Battle Beast: Bringer Of Pain (2017) Book Cover Battle Beast: Bringer Of Pain (2017)
Power Metal
Nuclear Blast
17.02.2017
www.battlebeast.fi

Tracklist:

  1. Straight To The Heart
  2. Bringer Of Pain
  3. King For A Day
  4. Beyond The Burning Skies
  5. Familiar Hell
  6. Lost In Wars
  7. Bastard Son Of Odin
  8. We Will Fight
  9. Dancing With The Beast
  10. Far From Heaven

Noora Louhimos kräftige, raue Stimme macht für meinen Geschmack ganz klar das Salz in der Suppe für dieses Battle Beast-Album aus. Sie beherrscht äußerst kraftvoll einen großen Stimmumfang mit einer für meine Metal-geschädigten Ohren nicht zu hohen Stimmlage, was die sie letztendlich musikalisch von ähnlich gelagerten Bands mit weiblichem Gesang unterscheidet.

Epischer old school-Metal, der auch die musikalischen Klischees bedient, wird von dieser jungen finnischen Truppe aus Helsinki geboten. Battle Beast haben sich 2008 gegründet, doch 2015 kam es dann zum Split mit Hauptsongwriter und Gitarrist Anton Kabanen. Für ihn stieß Joona Björkroth zur Band, der schon längere Zeit ein Freund der Band war und somit genau wusste, was deren Sound und Stil kennzeichnet, der ohne Veränderung fortgeführt wird.

Mit ihrem vierten Album „Bringer Of Pain“ hat die finnische Band ein bombastisches, sehr melodisches Werk geschaffen. Die teils dramatische Stimmung wird durch massive Keyboards und/oder Backgroundchöre verstärkt.

Nicht nur in „King For A Day“ arbeiten Battle Beast mit männlichem Sprechgesang, der ein dramatisches Element in die Stücke bringt. In „Lost In Wars“ gibt sich Tomi Joutsen, seines Zeichens Sänger der Finnen Amorphis, die Ehre und steuert einen Gesangspart bei. Dagegen beginnt „We Will Fight“ mit sanften Tönen von Noora bevor sich das Stück langsam steigert und trotzdem das Tempo zurückschraubt. Anspieltipps und Highlights auf diesem Album sind für mich das schon genannte „King For A Day“ und „Family Hell“.

Abzüge gibt es lediglich im Mix, denn leider ist das Schlagzeug für meinen Geschmack oft zu sehr in den Hintergrund gemischt, wo es dann mitunter eintönig untergeht. Wer auf epischen Power Metal mit fetten Keyboardklängen steht, der kommt an dieser Scheibe nicht vorbei: Sie verführt zum Bangen, Mitgrölen, Abfeiern. Viel Spaß dabei!