. Hier muss mensch einfach mitgehen. Seinem Namen macht „Sin City“ alle Ehre. Satte Gitarren, die mit einem Quentin Tarantino Charme ausgestattet sind, treffen hier voll ins Schwarze. Ein absoluter Höhepunkt, der ebenfalls Fans der „Scorpions“ gefallen dürfte. Fast schon verträumt beginnt „Creature Of The Night“, ehe das Tempo ordentlich angezogen wird und sich eine wahre Power-Nummer entwickelt. Ein absoluter Pflichttitel für alle Metalheads. Schnell, hart und kompromisslos zeigt sich „Hellride“. Der Hookline kann man nicht entfliehen und bereits beim ersten Hören zuckt die Nackenmuskulatur unwillkürlich.  Gnadenlos geht es auch mit „How To Start A War“ weiter. Die Merkmale dieses Beitrags sind zweifelsohne die Falsett-Stimme und die unglaubliche Geschwindigkeit der Gitarren. Der passende Soundtrack für die Festival Warm-Up Party. Mit „Too Loud“ dürfte auch der Fanliebling dieses Albums feststehen. Knallige Gitarren, ein schreiender Refrain und ordentlich Gestampfe oder anders gesagt: Power Metal at ist best. „Broken Wings“ ist keine Coverversion, sondern eher die trotzige Lebenseinstellung, die mensch einfach ab und zu an den Tag legen muss, um nicht komplett depressiv zu werden. Eine wahre Mutmach-Nummer, die sicher auch Live zünden dürfte.

Mit dem Versprechen „We are forever“ verabschieden sich Dream Evil von ihren Fans. Eine epische Bombast-Hymne mit erhöhtem Ohrwurmcharakter. Hier sind wahre Meister am Werk.

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Fabian Bernhardt

Um unglaublich international zu wirken, hat die Redaktion einen Headhunter auf DEN Berliner angesetzt. DAS Phantom, wie es aus Szenekreisen heißt, hat viele Tarnidentitäten. Gesichert ist, dass der Dämon – ein gerade mal 76 Zoll großer metalbesessener Gothik-Zwerg – im Nebenerwerb als Schauma-Shampoo-Model jobbt und einen mittel bis stark ausgeprägten Festivalfetisch pflegt, sich während der Wintermonate mit Kneipensport Ersatzbefriedigung verschafft und eine ruhige Kugel in seinem Prinzessin-Lilliefee-Darkroom schiebt.

Ob es das Spandauer Edelexemplar wirklich gibt oder auch Bernhardt nur ein Pseudonym ist, konnte bisher nicht geklärt werden.